Drei regionale Shanty-Chöre veranstalteten gemeinsames Konzert in Hann. Münden

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Der Shanty-Chor Landwehrhagen.

Der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Göttingen e.V., die Gimter Tampenjungs und der Shanty-Chor Landwehrhagen traten zum gemeinsamen Konzert in Hann. Münden auf.

Hann. Münden - Es war das siebte gemeinsame Konzert der drei regionalen Shanty-Chöre am Samstag im Rittersaal des Mündener Welfenschlosses. Der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Göttingen e.V., die Gimter Tampenjungs und der Shanty-Chor Landwehrhagen sangen beliebte Lieder vom Meer, von Seeleuten und ihren Sehnsüchten, vom Leben auf den Schiffen.

Holger Quentin, Vorsitzender des Shanty-Chors der MK Göttingen e.V. begrüßte Thomas Scheffler, Vorstandsvorsitzender der Kreis- und Stadtsparkasse Münden und Brunhilde Ulbricht, Vorsitzende des Mündener Kulturrings e.V.. Auch dankte er Gabriele Schuster von der Sparkasse, die alle zwei Jahre diese Veranstaltung organisiert.

Maritim war die Bühne geschmückt: „Fliegende“ Möwen, verschiedene Fähnchen, ein Bild des Segelschulschiffes Gorch Fock, Schiffstaue und rot-weiße Rettungsringe. Stimmgewaltig begannen die Göttinger unter Leitung von Wieland Ulrichs mit der „innoffiziellen Hymne der Navy von 1906“, so Quentin, „Anchors Aweigh“, was Anker gelichtet bedeutet. Die fast 30 Sänger wurden begleitet von Akkordeons, Gitarren und Schlagzeug. Weiter ging es mit, „Santiano“, „Gott muss ein Seemann sein, keiner geht verloren“ und „Rum aus Jamaika“. Beim „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ von Heinz Rühmann klatschte das Publikum begeistert mit und bei „Blow boy, blow for Californio“ sang es den Refrain.

Weitere Hits waren „Ick heff mol en Hamborger Veermaster seen“, „Aloha heja he“ von Achim Reichel und „Labskaus, Montag, Dienstag, Mittwoch immer wieder Labskaus“. Den „Labskaus“ griff Eddy Arend von den Gimter Tampenjungs auf und erzählte die Entstehungsgeschichte. Labskaus ist ein Seefahrer-Gericht aus Kartoffeln, Rote Bete und gepökeltem Rindfleisch. Kraftvoll sangen sie dann „Tampenjungs auf großer Fahrt“.

Die Gimter Tampenjungs.

Ein Nachkomme vom Seeräuber Klaus Störtebeker sei im Chor, erklärte schmunzelnd Eddy. Bevor sie das „Störtebeker-Lied“ vortrugen erhielt Reinhard Deutsch ein Schiffchen aus Holz mit einem Tampen (Ende einer Schiffsleine). Der 83-jährige hatte vor einem Jahr den Text geschrieben und Burkhard Lotze die Musik dazu. Weitere Melodien waren „Rolling home“, „What shall we do with the drunken sailor“, „Es gibt nur Wasser, Wasser überall, aber nichts zu trinken“ und als Zugabe „Good night ladies“. Die einzige Frau im Shanty-Chor Landwehrhagen ist die Leiterin Valentina Morawez. Seit fast 20 Jahren dirigiert sie den seit 37 Jahren bestehenden Chor. Bei „My Bonnie is over the ocean“, schunkelten Sänger und Zuhörer, bei „Auch Matrosen haben eine Heimat“ klatschten alle mit. Sanft und sehnsuchtsvoll klang „Capitano nimm mich mit auf große Fahrt“. Mit Gitarre trug Reinhard Schumacher „Molly Malone“ vor. Am Ende des stimmungsvollen Abends verabschiedeten sich musikalisch alle drei Chöre gemeinsam.

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