Mündener Schleifmittelhersteller Awuko setzt auf Ausbildung

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Awuko sorgt selbst für den Fachkräfte-Nachschub: (V.li.) Mündens Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley, Deniz Ürer vom Betriebsrat und Prokurist Bernd Brockmeyer mit den neuen Auszubildenden.

Familienunternehmen entwickelt sich ständig weiter, um sich am Markt zu behaupten

Hann. Münden. Zum ersten August haben zehn neue Nachwuchskräfte beim Mündener Schleifmittelhersteller Awuko angeheuert, darunter acht Auszubildende, ein Jahrespraktikant und ein Mitarbeiter, der eine Umschulung durchläuft. In der vergangenen Woche stellte Bernd Brockmeyer, Kaufmännischer Leiter des Unternehmens, den Betrieb vor: „Fachkräfte in unserer Region zu finden gestaltet sich schwierig, weshalb wir sie selbst ausbilden. Industriekaufleute, Maschinenführer und Fachkräfte für Lagerlogistik fehlen uns. Deshalb bilden wir ab diesem Jahr in diesen Bereichen aus. Damit stärken wir den Standort und wappnen uns für die Zukunft.“ Ziel sei die Azubis bei entsprechend guten Leistungen zu übernehmen. Derzeit zählt Awuko 185 Beschäftigte. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, würden in den kommenden drei Jahren etwa 1,5 Mio. Euro in Maschinen und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert, so Brockmeyer. Man müsse regelmäßig Produktionsprozesse optimieren, um sich zu behaupten. Zu den Produkten zähle gestanztes Schleifmittelzubehör, was man aus dem Baumarkt kenne, aber auch Schleifbänder für Holz- oder Metallverarbeitende Betriebe. 70 Prozent der produzierten Waren setzt das Familienunternehmen im Ausland ab. Der Jahresumsatz liegt bei 25 Millionen. Euro: „Das Gütesiegel Made in Germany hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Die Musik spielt überwiegend auf dem internationalen Markt, wo wir weiter wachsen können“, erklärt der Prokurist.

Mündens Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley zählt Awuko zu den größeren Arbeitgebern der Dreiflüssestadt. Etwa ein Dutzend gebe es in gleicher Größenordnung vor Ort, was die Anzahl der Belegschaft angehe: „Awuko ist ein Mündener Urgestein. Schon mein Großvater hat hier als Packer gearbeitet. Ich freue mich darüber, dass der Betrieb weiter an der Produktion vor Ort festhält. Die Ausbildung ist für den Erfolg ein wichtiger Faktor, denn Fachkräfte sind gefragt. Awuko hat das erkannt und ist auf einem guten Weg. “

Produkte für viele Branchen

In der vergangenen Woche stellte der Kaufmännische Leiter des Unternehmens, Bernd Brockmeyer (re.) den Nachwuchs vor, darunter Daniel Fayemi (li.) und Josy Brinkmann.

In Deutschland zu produzieren, so betonte Brockmeyer, sei bei der Konkurrenz nicht die Regel. Viele Unternehmen in der Branche hätten ihre Fertigungsstätten ins Ausland verlagert. Um nicht von wenigen Kunden am Markt abhängig zu sein, habe man sich breit aufgestellt, würde zum Beispiel auch für die Leder- oder Lackverarbeitung herstellen: „Ich glaube es gibt kein Klavier, dessen Lackierung nicht von unseren Schleifmitteln bearbeitet wurde. Dadurch, dass wir uns nicht nur auf eine Branche spezialisiert haben, sind wir gegen saisonale Schwankungen gefeit und nicht von der Nadel eines einzigen Kunden abhängig“, so Brockmeyer weiter. Stolz sei man auf die Qualität der Produkte: „Da haben wir keinerlei Probleme. Unsere Aufgabe wird es in Zukunf sein die Kunden stärker an uns zu binden. Durch unser Entwicklungsprogramm können wir unser Sortiment ständig verbessern und erweitern.

Der Prokurist weist darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat konstruktiv verläuft. Das Gesamtwohl des Unternehmens stehe dabei immer im Vordergrund: „Wir sind wie eine große Familie.“

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