Kunstfestival mal fünf: Mündener Orga-Team facht die Vorfreude an

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Bernd Demandt und Lore Puntigam informierten Interessierte über die Planungen und Vorbereitungen für DenkmalKunst 2017.

DenkmalKunst soll im Herbst wieder tausende Besucher begeistern – diesmal in weiteren Städten

Hann. Münden.  „Eigentlich“, so Bernd Demandt, „brauchen wir keine Denkmal-Kunst mehr in Münden, denn es gibt kaum noch Leerstand – abgesehen von den Immobilien einer uns bekannten Familie aus Bad Orb“. Der Ideengeber des Kunstfestivals, das bereits viermal in der Dreiflüssestadt tausende Menschen begeisterte und gleichzeitig für verwaiste Gebäude interessierte, wirkte am vergangenen Donnerstag bei einem Info-Abend im Café Ägidius sehr gelassen, zu dem rund 80 Interessierte gekommen waren.

Aber er wirkte auch ein wenig stolz, dass die vier anderen Städte im Fachwerk-Fünfeck die DenkmalKunst-Idee in diesem Jahr aufgreifen wollen. Northeim, Duderstadt, Einbeck und Osterode planen neben Hann. Münden im Herbst die Ausrichtung des Denkmal-Kunst-Festivals 2017. Demandt und sein Orga-Team, zu dem auch Lore Puntigam gehört, nutzten die vergangenen Monate, um sich im Fachwerk-Fünfeck vorzustellen. „Die Lage in den anderen Städten ist zum Teil recht dramatisch. Es gibt zum Beispiel viel Leerstand in der Northeimer Innenstadt. Das Fachwerk in Osterode besitzt viel Charme, aber viele Häuser wurden an Leute im Ausland verkauft, an die man jetzt nicht mehr so einfach herankommt. In Einbeck hat man gleich verstanden, um was es eigentlich geht und uns die Leerstände auf dem Silbertablett präsentiert. In Duderstadt gibt es dagegen keine Leerstände – zumindest offiziell. Hier gibt es die Befürchtung, dass zu wenig Raum für Events vorhanden sei“, erklärte Lore Puntigam. So habe jede der teilnehmenden Städte ihre Eigenarten. Aber auch ein gemeinsames Ziel, nämlich Gästen und Einheimischen neun Tage lang etwas zu bieten, nämlich leer stehende Häuser an den Mann zu bringen.

„Insgesamt 100 Denkmäler werden im Fünfeck geöffnet und von über 200 regionalen und überregionalen Künstlern bevölkert. Bildhauer, Maler, Fotografen, Grafiker, und Keramiker zählen dazu. Abendveranstaltungen sollen die Besucher ab 18 Uhr am Ort halten“, so Puntigam. Für die Mündener heißt das auch mal eine etwas längere Anfahrt in Kauf zu nehmen, wenn sie etwa am 29. September die Eröffnungsfeier in der Stadthalle Osterode miterleben wollen. „250 bis 300 Veranstaltungen planen wir im Fünfeck, die vereinzelt wieder von Firmen gesponsert werden können. Denen winken dann Premiumplätze für die jeweilige Veranstaltung, die sie an Mitarbeiter oder Kunden vergeben können. Im Mündener Packhof beispielswiese wird der Balance Fitnessclub mehrere Live-Konzerte finanzieren nebst Catering“, so Demandt weiter. Weitere Austragungsorte der Denkmal-Kunst in Münden sind das Geschwister-Scholl-Haus, die reformierte respektive evangelisch-lutherische Kirche, das Café Aegidius, die Rotunde und das Sportlerheim der TG Münden.

Hann. Münden als positives Beispiel

Die „rund-um-die-Uhr-Sanierung“ 9 mal 24 sei einmalig gewesen und werde so nicht wieder stattfinden. In Osterode entstehe eine etwas ausgedehntere Form mit einer französischen Berufsschulklasse. Angehende Tischler und Zimmerer werden dort drei Wochen lang aktiv sein und ihre Schaffenskraft einbringen, freute sich Demandt. Überhaupt habe Hann. Münden eine positive Strahlkraft auf die Region. Denkmal-Kunst und die Sanierung der Gebäude in der Speckstraße und jetzt Lohstraße hätten Beobachter dazu gebracht Kontakte zu knüpfen und nachzufragen, wie so etwas denn überhaupt mach- und umsetzbar sei, so Demandt am Rande. Er habe den Eindruck, dass sich Hann. Münden in den vergangenen Jahren durch das viele Bürgerengagement ganz klar zum Guten verändert habe. Das wolle man nun auf die anderen Städte übertragen und dort die Einheimischen dazu bringen ihre Städte zu unterstützen. Demandt rechnet mit Gesamtkosten von DenkmalKunst in Höhe von 650.000 Euro. Haupteinnahmequelle sei das Sponsoring. Größter Sponsor sei die VR Bank Südniedersachsen, aber auch andere Unternehmen hätten Interesse signalisiert. Weitere Sponsoren und Ehrenamtliche, die sich als Helfer an DenkmalKunst beteiligen möchten, können per e-Mail fahrrad.hotel@t-online.de Kontakt zu den DenkmalKunst-Machern aufnehmen.

Weitere Informationen gibt es auf www.festival-dkkd.de

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