Intelligente Technik spart Kosten

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In einer Musterwohnung vor dem geöffneten Versorgungselement v.l. Jörg Wieland Vorstandsvorsitzender Gemeinnütziger Bauverein in Münden e.G., Murath Erol, Ingenieur der NovaTec Elektronik GmbH, Uslar OT Vahel, Karl Emde, Geschäftsführer und planender Ingenieur der innovaTec Energiesysteme GmbH und Jens Steinhoff, Versorgungsbetriebe Hann. Münden.

Neues Blockheizkraftwerk versorgt Wohnungen des Mündener Bauvereins

Hann. Münden. Über 200 Wohnungen „Am Entenbusch/Am Wittenborn“ beziehen ihre Energie aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW). Das Wohnquartier „Am Sportplatz/Wiesenpfad“ mit 72 Wohnungen zieht nun nach und profitiert von dem neuesten Standard der Wasser- und Wärmeversorgung. „Die Ersparnis für Mieter liegt bei 15 bis 20 Prozent gegenüber der alten Wohnung“, erklärte Jörg Wieland, Vorstandsvorsitzender vom Gemeinnützigen Bauverein in Münden e.G. In der vergangenen Woche stellten er und Jens Steinhoff, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM), das neue Projekt vor. Die technischen Details hierzu erläuterten Karl Emde, Geschäftsführer und planender Ingenieur der innovaTec Energiesysteme GmbH, und Murath Erol, Ingenieur der NovaTec Elektronik GmbH, Uslar OT Vahel. Das zweite BHKW-Nahwärmekonzept von VHM und Bauverein Münden geht von der Zentrale Wiesenpfad aus. In einer Simulation können hier bis zu 100.000 kWh pro Jahr elektrische Energie erzeugt werden. Diese, in das Stromnetz der VHM eingespeist, versorgen ungefähr 30 Haushalte mit Strom. Das Wasser wird in Rohren im Boden zu den einzelnen Wohnungen geleitet. Das Trinkwasser hat mit seinen 12 Grad keine Keime. Das vor Ort erwärmte Wasser hat eine Temperatur von mindestens 55 Grad. Der Verbraucher regelt seine individuelle Raumtemperatur über Thermostate an den Heizkörpern. Bisher wurden Wohnungsstationen rein mechanisch geregelt. Die Heizkörper hatten mehr „Pumpenaufwand“.

Die intelligente Station des Herstellers NovaTec Elektronik „ruht“, wenn kein Heizkörper in Betrieb ist, und prüft im Dreiviertelstunden-Rhythmus den Bedarf der jeweiligen Wohnung. Dadurch werden die Verbrauchskosten reduziert. Dies wird auch durch den Rückbau der kompletten Gasinstallation erreicht. Es ist keine technische Wartung mehr notwendig. Reinigung von Therme und Schornstein entfallen sowie die Prüfung der Trinkwasserqualität durch das Gesundheitsamt. „Kosten, die der Mieter zahlen musste“, so Wieland. Der Generalplaner für Nah-wärme, Karl Emde, kennt die Bedürfnisse von Bauverein und VHM. Seit mehreren Jahren arbeiten sie vertrauensvoll zusammen und werden weitere Projekte gemeinsam realisieren. „Beauftragt werden dabei örtliche Firmen“, so Steinhoff.

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