Blick auf Risikogruppen

Verkehrsunfallstatistik mit positiven TrendsVon ANTJE C. SCHUMACHERHann. Mnden. Es ist erfreulich, dass die Zahl der Verkehrsunflle

Verkehrsunfallstatistik mit positiven Trends

Von ANTJE C. SCHUMACHERHann. Mnden. Es ist erfreulich, dass die Zahl der Verkehrsunflle im Zustndigkeitsbereich des Polizeikommissariats Hann. Mnden gravierend zurckgegangen ist, sagt der Leiter Manfred Weber. Um zehn Prozent sanken sie in den vergangenen zwei Jahren. Dieser positive Trend ging jetzt aus den Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2007 hervor. Waren es noch 994 Unflle in 2005, 956 in 2006 und passierten in 2007 nur noch 889. Sehr erfreulich ist es dabei festzustellen, dass im Vergleich zum Jahr 2006 in 2007 die Zahl der leichtverletzten Verkehrsteilnehmer von 152 auf 113 (-26 Prozent), der Schwerverletzten von 61 auf 52 (-15 Prozent) gesunken ist, sagt Weber. Leider mussten wir im letzten Jahr wieder einen Verkehrsunfall mit einer tdlich verletzten Person aufnehmen, so der Polizei-Chef weiter. Der tragische Tod einer Frau, die von einem LKW erfasst wurde, war der einzige Unfall mit tdlichem Ausgang. Im Vorjahr waren es vier.

Zu den besonders schutzwrdigen Personen im Straenverkehr zhlen Kinder. Hier hatten wir sieben Leichtverletzte und zwei Schwerverletzte zu verzeichnen, informiert die Mndener Polizei. Aber auch auf die Senioren wird geschaut: Der Anteil an verletzten Personen ab 65 Jahre ist mit 10 Leichtverletzten und 7 Schwerverletzten recht hoch.

Positiv sei die Entwicklung der Zahl der festgestellten Unfallfluchten. Diese seinen rcklufig: Sie verringerte sich um 22 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr (von 158 auf 124).Viele WildunflleVon den insgesamt 889 Verkehrsunfllen im Bereich des Mndener Polizeikommissariats im Jahr 2007 sind 192 Wildunflle somit ist fast jeder fnfte Unfall mit der Beteiligung von Wild. Die vielen Waldstrecken in der hiesigen Region L561, B3, K222 wie auch die B496, sind der Grund. Aber die B496 taucht noch einmal in der Statistik auf: Sie ist immer noch der Unfallbrennpunkt. Leitpfosten, Warnschilder, eine Straensanierung und andere Manahmen haben bereits zu einer Senkung der Unfallzahlen beigetragen. Trotzdem sind im vergangenen Jahr immer noch 48 Unflle auf dieser Strae passiert. Die Schedener Kurven sind im Vergleich dazu absolut problemlos, berichten die Beamten. Im Frhjahr 2008 wird versucht mit einer konkret geplanten Fahrbahnsanierung der B496 die recht hohen Zahlen durch geeignete Manahmen sprbar zu senken, so die Info der Polizei. Auffllig bei diesen hohen Unfallzahlen sei auch, dass mehr als ein Drittel aller Unfallbeteiligten unter 25 Jahre war. Diese Zielgruppe soll bei der Verkehrsberwachung verstrkt in den Blickpunkt rcken.

In Verbindung mit der Intensivierung der Ausbildung der Einsatzbeamten zur Kontrolle von unter Drogeneinfluss stehenden Verkehrsteilnehmern (21 festgestellte Drogenfahrten) ist beabsichtigt, die Verkehrskontrollen weiter zu verstrken. Wir mssen jedoch davon ausgehen, dass die Dunkelziffer der drogen- und alkoholberauschten Kraftfahrzeugfhrer in unserem Zustndigkeitsbereich weitaus hher liegt, so Weber.

Ein Dorn im Auge der Polizei sind auch die Fahrer, die unter Alkoholeinfluss fahren. Hier ist die Zahl von 17 Verkehrsunfllen mit Trunkenheit auf 18 in 2007 sogar noch gestiegen und stellt damit einen gegenlufigen Trend zur Polizeiinspektion Gttingen dar, wo die Zahl von 94 auf 82 gesunken ist. Damit hatten wir mehr als ein Fnftel aller im Bereich der Polizeiinspektion Gttingen festgestellten Trunkenheitsunflle aufzunehmen. Diese Zahl ist zu hoch, so der Polizei-Chef. Verstrkte Kontrollen seien Ziele fr die kommende Zeit.Die Verbindung von effizienter Aufklrungsarbeit und zielgerichteter berwachungsmanahmen wird auch 2008 einen Schwerpunkt unserer Verkehrssicherheitsarbeit bilden, kndigt Weber an.

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