DKKD-Defizit schmilzt

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Gehören zu denjenigen, die sich für DKKD einsetzen: Hermann Staub (li.) und Fritz Fehrensen.

Gemeinsam stark: Viele Menschen wollen Kunstfestival-Organisator Bernd Demandt helfen

Hann. Münden.Als Bernd Demandt das Defizit des Denkmalkunst-Festivals (DKKD) eröffnete, war er am Boden zerstört: 32.000 Euro Minus standen unterm Strich auf dem Zettel. Das DKKD auf einen Schlag auf die Fachwerk-Fünfeck-Ebene zu heben war vielleicht zu ambitioniert, um auf Anhieb erfolgreich zu sein. Nun aber kann der Denkmalaktivist etwas positiver in die Zukunft blicken, denn die Schulden sind auf bislang unter 20.000 Euro gesunken. Ein Verdienst von Mündener Unternehmern und Privatpersonen, die Demandt in dieser schweren Zeit zur Seite springen wollten: „Es hatten zur selben Zeit mehrere Menschen die Idee zu helfen. In Form von eigenen Spenden, aber auch durch das Sammeln von Geldern. Das geschieht über den Freundeskreis des Kunstfestivals DKKD, der sich gründete um das Festival zu unterstützen“, erklärt Hermann Staub. Er selbst ist in dem Verein aktiv und wirkt auch in der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt mit. Für ihn sei vom ersten Moment an klar gewesen Demandt zu unterstützen. „Ebenso wie für Unternehmer Fred Stemmer, Arzt Achim Echtermeyer und Unternehmer Fritz Fehrensen“, so Staub. Fehrensen glaubt nach wie vor an den guten DKKD-Geist: „Die Veranstaltung ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal für die Stadt und sorgt regelmäßig für viel Aktivität. Darum ist es wichtig sie auch in Zukunft fortzuführen“, meint Fehrensen. Die Initialzündung des Quartetts fruchtete. Ein Aufruf in der Presse reichte, um Spendenwillige zu finden: „2017 haben 74 Personen Geld gespendet, in diesem Jahr waren es bereits 14. Die Beträge reichen von 20 bis 1.000 Euro. Jeder noch so kleine Betrag hilft. Es ist ein großer Vertrauensbeweis für Berndt – etwas Schöneres kann es für ihn nicht geben. Die Menschen haben sein Engagement in den vergangenen Jahren offenbar nicht vergessen“, sagt Staub.

Nicht öffentliche Info-Veranstaltung am 27. Januar

Und DKKD soll in Hann. Münden auch weiterhin eine Zukunft haben. Deshalb wolle der Freundeskreis am 27. Januar, 15.30 Uhr, ein Treffen im Geschwister-Scholl-Haus organisieren, um DKKD 2017 Revue passieren zu lassen, aber auch um konstruktive Kritik entgegen zu nehmen und Verbesserungsvorschläge anzunehmen. Eingeladen zu diesem Termin sind ausschließlich Helfer und Sponsoren. „Dazu haben wir einen Fragebogen entwickelt, den die Anwesenden ausfüllen sollen“, so Staub weiter. Für ihn steht fest, dass es Kunstfestival 2019 geben muss. Träger könne der Freundeskreis sein. Dass Demandt wie zunächst von ihm angekündigt außen vorgelassen wird, sehen Staub und Fehrensen heute anders: „Wir werden versuchen ihn wieder ins Boot zu holen. Es wäre vermessen zu glauben, auf seinen Erfahrungsschatz verzichten zu können. Welche Rolle er in Zukunft spielen wird, wird die Zukunft zeigen, aber eine tragende Rolle ist für uns auf jeden Fall denkbar und erwünscht. Und das bislang so viele Geld gespendet haben, sollte auch für ihn eine Motivation genug sein“, erklären beide. Wenn auch Sie helfen möchten das Defizit des Kunst-Festivals 2017 zu verringern, können Sie auf das Konto des Freundeskreis des Festivals Denkmal!Kunst KunstDenkmal! spenden: IBAN DE89 2606 2433 0002 1845 59, BIC GENODEFIDRA.

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