Baustart für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Hedemünden

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So soll das neue Hedemündener Feuerwehrgerätehaus nach seiner Fertigstellung im August 2020 aussehen. Neben vier Norm-Fahrzeugstellplätzen sind unter anderem Werkstatt, Schulungs-, Umkleide- und Büroräume geplant.

Voraussichtlich im August 2020 soll die Stützpunktfeuerwehr ihre neue Bleibe beziehen können

Hedemünden. Im August 2020 soll es fertig sein, das 2,3 Millionen Euro teure Feuerwehrgerätehaus in der Mündener Straße. Am heutigen Freitagvormittag bat die Immobilienvermietungsgesellschaft mbH (IVM), Tochtergesellschaft der Stadt Hann. Münden, als Bauherr zum Spatenstich. Neben den beiden IVM-Geschäftsführern Jens Steinhoff und Marc Pfütz griffen Ortsbürgermeister Udo Bethke, Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener, Ortsbrandmeister Markus Klaus sowie Stadtbrandmeister Dieter Röthig symbolisch zum Spaten.

Die IVM realisiert dieses Projekt in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgemeinschaft der beiden Firmen Baugeschäft Ziegenhorn GmbH aus Rosdorf und der Ernst Rode GmbH & Co KG aus Dramfeld, die als Bauträger respektive Generalunternehmen agieren. Die Auftragsvergabe erfolgte nach einer zweiten Ausschreibung im Dezember 2018, nachdem die erste sieben Monate zuvor keine Interessenten hervorgebracht hatte. Dadurch hatte sich der Bau erneut verzögert. Der Bauantrag wurde daraufhin erst im Januar dieses Jahres eingereicht, die Genehmigung erfolgte im August. Nach Fertigstellung wird die IVM das Gebäude an die Stadt vermieten. Laut Ortsbürgermeister Bethke ist mit dem Bau ein schier endloses Tauziehen um den neuen Standort der Hedemündener Wehr zu Ende gegangen. Das alte Feuerwehrgerätehaus im Pfuhlweg 16 wurde 1966 eröffnet, war in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Heiß seien der neue Standort sowie die Finanzierung über Jahre in Rat und Verwaltung diskutiert worden. Nun sei man sehr froh darüber, dass mit dem Bau begonnen wurde. Wie Klaus mitteilte, sei das gerade in Hinblick auf die Fahrzeugflotte der Hedemündener Brandschützer dringend nötig geworden, denn das neueste Vehikel, 400.000 Euro teuer, konnte aufgrund seiner Größe am alten Standort nicht mehr untergebracht werden und eine provisorische Garage musste her. Die Einsätze aufgrund des ansässigen Gewerbegebiets und der Nähe zur Autobahn würden immer mehr zunehmen, erklärte der Ortsbrandmeister. Waren es in 2018 schon rekordträchtige 61 Alarmierungen, seien es, Stand Freitag, in diesem Jahr bereits 57 gewesen. Etwa die Hälfte davon der Einsätze drehe sich um die A7.

Machten den Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus Hedemünden: (v.li.) Jens Steinhoff (IVM), Ortsbürgermeister Udo Bethke, Martin Rode (Ernst Rode Bau GmbH), Uwe Raffler (Baugeschäft Ziegenborn GmbH), Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener, Ortsbrandmeister Markus Klaus, Stadtbrandmeister Dieter Röthig und Marc Pfütz (IVM).

Bürgermeister Wegener sprach von einem „Meilenstein für Hedemünden“ und unterstrich, wie wichtig die Arbeit der Kameraden ist. Er dankte außerdem für deren Geduld, was die Umsetzung betrifft: „Die zurückliegenden Unannehmlichkeiten sind Vergangenheit. Nun heißt es nach vorne zu blicken und auch die gute Zusammenarbeit mit Nachbarwehren zu vertiefen.“ Aktuell hat die Stütztpunktfeuerwehr Hedemünden vier Fahrzeuge im Bestand. Das neue Feuerwehrgerätehaus wird eine Gesamtnutzfläche von 860 Quadratmetern haben und könnte bei Bedarf um einen Stellplatz erweitert werden. Stadtbrandmeister Röthig wies darauf hin, dass mittelfristig auch eine Drehleiter im Werra-Ort stationiert werden könnte. In dem zum Teil zweigeschossigen Gebäude sollen neben Umkleide-, Büro-, Jugend- und Unterrichtsräumen auch eine Werkstatt und eine Küche untergebracht werden. Die Gesamtfläche des Areals beträgt 3.440 Quadratmeter.

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