Mündener Kindern sehr geholfen

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(V.li.) Frank Paare, Finanzbuchhalter des Bauvereins, die Hausaufgabenbetreuerinnen Katrin Rohrbach, Birgit Nink, Christine Kratz, Petra Krüger, (Gesine Beyenbach fehlt) und Jörg Wieland, Geschäftsführer und hauptamtliches Vorstandsmitglied des Gemeinnützigen Bauvereins Hann. Münden.

Der Mündener Bauverein beendet seine Hausaufgabenhilfe

Hann. Münden.  Hausaufgaben helfen, in der Schule Gelerntes zu vertiefen und auf den neuen Unterrichtsstoff vorzubereiten. Gut, wenn die Kinder die Aufgaben zuhause selbständig erledigen können. Aber viele brauchen Hilfe, vor allem in den ersten Schuljahren und vor allem Kinder von Migranten. „In unseren Wohnungen leben 116 verschiedene Nationalitäten“, berichtet Jörg Wieland, Geschäftsführer und hauptamtliches Vorstandsmitglied des Gemeinnützigen Bauvereins. Ihm fiel auf, dass viele der jungen Mieterkinder, die die Grundschulen besuchten, Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hatten. „Sprach- und Leseschwächen führen zur Isolation“, so Wieland. Gemeinsam mit Lore Ludszuweit-Shiel vom Internationalen Bund e.V. gründeten er vor zehn Jahren ein „Hausaufgabenhilfe-Projekt“. Insgesamt waren es sieben Betreuerinnen, davon fünf vom Bauverein. Hilfe gab es an zwei Nachmittagen pro Woche für die Grundschulen Königshof, Neumünden und Hermannshagen. 50 Prozent der Kosten übernahm der Bauverein für „seine Mieterkinder“. Dank einiger Mündener Sponsoren konnte pädagogisches Lehr- und Spielmaterial gekauft werden. Aus organisatorischen Gründen zog sich der IB im Juni 2011 von dem Projekt zurück. Der Bauverein Münden führte es alleine fort. Nun beendet auch er die Hausaufgabenhilfe, denn Königshof wurde Ganztagsschule und die Betreuung der Kinder wird von der jeweiligen Schule organisiert.

,Blieb von der Öffentlichkeit unbemerkt’

Jörg Wieland bedankte sich im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat bei Christine Kratz, Petra Krüger, Birgit Nink und Katrin Rohrbach: „Sie haben etwas gemacht, was den Kindern sehr geholfen hat, aber dennoch von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt geblieben ist.“ Er hatte zum Ferienende zu Kaffee und Kuchen in der Geschäftsstelle des Bauvereins eingeladen. Die Betreuerinnen berichteten über die Zeit mit den Kindern. Acht bis zehn waren in einer Gruppe, auch Kinder von Nichtmietern. Geduld und Vertrauen zu schaffen war wichtig. Oft fehlte das Verständnis der Worte. Durch den guten Kontakt zu den Lehrerinnen erhielten die Betreuerinnen Hinweise zu Schwachstellen der Schülerinnen und Schüler. Es galt, den Wortschatz zu erweitern. Das Ziel war es, den Aufgabentext zu verstehen und die Aufgabe fertigzustellen, das stärke das Selbstwertgefühl. In den zehn Jahren haben die fünf Betreuerinnen ungefähr 200 Kindern geholfen. Einige erhielten die Gymnasialempfehlung.

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