Zahl der Straftaten in Hann. Münden, Dransfeld und Staufenberg weiter rückläufig

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Die Zahl der Einbrüche und Diebstähle sind unter anderem rückläufig.

Dirk Schneider, Chef des PK Münden: „Auf dem Land lebt es sich vergleichsweise sehr sicher“.

Hann. Münden. „Auf dem Land lebt es sich vergleichsweise sehr sicher“. Zu dieser Schlussfolgerung kam der  Leiter des Mündener Polizeikommissariats, Dirk Schneider. Nachdem die Kriminalstatistik für den Landkreis Göttingen vorgelegt wurde (wir berichteten), zog in der vergangenen Woche die Dienststelle der Dreiflüssestadt nach. Demnach ereigneten sich im vergangenen Jahr 1.520 Straftaten und damit 213 (-12,29 Prozent) weniger als 2017. Allerdings sank auch die Aufklärungsquote auf 62,81 Prozent (-3,69). „Der Rückgang der Fallzahlen resultiert aus den rückläufigen Straftaten in den Bereichen Körperverletzung, Diebstahl und Betrug. Im Bereich der Rohheitsdelikte wie Raubstraftaten, Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie Körperverletzungen etc. ist ein deutlicher Rückgang um 52 auf 289 Taten festzustellen. Neun von zehn Fällen werden hier aufgeklärt. Die Körperverletzungsdelikte haben sich in der Summe von 245 auf 199 reduziert. Nachdem die Fälle Häusliche Gewalt von 74 im Jahr 2016 auf 105 im Jahr 2017 angestiegen waren, ist im Jahr 2018 ein Rückgang auf 80 Taten zu verzeichnen. Zwei Drittel dieser Delikte ist dem Bereich der Körperverletzungen zuzuordnen. Die Diebstahlsdelikte insgesamt sind mit 452 im Jahr 2017 und 383 Taten im vergangenen Jahr rückläufig. Die aktuelle Aufklärungsquote liegt bei 27,42 Prozent. Hieran lässt sich der Rückgang der gesamten Fallzahlen und die rückläufige Entwicklung der Aufklärungsquote erklären.

Weniger Wohnungseinbrüche und Diebstähle

Dirk Schneider, Leiter des Polizeikommissariats Hann. Münden.

„Bei den Wohnungseinbrüchen ist vermutlich aufgrund der Intensivierung von Kontroll- und Präventionsmaßnahmen – das Verteilen von Flyern, Präventionsveranstaltungen zum Thema Einbruchschutz, Intensivierung von Fahrzeug- und Personenkontrollen – ein Rückgang zu verzeichnen. Waren es im Jahr 2017 noch 36 Taten, reduzierte sich 2018 die Anzahl der Delikte auf 23. Von den 23 Taten in diesem Deliktsfeld wurden 9 im Zeitfenster von 6 bis 20 Uhr, ergo zur Tageszeit verübt. Die meist bandenmäßige Begehung durch überregional agierende Täter erschwert die Aufklärungsarbeit in diesem Deliktsfeld. Die Aufklärungsquote erreichte im vergangenen Jahr 17,39 Prozent“, so Schneider. Die Zahl der Betrugsdelikte ist von 236 auf 213 gesunken. Die Aufklärungsquote bei den Betrugsdelikten liegt bei 77,93 Prozent. Bei den immer wieder diskutierten Gewaltdelikten gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte ist ein Rückgang von 9 auf 6 Delikte im vergangenen Jahr festzustellen. „Auffällig ist die Entwicklung bei den Betäubungsmitteldelikten mit einer Reduzierung von 176 Verfahren im Jahr 2017 auf 153 im Jahr 2018. Das ist ein Rückgang um 13 Prozent. Etwa zwei Drittel entfallen hierbei auf den Missbrauch von Cannabisprodukten“, so der Dienststellenleiter. Die Anzahl der durch Kinder und Jugendliche begangenen Straftaten ist von 170 auf 95 deutlich gesunken. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen ist von 139 im Jahr 2017 auf 98 im Jahr 2018 ebenso deutlich rückläufig. „Die rückläufige Entwicklung der Fallzahlen und die erreichte Aufklärungsquote sprechen für eine sichere Region im Altkreis Hann. Münden. Das wollen wir durch unsere Zielsetzungen und Aktivitäten auch in der Zukunft sicherstellen“, so Schneiders Fazit.

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