Brandschützer im Wettbewerb

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Die Gruppe Beinum beim Kuppeln der Schläuche.

Hann. Münden. Regionaler Landesvorentscheid der Feuerwehren.

Von Helga Piekatz

Hann. Münden. Jeder Handgriff muss sitzen und es muss schnell gehen. Zehn Minuten Zeit  hat jede Gruppe, um die Schläuche auszurollen, sie aneinander zu "kuppeln", die Leiter aufzustellen, hochzuklettern, das Dachgeschoss zu löschen und alles wieder einzupacken. Zum Leistungswettbewerb am Sonntag trafen sich 51 Wettbewerbsgruppen der Freiwillige Feuerwehren im Bereich der Polizeidirektion Göttingen und Braunschweig. "Es wird eine Einsatzübung simuliert", erklärt Christine Borchers, Ortsbrandmeisterin aus Ischenrode, Gemeinde Gleichen. Das Gerüst stellt das brennende Dachgeschoss dar. "Der Löscheinsatz muss fehlerfrei nach Feuerwehrvorschriften erfolgen." Auf Kreisebene findet jedes Jahr solch ein Wettbewerb statt, auf Regional- und Landesebene alle zwei Jahre, wobei jeweils die sechs besten Gruppen weiterkommen.

Übung macht den Meister

"Die Leistungswettbewerbe dienen der Intensivierung der Ausbildung", erläutert Karl-Heinz Niesen, Kreisbrandmeister der Kreisfeuerwehr Landkreis Göttingen. Es gibt zwei Arten von Fahrzeugen, wasserführende und nicht wasserführende. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Bei der Theorie müssen verschiedene Fragen beantwortet werden. Zum Beispiel "Zu welcher Brandklasse gehört Heizöl?", "Wie viele Steckleiterteile dürfen höchstens zusammengesteckt werden?" oder einen "Punkt nach Koordinaten" suchen. Holder Kronenberg und Sebastian Hecht aus Sehlde, Landkreis Wolfenbüttel, stehen vor den Prüfern Norbert Frank und  Stefan Henne (Sonderprüfung Angriffstrupp) und machen den Achterknoten. Knoten bei der Feuerwehr haben verschiedene Funktionen. Es sind sichere Verbindungen, die aber einfach zu lösen sind.Jede Gruppe, bestehend aus neun Personen, hat einen Gruppenführer, einen Melder und einen Maschinist. Ferner einen Angriffs-, einen Wasser- und einen Schlauchtrupp. Niesen erläutert die Wettbewerbswertung bei der praktischen Prüfung. Zunächst wird geprüft "ob die Feuerwehrleute richtig angezogen, das Fahrzeug richtig aufbereitet, z.B. Schläuche richtig gelegt sind". Dann startet jede Gruppe "mit 500 Gutpunkten. Anschließend werden die … Fehler erfasst und …. als Minuspunkte gewertet und von den Gutpunkten abgezogen". Gewonnen hat diejenige Gruppe, die die meisten Guthabenpunkte übrigbehält. Wer welche Funktion innerhalb der Trupps übernimmt entscheidet das Los.Die Feuerwehrfrauen und -männer der Stadt Hann. Münden hatten die Veranstaltung organisiert, das Gelände vorbereitet, für Strom, Essen und Trinken gesorgt. "Alle Ortsfeuerwehren haben diese Aufgabe gemeinsam gestemmt", erklärte Carsten Dörner, Ortsbrandmeister von Gimte. Karl-Heinz Niesen dankte für deren unermüdlichen Einsatz.

Die Ergebnisse

Wasserführende Fahrzeuge, Wertungsgruppe 1:1. Platz: Lenglern 2 (Göttingen), Verbleibende Punkte 411,142. Platz: Benniehausen (Göttingen) Verbleibende Punkte 405,323. Platz: Brochthausen (Göttingen) Verbleibende Punkte 401,334. Platz: Heerte (Salzgitter) Verbleibende Punkte 399,36

Nicht wasserführende Fahrzeuge, Wertungsgruppe 2:1. Platz: Thiede (Salzgitter), verbleibende Punkte 430,652. Platz: Wentorf 1 (Gifhorn) verbleibende Punkte 425,883. Platz: Wentorf 2 (Gifhorn) verbleibende Punkte 424,724. Platz: Ischenrode (Göttingen) verbleibende Punkte 424,70

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