Birne an, aber richtig!

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(V.li.) Werner Pfütz, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM), Jörg Wieland, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Bauvereins Hann. Münden, Doreen Fragel, Geschäftsführerin der Energieagentur Göttingen, Alexander Rolli, Fachleiter im Projekt Stromsparcheck Plus und Alexander Wenzel, Vertriebsleiter der VHM, entdecken im Stromsparpaket allerhand energiesparende Utensilien.

Hann. Münden/Göttingen. Ab sofort im Landkreis möglich: Kostenlose Stromspar-Checks für finanzschwache Haushalte.

Hann. Münden/Göttingen. Am Ende des Jahres treibt der Blick auf die Endabrechnung des Stromanbieters so manch einem die Tränen in die Augen. Wer zu viel Energie verbraucht, muss auch die Kosten tragen. Auf der anderen Seite schrecken hohe Kosten beim Kauf von modernen LED-Lampen oder neuen Haushaltsgeräten mit Top-Werten im Energieverbrauch ab. Eine Zwickmühle. Gerade wenn man finanziell eingeschränkt ist, wie Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld.

Dabei ist Stromsparen gar nicht so schwierig und muss auch nicht teuer sein, finden Doreen Fragel, Geschäftsführerin der Energieagentur Göttingen und Alexander Rolli, Fachleiter im Projekt Stromsparcheck Plus. Sie empfehlen den vom Bundesumweltministerium geförderten Stromsparcheck Plus, den bundesweit bislang 100.000 Haushalte mit geringem Einkommen in Anspruch genommen haben. Ziel ist es den Energieverbrauch und damit die Kosten der Meschen zu senken. Das ganze kostet keinen Cent und die Interessenten werden kostenlos zuhause beraten. "Nach einer Terminvereinbarung mit der Energieagentur Göttingen kommt ein Mitarbeiter direkt ins eigene Heim und sucht mit Messgeräten nach Energiefresser. Das können zum Beispiel ältere Kühlschränke, Plasma-Fernseher oder ein alter LCD-TV sein. Nach zwei Wochen erhalten unsere Kunden einen individuellen Energiesparplan, der dabei hilft Energie und damit Kosten zu senken. Im Schnitt sind das etwa 350 kW/h oder 100 Euro", erklärt Fragel. Das hätte die Auswertung zurückliegender Stromspar-Checks ergeben.Außerdem werde man Kunden über die optimale Nutzung der Haushaltsgeräte informieren, ihnen Tipps geben zum effizienteren Heizen und Lüften gegen Schimmelbefall. Ein Stromsparpakete im Wert von 70 Euro gibt’s für jeden Haushalt gratis obendrauf. Sie enthalten LED-Lampen, Steckerleisten, funkgesteuerte Steckdosen, Thermometer und sogar Wasser sparende Duschköpfe. Vor Ort würden die Geräte installiert, alte Glühbirnen und dergleichen mitgenommen, um sie fachgerecht zu entsorgen, so Rolli.

Jörg Wieland, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Bauvereins Hann. Münden, ist begeistert: "Wir vermieten in Hann. Münden rund 830 Wohnungen. Viele der Mieter sind einkommensschwach und erhalten Sozialhilfe. Wir helfen ihnen gerne dabei Geld zu sparen, deshalb wird der Bauverein auch die Kosten von 30 der Stromsparpakete. Wir leisten unseren Beitrag, damit das Ziel des Landkreises - bis 2040 energieautark zu sein - erreicht wird. Bereits jetzt geht der Bauverein mit Pelletheizung in Verbindung mit Solartherme neue Wege. Das passt zu unseremKonzept."

Auch die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) sind von dem Konzept überzeugt: "Wir werden Kunden informieren, die Probleme bei der Zahlung haben oder bei denen die Beratung aus anderen Gründen Sinn macht. Uns nutzt kein Verkauf von Energie, wenn es der Haushalt nicht bezahlen kann. Die günstigste Kilowattstunde ist die, die gar nicht erst anfällt. Außerdem wird damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet", informiert der Geschäftsführer der VHM, Werner Pfütz.

Verbraucherverhalten immer noch maßgebend

Trotz kostenloser Beratung und Technik des Stromspar-Checks Plus sei das Verhalten der Verbraucher immer noch das wichtigste, darin waren sich während der Vorstellung des Projektes in den Geschäftsräumen der VHM alle einig.Weitere Informationen und Anmeldungen zum Stromspar-Check PLUS erhalten Interessenten unter Telefon 0551-37074980 oder auf www.stromspar-check.de und www.energieagentur-goettingen.de

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