„Bilder, die Geschichten erzählen“

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Claudia Schulte und Uwe Hentze, Vorsitzender des Mündener KunstNetz e.V. vor dem Bild „Wüstenstadt“.

Vernissage der Arbeiten von Claudia Schulte im Künstlerhaus

Hann. Münden. Erster Arbeitsgang, das Schütten von Farben auf einen Untergrund, dann viele Wiederholungen. So entstehen zufällige Formen und Farbverläufe, und dann, durch Verwendung von verschiedenen Techniken und Materialien „nach und nach ein Bildmotiv“. Bis das Werk vollendet ist, durchläuft es verschiedene „Erscheinungsformen“: Vor einem leeren Hintergrund entsteht mit Farbe, Pinsel oder Bürste ein Bild. Am Freitag waren Kunstinteressierte zur Vernissage der „Schütt- und Vintagebilder“ von Claudia Schulte eingeladen. Uwe Hentze, Vorsitzender des Mündener KunstNetz e.V. eröffnete die Ausstellung. „Der Titel ergibt sich aus der Arbeit heraus. Dieser Raum ist voller Geschichten, vielleicht eine zum Mitnehmen“, so Hentze. Mit Bildern, „die Geschichten erzählen“ will Schulte „Raum geben für neue Entdeckungen“. Es ist „ein Spiel mit Licht und Tiefe“.

Die studierte Kunstlehrerin lebte sieben Jahre in Bolivien und Indonesien, wo sie Kunst unterrichtete. Dort ist „ein anderes Licht, die Farben sind intensiver, bunter, freundlicher“. Seit vier Jahren ist sie wieder kreativ tätig. In der Ausstellung sind 30 Bilder, meist im quadratischen Format, ihrem „Lieblingsformat“. Die Zahl 34346 steht auf einem Bild, das sie „Heimat 34346“ genannt hat, die Postleitzahl von Hann. Münden. Ein anderes „Gegen Regen 2“ entstand an einem Regentag, ein fröhliches Stimmungsbild. Schulte übernimmt auch Auftragsarbeiten zu bestimmten Anlässen. Werkbeispiele sind in der Ausstellung unter „Meilensteine“ zu sehen. „Die Idee: Aufgesprühte und gemalte symbolhafte Kennungen in Form von Zahlen oder Zeichen erinnern an Daten, Erlebnisse, Orte oder an Menschen von besonderer Bedeutung.“ Aber sie malt auch in Acryl und Aquarelle. Die Vintagebilder „haben den Ausdruck, ein bisschen alt zu sein“ Im Künstlerhaus Speckstraße 7 stellt Claudia Schulte noch bis zum 13. August ihre Werke aus. Öffnungszeiten freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Unter der Internetadresse www.arts-factory.de kann man ihre Arbeiten ebenfalls anschauen.

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