Ein Plätzchen für Verliebte am Fuße der Tillyschanze

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Hoffen, dass viele Verliebte den Weg hierhin finden: (v.li.) Frank Stryga (Mündener Partnerschaftsverein), Jarek Rzepka, Tanja und Daniel Karbe, Bürgermeister Harald Wegener, Roland Graunitz (Mündenener Standesamt) und Reinhold Heck (Waldgaststätte Tillyschanze) auf und an der „Bank der Liebenden“.

Hann. Münden erhält Gastgeschenk der polnischen Partnerstadt Chelmno (Kulm)

Hann. Münden. Ende Oktober wurde unterhalb der Tillyschanze die „Bank der Liebenden“ eingeweiht. Sie ist ein Gastgeschenk der polnischen Partnerstadt Chelmno (Kulm) zum 25-jährigen Bestehen des Bündnisses.

Mündens Bürgermeister Harald Wegener: „Chelmno ist die Stadt der Verliebten. Es gibt große Feierlichkeiten an den Valentinstagen, an dem halb Polen in die Stadt einfällt. Die Bank ist für Chelmno das, was der Eiffelturm für Paris ist.“ Den Standort an der Tillyschanze habe man nach reiflicher Überlegung ausgewählt. Hier oben fänden regelmäßig Trauungen statt. Die Bank biete Paaren – ob nun frisch vermählt oder bei einer spontanen Wanderung – ein attraktives Fotomotiv.

Der Transport in die Dreiflüssestadt gestaltete sich aber alles andere als einfach, denn das Gestell aus Metall bringt satte 200 Kilogramm auf die Waage. Der Unternehmer Jarek Rzepka, der aus der Gegend Chelmnos stammt, brachte das gute Stücke mit nach Hann. Münden, baute es hier auf und sorgte auch für ein massives Betonfundament. Zum Dank für seine Mühen, gab es vom Bürgermeister einen Hadenberger Doppelkorn in der Jubiläumsmischung. Als eine der ersten Paare durften Tanja und Daniel Karbe aus Varlosen auf der „Bank der Verliebten“ Platz nehmen. Beide hatten sich auf der Tillyschanze am 1. September dieses Jahres das Ja-Wort gegeben. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Verwaltung stießen sie mit einem Sekt auf die Einweihung der Sitzgelegenheit an. Die Karbes sind nur eins von 14 Brautpaaren, die in diesem Jahr im Trauzimmer von Mündens Wahrzeichen den Bund der Ehe eingingen. Sieben Anmeldungen für 2018, so informierte Roland Graunitz, der Leiter des Mündener Standesamtes, lägen bis heute vor. Auch viele Auswärtige würden sich für die Tillyschanze als Trauungsort interessieren und regen Gebrauch von der Online-Anmeldung machen, die die Stadt anbiete. Etwa Dreiviertel der Termine würden online gebucht, teilte Graunitz mit.

Nun freue man sich, so Wegener, auf den Frühling. Wenn ringsherum alles blühe, werde die „Bank der Liebenden“ erst in ihrer ganzen Pracht erstrahlen.

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