Brand in Groner Industriehalle: Verdacht auf Lagerung giftiger Chemikalien bestätigt

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Göttingen. Rund vier Wochen nach dem Brand einer Industriehalle im Göttinger Stadtteil Grone sind die Ausräumarbeiten des Gebäudes nahezu abgeschl

Göttingen. Rund vier Wochen nach dem Brand einer Industriehalle im Göttinger Stadtteil Grone sind die Ausräumarbeiten des Gebäudes nahezu abgeschlossen. Spezialermittler der Technischen Ermittlungsgruppen der Polizeidirektionen (PD) Göttingen, Osnabrück und Oldenburg und der Polizei Göttingen hatten seit Beginn der Räumung das Verbringen der rund 1.000 Kubikmeter Halleninhalt durchgängig begleitet, die Substanzen pp. dokumentiert  und in Listen erfasst.  Die hierbei getätigten Funde bestätigten den Anfangsverdacht der Ermittler, dass in der Halle unzulässig größere Mengen giftiger bzw. gefährlicher Chemikalien gelagert wurden.

Die Aufräumarbeiten werden durch ein von der Stadt Göttingen im Rahmen der Gefahrenabwehr beauftragtes Fachunternehmen durchgeführt. Ein von der Stadt bestellter Gutachter hat darauf geachtet, dass eine Trennung zwischen Abfall und möglicherweise noch verwertbaren Stoffen erfolgte. Gefährliche Stoffe wurden zunächst gesichert.

Unter den aufgefundenen Stoffen befanden sich mehrere hundert Liter Säuren aller Art - darunter über 100 Liter Flusssäure, über 100 Liter verschiedener Laugen, Peroxide, mehrere hundert Kilo Elektroschrott, über 1 Tonne Altbatterien, über 1 Tonne Transformatoren bzw. Kondensatoren, mehrere hundert Liter entzündliche Lösungsmittel und Gasflaschen.

Gegen den 41 Jahre alten Mieter der Halle wurden von der Polizei Göttingen Ermittlungsverfahren wegen "Unerlaubtem Umgangs mit gefährlichen Abfällen" und Unerlaubtem Betreiben von Anlagen" nach §§ 326, 327 Strafgesetzbuch eingeleitet. Was das Feuer in der Halle ausgelöst hat, ist derzeit noch unbekannt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

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