TG Münden gewinnt Derby gegen Rosdorf

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Nach einer kleinen Durststrecke holte die TG Münden in Rosdorf ihre ersten zwei Punkte.

Im Handball-Krimi entführen die Mündener Jungs zwei Punkte aus Rosdorf

Rosdorf/Hann. Münden. „Endlich, endlich, endlich!“ Das werden sich nicht nur Trainer Matthias Linke und Dominic Leinhart sowie alle TG-Spieler gedacht haben, sondern auch die rund 100 mitgereisten Mündener Fans in der Rosdorf. Zum ersten Mal seit vielen Jahren konnte die TG am Freitagabend einen Punktgewinn gegen die HG Rosdorf-Grone feiern. Damit konnten beim 22:20 (10:7) nicht nur der prestigeträchtige Derbysieg errungen werden, sondern auch die ersten Punkte der neuen Saison. Es hatte sich schon am letzten Wochenende angedeutet, dass die Jungs nicht mehr lange brauchen werden bis zum ersten Punktgewinn. Doch da war ihnen noch eine Schwächephase im Weg, die sie an diesmal besser kompensieren konnten. Nach einem 2:0-Start für den Gastgeber – die einzige Führung im gesamten Spiel – erzielte die TG vier Tore in Folge. Allerdings dauerte es auch satte acht Minuten, bis die Mündener durch ihren Kapitän Jann Rentsch überhaupt das erste Mal einnetzten. Danach lief es aber gut für die TG, die bis dahin zwar stets das Tempo hoch hielt, sich aber einfach zu viele technische Fehler und schlechte Abschlüsse erlaubte. Vier verschiedene Schützen bei sechs Toren sprachen für die Variabilität im TG-Spiel. „Das gesamte Spiel der ersten Hälfte war allerdings bestimmt von vielen Fehlern, die hauptsächlich durch die gut arbeitenden Abwehrreihen provoziert wurden. Besonders wichtig für uns war, dass wir den gegnerischen Kreisläufer Daniel Menn fast über die gesamte Spielzeit ausschalten konnten. Hierbei leistete vor allem der Mittelblock aus Jens Wiegräfe und Stefan Benda hervorragende Arbeit“, lobte Rentsch. Die erste Zeitstrafe des Spiels handelte sich Mündens Niklas Bolse ein, der nach seiner Rückkehr auf das Spielfeld aber drei Sekunden vor Schluss den zehnten Treffer für sein Team erzielte und damit für eine gesunde Drei-Tore-Führung zur Pause sorgte. Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Dreiflüssestädter binnen fünf Minuten mit fünf Toren Vorsprung absetzen, alles schien nach Plan zu laufen. Doch dann kassierte die TG drei Zeitstrafen innerhalb kürzester Zeit und HGRG-Torwart Julian Krüger traf während einer Unterzahl-Situation ins verwaiste TG-Tor zum Ausgleich. Kurz zuvor hatte Rückkehrer Aaron Frölich mit vier Treffern für den Anschluss gesorgt. Nach dem 15:15 konnten die Gastgeber dieses Unentschieden elf Minuten verteidigen.

Doppelschlag von Prinz und Benda entscheidend

Danach war es ein Doppelschlag von Björn Prinz und Stefan Benda – diesmal aus dem Rückraum – der die TG zwei Treffer in Front brachte. Nach einem abgewehrten Ball der Defensive war es erneut Prinz, der 50 Sekunden vor Schluss endgültig den Deckel drauf machte und die mitgereisten Fans der TG jubeln lies. „Es war insgesamt der größere Willen in der Schlussphase, der diesen wunderbaren Erfolg möglich machte. Eine tolle Defensivleistung mit einem sehr gut parierenden Lars Mindermann zwischen den Pfosten war der Garant für diesen Erfolg“, freute sich der TG-Kapitän. Die TG erhielt bei diesem Spiel erstmals auch die Unterstützung von Christian Grambow, dessen Verletzung langsam abkling. Mit diesem moralischen Beistand und der fantastischen Unterstützung der TG-Fans schafften es die Jungs, dass die Rosdorfer nicht einmal mehr nach dem 2:0 in Führung gehen konnten und sicherten sich so ihre ersten zwei Punkt der neuen Saison. Wann die TG das nächste Mal antreten muss ist nicht zu 100 Prozent geklärt, der Termin 18. November für das Derby gegen Duderstadt wird aber immer konkreter. Demnach stünde das nächste Spiel am 21. Oktober zu Hause gegen die SG Börde Handball an. „Bis dahin wird dieser Derbysieg als Balsam auf die Seele genossen und als Beginn der Punktejagd gesehen“, so Rentsch kämpferisch.

Für die TG Münden standen im Aufgebot: Mindermann, Görtler – Fehling, Prinz (5 Treffer), Bolse (3/1), Benda 2, Michalke (2), Backs (3), Wiegräfe (5), Hartig, Rentsch (2), Endig, Lieberknecht.

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