Auf dem Weg zum Blockbuster

+

Hann. Münden/Reinhardshagen. Regisseur Jakob Gisik will endlich einen großen Kinofilm drehen.

Kassel/Reinhardshagen/Hann. Münden. Allein, angekettet, abgeschottet und nur ein Telefon zu Hand, mit dem man mit der Außenwelt kommunizieren kann. Der neue Kurzfilm mit dem Titel "Chain" von Jakob Gisik mit Andreas Pape in der Hauptrolle verspricht Nervenkitzel und Spannung. Filmfans werden ihn demnächst bei der Premiere in Hann. Mündens Kino sehen  können. Gisik drehte ihn in Zusammenarbeit mit der Kasseler Firma Fastmotion-TV.Nach "Destruction of Silence", bei dem Schauspieler Horst Janson mitwirkte (wir berichteten), ist es der zweite Wurf des Autors, Regisseurs und Produzenten aus Reinhardshagen innerhalb von zwei Jahren. "Und wir planen mit "Worn" schon das nächste Projekt" sagt der 34-Jährige und grinst.

Erster großer Kinofilm soll 2015 gedreht werden

Gisik will endlich einen richtigen Kinofilm drehen. "120 Minuten Länge, internationale Drehorte wie Großbritannien, Kanada und Bulgarien und namhafte deutsche Schauspieler – echte Kinogrößen", verrät Gisik. Alles Fakten, die auch die bislang dagewesenen Kostendimensionen sprengen werden. Wir erinnern an dieser Stelle: "Destruction of Silence" wurde komplett privat finanziert. Das geht bei "Worn" natürlich nicht, denn es soll diesmal ein lupenreiner Kinofilm werden. Den größten Teil der Investoren habe er für diese internationale Produktion bereits gefunden. Die Dreharbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen. Das höre sich jetzt alles so spektakulär an, meint Gisik, dabei sei es einfach nur eine Weiterentwicklung seiner Arbeit. Er gibt sich bescheiden und ist sehr froh darüber, dass er heute die Möglichkeit hat so ein Vorhaben überhaupt zu planen. Den ganzen Medienrummel, der mit solchen Produktionen einhergeht, hält Gisik für zweitrangig. Viel wichtiger sei ihm dagegen der Inhalt des Films: "Es geht um zwei Brüder, die ihre Familie verlieren und viel durchmachen müssen. Der eine lässt sich mit der Mafia ein und der andere bekommt alles ab, obwohl er eigentlich der Gute ist", erklärt Gisik. Der Film würde durchaus Klischees bedienen, Waffenhandel und Tuning-Szene seien Teil der Geschichte. Dadurch würde der Film ein noch breiteres Publikum ansprechen.Der Regisseur will bei der Besetzung der Filmrollen aber nicht nur "alten Hasen" das Feld überlassen, sondern auch Newcomern eine Chance geben, die gerade von der Schauspielschule kommen. "Mit ihnen zu arbeiten liebe ich einfach", freut sich der zweifache Vater.

Gisik ist stark mit Nordhessen verbunden, verbrachte seine Jugend zeitweise in Reinhardshagen und absolvierte in der Firma Husemann eine Ausbildung zum Metallbauer, was zunächst nicht auf Gisiks späteren Werdegang schließen lässt. Dafür aber dessen Kindheit. Schon als kleiner Junge habe er Visionen gehabt und viel gezeichnet, während Gleichaltrige im Sandkasten spielten. Später wurden aus diesen Zeichnungen dann bewegte Bilder – die voranschreitende Technik machte dies möglich. Gisik war endlich in der Lage seine Visionen nach seinen Vorstellungen umzusetzen und versuchte erstmals Geschichten in Minifilmen zu erzählen. Darauf folgten schließlich die ersten Kurzfilme. Sein erstes eigene Werk war "Zwei Minuten Risiko". Er habe einfach "sein Ding" machen wollen, frei von irgendwelchen Zwängen, blickt der 34-Jährige zurück. Als Filmset diente dabei unter anderem das Mündener Vereinskrankenhaus.Auch seine aktuelleren Filmen drehte er in der näheren Umgebung. Kein Zufall, denn Gisik denke sehr lokal, wie er zugibt. Deshalb habe er "Destruction of Silence" in Reinhardshagen, Neu-Eichenberg, Hessisch Lichtenau und Kassel gedreht.

Bei "Worn" geht Gisik nun einen Schritt weiter und sucht Drehorte in anderen Ländern. Das treibt zwar das nötige Budget in die Höhe, steigert allerdings die Chance, dass der Kinofilm später ein Hit wird. Und das bei einem internationalen Publikum.Die 2009 gegründete Werbeagentur Boja-Medien in Kassel sicherte Gisiks Auskommen. Jetzt will er aber mit "Worn" im Film-Business verstärkt Fuß fassen und sich einen Namen machen. Das Hauptgeschäft soll sich in Zukunft auf das Unternehmen "JAKALE Film" verlagern. Bis es soweit ist, haben Gisik und sein Team noch viel Arbeit vor sich. Aktuell arbeitet man an der Fertigstellung des eingangs erwähnten Films "Chain", der überraschende Wendungen bereit hält. Man darf gespannt sein.

Weitere Infos zu Gisiks bislang veröffentlichen Filmen erhalten Interessenten unter www.jakale.com und auf Facebook unter dem Begriff "Jakalefilm".

Drei Film-Pakete zu gewinnen!

Lokalo24 verlost drei "Destruction of Silence"-Filmpakete. Teilnahmebedingungen finden Sie Hier! (klick!)

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Nächstes RFT zweitägig – Macher denken über Headliner nach

Das Open Air auf dem Tanzwerder wird immer bekannter: „Festival hat sich einen kleinen Namen gemacht“
Nächstes RFT zweitägig – Macher denken über Headliner nach

Alle Tassen im Schrank

Melanie Tönnis aus Münden verleiht kostenlos Teller, Gläser und Besteck zu vielen Anlässen, um Müll zu vermeiden
Alle Tassen im Schrank

Umweltsünder entsorgen komplette Filteranlage in Hedemünden

Ein "Dickes Ding" beschäftigt die Polizei. Es wurde neben der alten B80 gefunden.
Umweltsünder entsorgen komplette Filteranlage in Hedemünden

Einsatz in Mündener Kita: Erst Schwelbrand gelöscht, dann Teddys geholt

Als Rauch und Funken aus einem Lichtschalter hervortraten, reagierte eine Betreuerin sofort
Einsatz in Mündener Kita: Erst Schwelbrand gelöscht, dann Teddys geholt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.