Wie barrierefrei ist die Stadt?

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Hann. Münden. Touristikverein startet Untersuchung gemeinsam mit der Universität Göttingen.

Hann. Münden. Gemeinsam mit der Universität Göttingen will der Mündener Touristikverein den barrierefreien Tourismus in der Dreiflüssestadt fördern. Dazu hat Geschäftsführerin Antje Jahn Kontakte zu Dozent Dr. Michael Klinge und dessen Schützling Larissa Spidlen geknüpft. Die 22-Jährige Studentin wird sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Fachbereich Geowissenschaften und Geographie einer Datenerhebung widmen und prüfen, wie Hann. Münden in Sachen Barrierefreiheit aufgestellt ist. "Wir wollen Gästen, die barrierefreie Angebote suchen, in Zukunft einen besseren Service bieten und die regionalen Angebote entsprechend aufbereitet darstellen", erklärt Jahn.

Online-Verzeichnis soll im August fertig sein

Um eine Online-Karte mit entsprechendem Verzeichnis  entwickeln zu können, werden den 220 Mitgliedern des Touristikvereins in diesen Tagen Fragebögen zugeschickt. Dadurch will man mehr über die Einrichtungen und ihre barrierefreien Angebote erfahren.  "Wir rechnen mit einer Rücklaufzeit dieser Fragebögen von 4 bis 6 Wochen. Nach der Datenerhebung wird man sich mit dem Ergebnis auseinandersetzen können. Anfang August soll die Online-Karte unter www.hann.muenden-tourismus.de abrufbar sein. In Zukunft wird es möglich sein neue Daten einzupflegen ", informiert Klinge. Der von der Studentin Larissa Spidlen ausgearbeitete Fragebogen umfasse 20 Punkte, die über Lage, Eingliederung in die Infrastruktur,  interne barrierefreie Begebenheiten und geplante Verbesserungen aufklären würden. Definitionen im Anhang des Bogens würden darüber informieren, ob behindertengerechte Vorgaben erfüllt würden.

Zuschüsse für Umbauten können geprüft werden

"Diese Ist-Analyse betrifft unter anderem Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze, Schwimmbäder sowie Kultureinrichtungen und dient dazu vorhandenes aber auch nötiges Potential aufzudecken. Desweiteren kann geprüft werden, bauliche Veränderungen mit Hilfe von Fördergeldern finanziert werden können", so Jahn.Eva Erbe, Behindertenbeauftragte der Stadt, sorgte sich beim Gespräch mit Jahn um die Kontrolle der in den Fragebögen gemachten Angaben. Jahn bot an, die Daten vom Behindertenbeirat zu prüfen lassen. Trotz der anfänglichen Skepsis begrüßt Erbe diesen Schritt des Touristikvereins: "Wir sind sehr dankbar, dass Sie das Thema für uns anstoßen. Es ist ein Projekt, dass die Grenzen und Möglichkeiten des Behindertenbeirates übersteigt."

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