Gefragtes Bauland in Staufenberg

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Kai Emmeluth, Geschäftsführer der Kasseler Firma Konrad Emmeluth, vor dem Plan des Neubaugebiets an der Spiekershäuser Straße. Ein Regenrückhaltebecken soll die bei Starkregen auftretenden Wassermassen der Wohngegend im Zaum halten.

Neubaugebiet wird noch in diesem Jahr erschlossen – Wasserverband investiert in Versorgungsnetz

Staufenberg/Landwehrhagen.  Die Gemeinde Staufenberg wächst und geht mit der Zeit (siehe unten). Wie Bürgermeister Bernd Grebenstein berichtet, stehen in den kommenden Wochen noch zwei interessante Bauprojekte an, bevor der Winter einsetzt und etwaige Vorhaben erschwert.

Ein Dutzend Bauplätze in der Spiekershäuser Straße

Im Oktober soll eine Erschließungsmaßnahme im Ortsteil Landwehrhagen in Angriff genommen werden. An der Spiekershäuser Straße werden zwölf Bauplätze entstehen von denen alle bereits verkauft sind. „Es wurde langsam Zeit, dass etwas passiert. Das letzte Baugebiet wurde vor 15 Jahren in Uschlag ausgewiesen. Jetzt ist endlich wieder Bewegung drin“, freut sich Grebenstein. Ausführendes Unternehmen bei der Erschließung ist die Kasseler Firma Konrad Emmeluth. Es hat den Grund und Boden erworben und ihn weiter veräußert. Damit, so Grebenstein, werde endlich auf die hohe Nachfrage an Bauland reagiert. Zwar werde in 2019 ein Neubaugebiet mit 24 Bauplätzen am Uschlager Friedhof entstehen, doch das decke laut Grebenstein kaum den derzeitigen Bedarf: „Wir haben ein Baulückenkataster erstellt, um die Innenentwicklung voranzutreiben. Von rund 200 Baulücken im gesamten Gemeindegebiet mit einer Gesamtfläche von etwa 19 Hektar sind 20 Prozent der Eigentümer verkaufsbereit. Bereits 17 Prozent der Baulücken, rund 35 Grundstücke, sind bebaut oder es wurden Bauanträge gestellt.“ Damit erfülle man die Vorgaben der Raumordnung: Innen- vor Außenentwicklung, also erst die vorhandenen Baulücken zu schließen, bevor man weitere Flächen auf der grünen Wiese zu Bauland mache. „Das Interesse in Staufenberg zu leben ist deshalb so groß, weil wir eine gute Infrastruktur vorweisen können, die Baulandpreise erschwinglich sind und wir mit der A7 eine sehr gute Verbindung zu den Oberzentren Kassel und Göttingen haben“, sagt der Bürgermeister. Das könne man anhand der hohen Zahl an Kaufinteressenten in der Spiekershäuser Straße ablesen: Die Grundstücke habe man zulosen müssen. Der Quadratmeterpreis sei mit 87,50 Euro fix.

Neubaugebiet erschließen, alte Leitungen entlasten

Im Zuge der Erschließungsmaßnahme an der Spiekershäuser Straße würde man die prekäre Abwasser-Situation in der Straße „Schöne Aussicht“ im Blick haben. Hier würde man mit dem Wasserverband Peine eine Lösung anstreben. Man will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das Neubaugebiet erschließen und die bestehenden Abwasserleitungen entlasten.

Zwölf Bauplätze sollen im Oktober an der Spiekershäuser Straße erschlossen werden. Die Gemeinde sucht derweil weiterhin Bauland, die Nachfrage sei groß, so Bürgermeister Bernd Grebenstein.

Pressesprecherin Sandra Ramdohr teilt dazu mit: „Wir werden im Oktober mit Leitungsarbeiten zum Anschluss des Baugebiets an der Spiekershäuser Straße beginnen. Derzeit wird die Auftragsvergabe vorbereitet.“ In den kommenden Wochen würden rund 160 Meter neue Trinkwasserleitungen und die entsprechenden Hausanschlussleitungen installiert sowie rund 645 Meter neue Rohrleitungen für den Schmutzwassertransport verlegt. Die neue Schmutzwasserleitung führe zum einen vom Neubaugebiet an der Spiekershäuser Straße südlich zur Leutershäuser Straße. Hier treffe sie auf den neuen Leitungsabschnitt, der das bestehende Kanalsystem in der Straße Schöne Aussicht anbinde. Die neue Leitung führe dann über die Leutershäuser Straße westlich am Ort vorbei und münde am Pumpwerk. „Künftig wird durch diese neue Leitung bis zu 70 Prozent des Schmutzwassers aus Landwehrhagen dem Pumpwerk zufließen. Das sorgt für einen sicheren Transport und entlastet den Kanalbereich im Akazienweg, von dem bisher die Anbindung zum Pumpwerk erfolgte. Hydraulische Berechnungen zum Schmutzwasserfluss in Landwehrhagen hatten gezeigt, dass diese Lösung mit einer westlichen Leitungstrasse mit Einbindung in der Straße Schöne Aussicht für einen optimalen Abfluss im Kanalnetz des Ortes sorgt“, so Ramdohr weiter. Bis zum Jahresende sollen die Leitungsarbeiten abgeschlossen sein. Rund eine halbe Million Euro wird diese Infrastrukturmaßnahme kosten. Die Summe will der Wasserverband über den Versorgungspreis refinanzieren.

Emmeluth baut Regenrückhaltebecken

Aber das ist noch nicht alles: Ein 1.000 Kubikmeter fassendes Regenrückhaltebecken in Richtung Spiekershausen soll das Oberflächenwasser im Zaum halten und die sonst ins Tal strömenden Wassermassen abbremsen. Die Gemeinde wird dafür die nötige Fläche zur Verfügung stellen. Für die Umsetzung ist ebenfalls das Unternehmen Emmeluth verantwortlich. Geschäftsführer Kai Emmeluth informierte: „Wir wollen das Oberflächenwasser aus dem Neubaugebiet wie auch aus dem angrenzenden Wohngebiet dorthin ableiten und dadurch die alten Leitungen zu entlasten. Dadurch können wir innerhalb des Neubaugebiets auf die Installation eines Stauraumkanals verzichten. Die Baukosten für das Regenrückhaltebecken liegen bei etwa 50.000 Euro, die wir komplett übernehmen. Was das Baugebiet an der Spiekershäuser angeht, so rechnen wir mit einer Bebaubarkeit im Frühjahr nächsten Jahres. Wir werden im Laufe des Oktobers mit den Erschließungsarbeiten beginnen. Der Bau des Rückhaltebeckens zählt dazu.“

Ladestationen für E-Bikes

Weitere infrastrukturelle Verbesserungen strebt die Gemeinde an: „Bei der Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten (EKM) haben wir einen Förderantrag gestellt und sind nun in der Lage zwei E-Ladestationen für E-Bikes zu errichten. Eine soll direkt vor dem Rathaus und eine am Speeler Bahnhof installiert werden. Die Ladesäulen werden mit gemeindeeigener Werbung versehen“, informiert Bernd Grebenstein. Es sei eine tolle Möglichkeit mit der Zeit zu gehen und ein umweltfreundliches Signal zu setzen. Dies werde auch dem Image Staufenbergs gut tun, ist der Bürgermeister der Meinung. Nun müssten die Aufträge nur noch vergeben werden und dann könne es mit dem Bau los gehen. Das Beste: Die geringen Ladekosten pro Ladevorgang, etwa 15 Cent, übernehme die Gemeinde.

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