Brunnenwasser auf dem Prüfstand

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Das Grundwasser würde durch die landwirtschaftlich intensive Nutzung mit Nitrate und Pestizide verschmutzt. Deshalb raten die Experten vom Labormobil eigenes Brunnenwasser untersuchen zu lassen.

Hann. Münden. Labormobil kommt in die Dreiflüssestadt.

Hann. Münden. Der VSR-Gewässerschutz bietet Bürgern in Hann. Münden und den umliegenden Gemeindenan   ihr   selbst   gefördertes   Brunnenwasser   zu   untersuchen.   "Das   Wasser   aus   dem   eigenen Brunnen  stellt eine  gute  Alternative zum kostbaren  Leitungswasser dar. Wer  Brunnenwasser nutzt trägt zu einem nachhaltigen Umgang mit unseren Trinkwasservorräten für die Zukunft bei", so Susanne  Bareiß-Gülzow,  Vorsitzende  im VSR-Gewässerschutz. Doch leider würden Nitrate  und  Pestizide  das   Grundwasser   der  landwirtschaftlich   intensiv  genutzten   Region verschmutzen.

Geringe Kostenbeteiligung

Auch könnten durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten. Ob das selbst geförderte Wasser für das Befüllen des Planschbeckens, Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet sei, könne man am Labormobil der Gewässerschutzorganisation  erfahren.  Es hält am morgigen Donnerstag, 18.  September auf dem Kirchplatz in Hann. Münden. Wasserproben nehmen die Umweltschützer von 9 bis 11 Uhr am Labormobil entgegen. Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine geringe Kostenbeteiligung von 12 Euro vor Ort durchgeführt, so dass der Bürger schon gegen Ende der Aktion sein Ergebnis wieder abholen kann. Brunnenbesitzer, die das Wasser auch auf weitere Parameter wie Eisen, Chlorid und Bakterien gegen Kostenbeteiligung untersuchen lassen möchten bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugeschickt. Doch keiner wird mit seinen Messwerten allein gelassen. Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen, ob das Wasser zum Gießen, zum Befüllen des Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist.Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollten für die Proben und den Transport Mineralwasserflaschen, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden, benutzt werden. Am besten werden diese Flaschen erst kurz vor der Abgabe am Labormobil befüllt. Das Team vom VSR-Gewässerschutz bietet am Mobil neben der allgemeinen Informationen zu Belastungen und deren Ursachen auch eine individuelle Beratung für den jeweiligen Brunnenbesitzer, um eine Belastung und deren Ursache zu besprechen.Die Umweltschützer möchten  beim Thema Wasserqualität  besonders die breite Öffentlichkeit einbeziehen. "Bürger, die Brunnenwasser nutzen, haben das gleiche Ziel wie der VSR-Gewässerschutz: Das Grundwasser soll möglichst unbelastet sein." so Bareiß-Gülzow. "So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass die Wasserqualität des Grundwassers auch außerhalb von den Wasserschutzgebieten verbessert wird."Die Ergebnisse werden regelmäßig in Karten zusammengefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlicher erkennen zu   können. Diese können auf der Homepage der Gewässerschützer unter www.VSR-Gewässerschutz.de/12.html eingesehen werden.

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