Bewusster Verzicht aufs Auto: Ab morgen wird in Hann. Münden in die Pedalen getreten

Fahrradfahrer übergibt Autoschlüssel an HMM-Mitarbeiter, weil er seinen Pkw 21 Tage lang nicht nutzen möchte
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Als besonders beispielhaftes Vorbild tritt in diesem Jahr Günter Suhr in die Pedale: Er ist Mündens Stadtradeln-Star und wird in den 21 Stadtradeln-Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Symbolisch übergab er deshalb Thomas Kossert von der Hann. Münden Marketing GmbH seinen Autoschlüssel. Während der Aktionsphase berichtet Suhr regelmäßig über seine Erfahrungen als Alltagsradler im Stadtradeln-Blog. 

Seit 2008 treten Kommunalpolitiker:innen und Bürger:innen für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Auch die Stadt Hann. Münden ist ab morgen mit von der Partie. Bis zum 3. Juli können alle, die in der Dreiflüssestadt leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, bei der Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnis mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln.

Hann. Münden. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter https://www.stadtradeln.de/hann-muenden. Beim Wettbewerb „Stadtradeln“ geht es um Spaß am Fahrradfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Jede und jeder kann ein Stadtradeln-Team gründen oder einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen.

Mündener will 21 Tage komplett auf Pkw verzichten

Als besonders beispielhaftes Vorbild tritt in diesem Jahr Günter Suhr in die Pedale: Er ist Mündens Stadtradeln-Star und wird in den 21 Stadtradeln-Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Während der Aktionsphase berichtet Suhr regelmäßig über seine Erfahrungen als Alltagsradler im Stadtradeln-Blog. Auch Bürgermeister Harald Wegener, der ebenfalls in die Pedalen tritt, hofft auf eine rege Teilnahme aller Bürger*innen um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen.

Ziel: Weniger Belastungen und Lärm

Der internationale Wettbewerb Stadtradeln des Klima-Bündnis lädt alle Mitglieder der Kommunalparlamente ein, als Vorbild für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und sich für eine verstärkte Radverkehrsförderung einzusetzen. Im Team mit Bürger*innen sollen sie möglichst viele Fahrradkilometer für ihre Kommune sammeln. Die Kampagne will Bürger*innen für das Radfahren im Alltag sensibilisieren sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente einbringen. Seit 2017 können auch Städte, Gemeinden und Landkreise außerhalb Deutschlands die Kampagne an 21 zusammenhängenden Tagen zwischen Mai und September durchführen. Es gibt Auszeichnungen und hochwertige Preise zu gewinnen – vor allem aber eine lebenswerte Umwelt mit weniger Verkehrsbelastungen, weniger Abgasen und weniger Lärm.

Seit mehr als 25 Jahren setzen sich die Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis mit ihren indigenen Partnern der Regenwälder für das Weltklima ein. Mit rund 1.700 Mitglieder in über 25 Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweit größte Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz widmet, und das einzige, das konkrete Ziele setzt: Jede Klima-Bündnis-Kommune hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Da sich unser Lebensstil direkt auf besonders bedrohte Völker und Orte dieser Erde auswirkt, verbindet das Klima-Bündnis lokales Handeln mit globaler Verantwortung.

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