Aus für Autogas in Neumünden

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Erken Stemmer tankt zum letzten Mal an der Autogastankstelle in Neumünden.

Anlage in der Wilhelmshäuser Straße kann TÜV-Auflagen nicht erfüllen

Hann.Münden. 56,9 Cent pro Liter Autotreibstoff – ein Traumpreis. Erken Stemmer konnte bisher bequem quasi vor der Haustür an der BFT-Tankstelle in der Wilhelmshäuser Straße sein gasbetriebenes Auto betanken. Doch damit ist jetzt Schluss. Noch im letzten Jahr wurde ein Tankkranz um den Gasbehälter gebaut, aber dieses Jahr erfüllt die Tankanlage laut TÜV nicht mehr die Sicherheits-Norm. Ein Lkw könnte dagegen fahren und eine Explosion auslösen, so das Argument. ,Verkauf rechnet sich kaum’ Der Betreiber der Anlage hat sich deshalb entschieden, diese zurückzubauen.

„Die TÜV-Auflagen sind schwer zu erfüllen und zu teuer“, erzählt Tankstellenpächter Uwe Jatho. Baurechtlich könne der Gastank nicht in die Erde verlegt werden, da dort bereits die Dieseltanks lagern. Für eine Verlegung sei die- Strecke zu weit. Außerdem rechne sich der Verkauf des Gases wirtschaftlich kaum. Der Trend gehe zum Elektroauto. Ab 2020 wird Gas besteuert. Es gäbe schon jetzt genug gasbetriebene Autos und diese seien nicht mehr gefragt. Für Erken Stemmer eine bittere Erkenntnis. Die nächste Möglichkeit zum Gastanken, allerdings nur mit Karte, ist im neun Kilometer entfernten Veckerhagen. Ein Umstand, der bewusst einkalkuliert werden muss.

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