Duell der Geschlechter bei den Stichwahlen am 26. September in Hann. Münden und dem Landkreis Göttingen

Kandidaten um die Wahl des Bürgermeisteramtes in Hann. Münden
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Wer macht das Rennen um das Mündener Rathaus: Dr. Karin Weber-Klatt (SPD) oder Tobias Dannenberg (CDU)?

Erneut sein Kreuzchen machen für die neue Bürgermeisterin oder den neuen Bürgermeister lautet die Devise bei der Stichwahl am Sonntag, 26. September. Viele Mündener Bürger*innen werden ohnehin die Wahllokale aufsuchen, denn am selben Tag findet bekanntlich die Bundestagswahl statt und auch zwischen der Göttinger Landratskandidat*in Marlies Dornieden (CDU) und Marcel Riethig (SPD) wird es eine Stichwahl geben.


Hann. Münden/Landkreis Göttingen. Erneut sein Kreuzchen machen für die neue Bürgermeisterin oder den neuen Bürgermeister lautet die Devise bei der Stichwahl am Sonntag, 26. September. Viele Mündener Bürger*innen werden ohnehin die Wahllokale aufsuchen, denn am selben Tag findet bekanntlich die Bundestagswahl statt und auch zwischen der Göttinger Landratskandidat*in Marlies Dornieden (CDU) und Marcel Riethig (SPD) wird es eine Stichwahl geben.

Ein Blick auf Hann. Münden: Für Dr. Karin Weber-Klatt (SPD) und Tobias Dannenberg (CDU) heißt es jetzt noch einmal möglichst viele Wähler*innen zu mobilisieren, wenn sie als Verwaltungschef*in ins Rathaus einziehen möchten. Mit 34,47 Prozent der Stimmen legte die Kandidatin der Genossen schon mal deutlich vor. Der Kandidat der Christdemokrat erreichte 27,24 Prozent. Der vom BürgerForum unterstützte Bürgermeister Harald Wegener kam auf 22,5 Prozent, Olaf Lieberum (parteilos) auf 15,74 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,41 Prozent.

Stimmen zur Bürgermeister*in-Wahl

Weber-Klatt (SPD) zeigte sich mit dem Ergebnis im „ersten Durchlauf“ zufrieden: „Ich freue mich sehr über das gute Ergebnis von 34,47 Prozent bei der Bürgermeisterin-Wahl und danke meinen Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen. Bedanken möchte ich mich des Weiteren für den fairen Wahlkampf der Mit- Kandidaten.“ Mit einem Abstand von mehr als 7 Prozent zum verbliebenen Mitbewerber gehe sie gestärkt in die Stichwahl. Wichtig sei ihr, auch die Gruppe der Nichtwählerschaft zu erreichen. Gemeinsam mit einer tatkräftigen SPD mache sie sich auf den Weg für ein Hann. Münden, das wieder eine finanzielle Perspektive bekomme, wirtschaftsstark sei, familienfreundlich, sozial und nachhaltig. „Dabei möchte ich mit allen Ratsmitgliedern parteiübergreifend gut zusammenarbeiten. Mir liegt jedenfalls viel daran, wichtige Entscheidungen bei guter Information im Vorfeld zu kommunizieren.“

CDU-Kandidat Dannenberg sagte gegenüber unserer Zeitung: „Ich bedanke mich bei allen Wählerinnen und Wählern die mir ihre Stimme anvertraut haben und allen Kandidaten für den fairen Wahlkampf. Es war ein spannender Wahlkampf bei dem nicht vorherzusehen war, welche Kandidaten in die Stichwahl kommen.“ Er sei sehr glücklich über das große Vertrauen, welches ihm von den Mündenerinnen und Mündenern entgegengebracht worden sei und gehe entsprechend motiviert in die Stichwahl. „Gerade mit Hinblick auf unsere finanzielle Situation benötigen wir jemanden mit der entsprechenden wirtschaftlichen Fachkompetenz“, so Dannenberg. Und weiter: „Zudem benötigen wir einen Bürgermeister, der seiner Funktion als Bindeglied zwischen Verwaltung, Rat sowie Bürgerinnen und Bürgern gerecht wird, die Menschen mit einbindet und die entsprechende Leidenschaft mitbringt um Hann. Münden zukunftsorientiert aufzustellen.“ Nur so könne man die kommenden Herausforderungen gemeinsam und parteiübergreifend meistern. Für ihn als Mündener gehe es um mehr als das Amt des Bürgermeisters, für ihn gehe es um die Zukunft der Heimat.

Gedämpft dagegen die Stimmung beim amtierenden Bürgermeister Harald Wegener: „Bei den Wählerinnen und Wählern, die mir ihre Stimme gegeben haben, möchte ich mich, für das mir entgegengebrachte Vertrauen, bedanken. Ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürger hat sich für die unabhängigen Kandidaten ausgesprochen. Leider hat es damit für keinen der beiden gereicht. Ein Dank gilt meiner Familie und den Freunden, die mich in meiner Amtszeit und auch im Wahlkampf unterstützt haben.“ Es sei ihm immer eine Freude gewesen, sich für die Stadt einzusetzen und ihr zu dienen. „Ich wünsche meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger im Amt, Zuspruch aus der Bevölkerung, gute Zuarbeit aus der Verwaltung und einen entscheidungswilligen Rat“, so der scheidende Verwaltungschef.

Olaf Lieberum (parteilos) bewertete sein Abschneiden wie folgt: „Aus dem „Nichts“ fast 16 Prozent der Stimmen zu erhalten, ist auf den zweiten Blick absolut respektabel. Herzlichen Dank an die Wähler, die mir ihre Stimme gaben und damit ihr Vertrauen in meine Person zum Ausdruck brachten.“ Weiterhin wolle er sich an dieser Stelle an alle Beteiligten wenden, die mich vor und hinter den Kulissen bei meiner Kandidatur zum Bürgermeister Hann. Mündens 2021 unterstützten. „Allen voran mein Team, meiner Frau und meinen Kindern. Wir blicken zurück auf eine ideenreiche und innovative Zeit. Danke für alles was wir gemeinsam in den letzten Monaten geplant, ausgeführt und vorangebracht haben. Einen herzlichen Dank auch an alle Hann. Mündener sowie Mitarbeiter der gemeindlichen Einrichtungen, den Vereinen, Feuerwehren und weiteren Interessensgemeinschaften für die vielen offenen und vertrauensvollen Gespräche.“ Lieberums Ziel sei immer gewesen, für alle Bürgerinnen und Bürger ohne Vorurteile ein Ansprechpartner zu sein und zum Wohle Hann. Mündens einzustehen. Es habe viele Höhen gegeben, bei denen er viel habe mitnehmen können. „Es gab leider auch ein „Tief“, bei dem ich aber mit dem Ergebnis zufrieden bin.“

SPD bleibt stärkste Kraft im Stadtrat

Die Situation im Mündener Stadtrat stellt sich wie folgt dar: Die SPD kam auf 42,17 Prozent (13 Sitze), die CDU auf 26,12 Prozent (8 Sitze), die Grünen auf 10,65 Prozent (drei Sitze), Münden Aktiv auf 6,03 Prozent (2 Sitze), die AfD auf 4,8 Prozent (2 Sitze), das BürgerForum auf 4,74 Prozent (2 Sitze), die Linke auf 2,09 Prozent (1 Sitz) und die FDP auf 3,39 Prozent (1 Sitz). Die Wahlbeteiligung lag bei 52,42 Prozent.

Die Ergebnisse auf Kreisebene

Aber nicht nur in der Dreiflüssestadt, sondern auch im Kreistag haben die Genossen die Nase vorn. Mit 22 Sitzen (32,64 Prozent) liegen sie an der Spitze vor CDU (18 Sitze, 27,62 Prozent) und Grüne (13 Sitze, 19 Prozent). Die FDP kam mit 6,75 Prozent auf 5 Sitze, die Linke mit 4,14 Prozent 3 Sitze, die FWLG mit 3,16 Prozent auf 2 Sitze, ebenso die AfD mit 1,08 Prozent. Die Partei erhielt mit 1,87 Prozent einen Sitz. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 56,33 Prozent.

Ein enges Rennen um das Landratsamt wird es zwischen Dornieden (CDU, erreichte 33,94 Prozent kreisweit) und Riethig (SPD, 37,49 Prozent) geben. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 56,29 Prozent.

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