Beratung an der BBS: Junge Menschen haben die freie Bildungsauswahl

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Schlüsselten das Bildungssystem in Deutschland auf: Vanessa Malkos (2.v.li.) und Michael Luty (2.v.re.) hatten mit ihren Klassenkameraden der FOW 12a ein halbes Jahr Zeit für die Projektarbeit, die sich mit Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengängen befasste. Das Diagramm ist nur ein Bruchteil der monatelangen Arbeit. Klassenlehrerin Sabine Sgonina (li.) und Kollege Marcel Schulz (re.) betreuten das Projekt.

Ein Berufsinformationstag fand am vergangenen Samstag im Auefeld statt.

Hann. Münden.  Was will ich werden, was kann ich werden und wo kann ich mich für diesen Beruf qualifizieren? Diese und noch viele weiteren Fragen beantworteten Lehrkräfte beim Berufsinformations- und Beratungstag der Berufsbildenden Schulen (BBS) Hann. Münden am vergangenen Samstag. Hier werden aktuell über 1.000 Schülerinnen und Schüler in 54 Klassen von 70 Pädagogen auf den späteren Job vorbereitet. „Vom Hauptschulabschluss bis zur Fachhochschulreife kann man bei uns alles erwerben. Wir geben auch denjenigen eine Chance, die mit gar keinem Schulabschluss in der Tasche zu uns kommen. Viele von ihnen machen ihren Weg und haben Erfolg in dem, was sie später tun“, erklärte BBS-Schulleiter Gerd Reddig. Mit der Ausbildungsqualität seiner Schule sei Reddig sehr zufrieden. Man unterliege ständigen Verbesserungsprozessen und entwickele sich weiter. Ein Grund dafür, dass sich sogar Schüler aus den Landkreisen Göttingen und Kassel an der BBS anmelden würden. Die Schule genieße über Mündens Grenzen hinaus einen sehr guten Ruf. An den Infoständen kamen die Lehrer mit möglichen Bewerbern ins Gespräch. Sie erläuterten unter anderem die schulische Ausbildung in den Fachbereichen „Wirtschaft“, „Technik“ oder „Pflege, Therapie und Hauswirtschaft“.

Den Überblick behalten

Das Bildungssystem in Deutschland sei riesig und unheimlich durchlässig, wie Reddig erklärt. 330 Ausbildungsberufe und über 15.000 Studiengänge würden jungen Menschen zur Auswahl stehen. Da könne man schonmal den Überblick verlieren und in seiner Orientierung verunsichert werden. Eine Hilfestellung für Unentschlossene gab die FOW 12 a, eine Fachoberschulklasse des Bereiches Wirtschaft. Sie hatte innerhalb eines Jahres die verschiedenen Ausbildungsformen zusammengetragen und gab Neugierigen einen Überblick darüber, welche Schulen und Universitäten in der Region existieren, welche Voraussetzungen für Berufe bestehen, wie Ausbildungsinhalte aussehen, was man später verdienen kann und welche Betriebe derzeit Auszubildende suchen. Klassenlehrerin Sabine Sgonina und Kollege Marcel Schulz betreuten die mehrmonatige Projektarbeit, die Struktur in das deutsche Ausbildungsgeflecht brachte. Wer es einfacher haben wollte, konnte sich einer digitalen Potenzialanalyse unterziehen. Via Software wurden persönliche Stärken und Schwächen ermittelt. Aus persönlichen, fachmethodischen und kulturellen Kompetenzen sowie Schlüsselqualifikationen und dem sich dadurch ergebenden Kompetenzpool ließen sich Empfehlungen für interessante Berufsfelder ermitteln. Wie Reddig festhielt, liege die Aufgabe der Kollegen darin, den jungen Menschen den richtigen Weg zu zeigen. Eine gesunde Basis und Wissen könne man mit auf dem Weg geben, aber am Ende müsse jeder das Beste darauf machen.

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