Rollende Wracks auf der A7

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Beschädigte Reifen, defekte Luftfederungen, gerissene Frontscheiben – die Liste der von der Polizei festgestellten Mängel ist lang.

Göttinger Autobahnpolizei machte bei Kontrollen besorgniserregende Entdeckungen

Göttingen. Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion haben Beamte der Autobahnpolizei Göttingen und ein Experte des Fachdienstes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Göttingen Mitte August gezielt Lkw und Lebensmitteltransporte unter die Lupe genommen. Kontrolliert wurden während der mehrtägigen Aktion insgesamt 57 Fahrzeuge, davon 40 Lebensmitteltransporte. Die Polizei beanstandete 43 Lkw, der Fachdienst für Veterinärwesen und Verbraucherschutz bemängelte neun Fahrzeuge, wobei die Beanstandungen voraussichtlich nur in vier Fällen zu Ordnungswidrigkeitenverfahren führen werden. Die Ausbeute kann sich sehen lassen: Zwei Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, 72 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, vier Anzeigen wegen lebensmittelrechtlicher Verstöße, 19 Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen, darunter Verstöße gegen die Anschnallpflicht, Handy am Steuer, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Verstöße bei der Ladungssicherung, zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen nach Gefahrgutrecht, zehn festgestellte technische Mängel, wie beschädigte Reifen, defekte Luftfederungen oder gerissene Frontscheiben, wurden geahndet. Sechs Fahrzeugen wurde noch vor Ort die Weiterfahrt untersagt. In vier Fällen mussten transportierte Lebensmittel oder Teile davon für die weitere Abgabe gesperrt werden. Insgesamt behielten die Beamten 1.420 Euro an Sicherheitsleistungen von ausländischen Verkehrsteilnehmern ein.

Zu schnell unterwegs

Ein Sattelzug aus dem Kreis Verden wurde auf der A7 im Bereich Lutterberg wegen eines unzulässigen Überholvorganges angehalten. Bei der Kontrolle des 55-jährigen Fahrzeugführers aus dem Kreis Göttingen stellte die Polizei mehrere erhebliche Geschwindigkeitsüberchreitungen fest, die in drei Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen mündeten. Die höchste festgestellte Geschwindigkeit betrug nach Abzug der Toleranz 103 km/h, wobei der Sattelzug 80 km/h nicht hätte überschreiten dürfen. Weiterhin wurden Verstöße im Bereich der Lenk- und Ruhezeiten sowie technische Mängel festgestellt.

Zu viel geladen

Bei der Kontrolle eines Klein-Lkw aus Hamburg kam anhand der mitgeführten Papiere ans Licht, dass das Fahrzeug überladen war. Weitere Beanstandungen betrafen die Lenk- und Ruhezeiten sowie Reifenmängel am Fahrzeug. Eine im Anschluss durchgeführte Verwiegung ergab eine Überladung um mehr als 15 Prozent. Dem 42 Jahre alten Brummifahrer wurde die Weiterfahrt untersagt, die Reifen mussten gewechselt und Teile der Ladung abgeladen werden.

Fahrzeug mit mehreren Mängeln

Wegen deutlicher Schräglage hielten die Ermittler einen Sattelzug eines Schaustellerbetriebes im Bereich Dransfeld an. Bei der Begutachtung stellten die Beamten zunächst eine defekte Luftfederung, die zum Ausfall auf der gesamten linken Seite des Aufliegers führte, fest. Daneben lagen Verstöße gegen das Gefahrgutrecht und weitere Ordnungswidrigkeiten vor. Bei der Überprüfung der Papiere des 33-jährigen Fahrzeugführers stellte sich zudem heraus, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis für den Sattelzug war. Die Befristung der erforderlichen Fahrerlaubnisklasse war seit mehreren Monaten abgelaufen. Gegen den Fahrzeugführer und den Halter wurden Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Die Weiterfahrt des Sattelzuges wurde untersagt.

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