351 bestätige Infektionen mit dem Coronavirus in Stadt und Landkreis Göttingen

Dem Gesundheitsamt wurden bislang sieben Personen gemeldet, die infolge einer Erkrankung an Covid-19 verstorben sind

Göttingen. Bei 351 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen wurde eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt (Stand Montagnachmittag, 6. April, 16 Uhr). Davon leben 95 in der Stadt Göttingen, 256 im Landkreis. Dem Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis wurden bislang sieben Personen gemeldet, die infolge einer Erkrankung an Covid-19 verstorben sind - fünf im Landkreis, zwei in der Stadt Göttingen.

"Geht um jedes einzelne Menschenleben"

„Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen. Dieses Virus fordert Opfer. Wir sind nicht bereit, dem kampflos gegenüberzustehen. Uns geht es um jedes einzelne Menschenleben“, sagt Petra Broistedt, Dezernentin und Leiterin des Stabs für Außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen. „Danken möchte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamts für Stadt und Landkreis Göttingen, die an sieben Tagen in der Woche von früh bis spät im Corona-Einsatz sind.“ Alle bislang erteilten Maßnahmen seien darauf ausgelegt, die Menschen vor einer Infektion zu schützen. „Wir setzen unsere ganze Kraft dafür ein, dass die Zahl der Todesopfer so gering wie möglich bleibt.“ Sie bedanke sich daher auch bei den vielen Menschen, die sich an diese Maßnahmen hielten. „Es ist schön zu sehen, dass wir eben nicht in der vielbeschworenen Ellenbogengesellschaft leben. Diese Situation bringt viel Gutes in unserer Gesellschaft hervor: Die Menschen helfen einander, sie achten auf sich und auf andere, sie nehmen Rücksicht.“ Damit würden sie einen wichtigen Beitrag leisten, dass die Infektionszahlen möglichst eingedämmt werden.

„Wir müssen erleben, dass die Älteren und Pflegebedürftigen besonders betroffen sind. Das haben wir befürchtet und das tritt nun ein“, sagt Kreisrat Marcel Riethig, Sozialdezernent des Landkreises Göttingen und am heutigen Tag Leiter des Stabes des Landkreises. „Unsere Trauer und unser tiefes Mitgefühl gelten den Angehörigen. Gleichzeitig müssen wir umso mehr alles daran setzen, diese Gruppen zu schützen. Das ist hart, für alle Seiten, zum Beispiel Eltern und Großeltern nicht besuchen zu können. Aber es geht nicht anders“, fährt er fort. Die Verantwortlichen im Gesundheitsamt, in den Stäben und Behörden setzen alles daran, die Bevölkerung zu schützen und benötigen dafür volle Unterstützung.

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