,Letzte Chance die Destille-Baustelle zu besichtigen'

Destille-Baustelle im Februar 2017
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Im März soll hier die erste Bewohnerin einziehen.
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Im März soll hier die erste Bewohnerin einziehen.
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Im März soll hier die erste Bewohnerin einziehen.

Berndt Demandt öffnet Mitte des Monats nochmal das rote Backsteingebäude in der Straße "Hinter der Stadtmauer" für den guten Zweck.

Hann. Münden. Die Helfer auf der Baustelle „Hinter der Stadtmauer“ müssen nochmal kräftig in die Hände spucken. Am 6. März wird die erste von insgesamt zehn Eigentumswohnungen in der „Destille“ bezogen. Bauherr Berndt Demandt ist aber guter Dinge. Und das, obwohl in den Gängen und Räumen überall noch Baumaterial herumsteht und es noch so gar nicht wohnlich aussieht. Überall wuseln eifrige Arbeiter herum, die fliesen, aufräumen, umhertragen, spachteln und abkleben.

Der Ort hat schon viel erlebt

Helferin Evelyn Beuermann mit Bauherr Bernd Demandt in Aktion.

Doch wer Demandt kennt, der weiß, dass er keine halben Sachen macht. Der Unternehmer hatte das rote Backsteingebäude 2005 erworben. Lange Zeit geschah erst einmal nichts. Zumindest aus baulicher Sicht, denn das Gebäude war von 2007 bis 2013 ein Austragungsort des DenkmalKunst-Festivals. In der Zeit hielten Demandt auch andere Projekte auf Trab, zum Beispiel sein Hotel Aegidienhof oder das heutige Künstlerhaus in der Speckstraße 7, auch bekannt als 9x24-Projekt der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt, der Demandt übrigens vorsteht.

2014 war die Zeit gegeben für erste Arbeiten und die Fußböden wurden herausgerissen. 2015 folgten Arbeiten archäologischer Natur, denn als die Grundmauern freigelegt wurden, fand man Reste, die bis ins Mittelalter zurückreichen. „Dazu muss man wissen, dass hier 1796 eine Scheune errichtet wurde, die 1918 abbrannte, 1933 aber wieder aufgebaut wurde. Was vor 1796 passierte war ist deshalb sehr interessant für die Wissenschaft“, so Demandt. So verzögerten sich die Arbeiten erheblich und erst Ende 2015 wurde die Bodenplatte der Destille gegossen. Das war gleichzeitig der Startschuss für den Innenausbau. Und damit fing die eigentliche Herausforderung erst richtig an, denn bevor die niedrige Raumhöhe im Erdgeschoss angepasst werden konnte, musste der Boden ausgeschachtet werden. Danach versetzte man die darüber liegenden Etagen um knapp einen halben Meter nach unten, wodurch sich eine Raumhöhe von 2,50 Meter auf allen Ebenen ergab. Man musste das gesamte Gebäude komplett entkernen und die Etagen neu einziehen In dem Zuge wurden ein Treppenhaus und ein Fahrstuhl installiert. „Damit ist das Gebäude barrierefrei. Die Wärme und Stromversorgung wird über ein Blockheizkraftwerk erfolgen, dass die Mündener Versorgungsbetriebe in den kommenden Wochen installieren werden. Heizungen und Leitungen wurden von uns fertig verlegt. Das Flair mit den roten Backsteinen bleibt in den Wohnungen erhalten, allerdings werden wir das Gebäude von außen dämmen und das aktuelle Erscheinungsbild verändern. Pro Wohnung ist ein Stellplatz im Hof vorgesehen und auf Stelzen stehende Balkone sollen später auch aufgebaut werden.“

Tag der offfenen Tür am 18. und 19. Februar

Wie weit man schon ist und wie viel sich in den vergangenen Monaten auf der Baustelle getan hat, davon können sich Neugierige jetzt ein Bild machen. „Es ist quasi die letzte Chance die Ergebnisse der Umbauarbeiten zu sehen, bevor die neuen Bewohner einziehen“, macht Demandt deutlich. Um den Förderverein Mündener Altstadt und die gleichnamige Genossenschaft zu fördern, stellt Demandt ihnen die Baustelle am 18. und 19. Februar zur Verfügung. An den beiden „Tagen der offenen Tür“ wird von 11 bis 17 Uhr wieder Kaffee und Kuchen verkauft. Der Eintritt kostet einen Euro und beinhaltet ein Los, mit dem attraktive Preise gewonnen werden können, unter anderem Essengutscheine für das Restaurant „Die Reblaus“, eine Übernachtung im Hotel Aegidienhof oder Hocker, die aus dem Altholz der Destille gefertigt wurden. Der Erlös des Wochenendes fließt dem neuen Projekt der Bürgergenossenschaft zu, dem Haus in der Radbrunnenstraße.

Am Ende des Gesprächs wird Demandt, der in Anbetracht des Großprojekts eine Wahnsinnsruhe ausstrahlt, dann doch etwas unruhig. „Sie müssen entschuldigen, heute kommt der Estrich für das Treppenhaus und wir müssen noch die Flächen abkleben, denn da darf nichts durchsickern. Ich muss den anderen jetzt mal helfen“, sagt der Bauherr und verschwindet im geschäftigen Treiben.

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