Eberlein-Ausstellung im Welfenschloss eröffnet

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(V.li.): Hans-Georg Münder, Schatzmeister des Vereins Gustav-Eberlein-Forschung e.V., Bürgermeister Harald Wegener, 1. Vorsitzende Rosemarie Münder, Kunsthistoriker Martin Henze, Geschäftsführerin Elgard Steinmüller, 2. Vorsitzende Ute Sellmer und Gastrednerin Carmen Mann mit der Figur „Venus versteckt Pfeil und Bogen Amors“.

Am Freitag wurde die Ausstellung offiziell eröffnet. Bis zum 3. Oktober ist sie im Welfenschloss zu sehen.

Hann. Münden. In der Welt berühmt, in Münden „fast“ vergessen ist „Professor Gustav Heinrich Eberlein, Bildhauer, Maler und Poet der Jahrhundertwende in Preußen“. Anlässlich des 170. Geburtstages von Eberlein ehrten die Stadt Hann. Münden und die Gustav-Eberlein-Forschung e.V. einen ihrer bedeutendsten Künstler. Im Museum im Welfenschloss befinden sich zahlreiche seiner Werke, überwiegend fragile Gipsunikate. Am Freitag wurde die Ausstellung „Neu Entdecken“ im Welfenschloss eröffnet. „Unter den Kunstwerken befinden sich viele private Leihgaben, die bisher nicht öffentlich ausgestellt worden sind“, zeigten sich die Veranstalter stolz. Martin Henze, Mitglied der Eberlein Forschung, richtete erste Grußworte an die Versammelten. Bürgermeister Harald Wegener sprach von einer gelungenen Jubiläumsveranstaltung im Museum mit den größten Beständen des Malers, Bildhauers und Poeten. Museumsleiterin Martina Krug bedankte sich bei Rosemarie Mündner, Vorsitzende des Forschungs-Vereins und bei Geschäftsführerin Elgard Steinmüller für deren Engagement.

Der Künstler

Eberlein wurde am 14. Juli 1847 in Spiekershausen geboren. Nach einer Goldschmiedelehre in Hann. Münden, einem Studium an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg und mehreren Studienaufenthalten in Italien war er Dozent in der Kunstgewerbeschule Berlin. 1887 wurde er in die Akademie der Künste aufgenommen und sechs Jahre später zum Professor ernannt. Wie Elgard Steinmüller in ihrem Überblick über das Schaffen des Künstlers berichtet, hatte er Ateliers in Berlin, Rom, Buenos Aires und Hann. Münden, schuf Denkmäler in Argentinien, Chile und Berlin. Jeder Besucher erhielt ein Schächtelchen mit einem Leporello der Werke in Hann. Münden und Umgebung. Fast 350 Kunstwerke hatte Eberlein seinerzeit der Stadt geschenkt, wovon etwa 120 erhalten sind. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 3. Oktober im Welfenschloss. Geöffnet ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr.

Das Begleitprogramm

21. Juli, 19:30 Uhr: „Was hat Gustav Eberlein mit der Berliner Bildhauerschule und der Siegesallee zu tun?“.

13. August, 15 Uhr: Interview „Auf dem Gelben Sofa“ mit Kaffee und Kuchen.

17. August, 19:30 Uhr: „Auswirkungen unruhiger Zeiten – auch in Hann. Münden“, Vortrag Stefan Schäfer

25. August, 19:30 Uhr: „Die Residenzen Eberleins in Hann. Münden“, Vortrag von Martin Henze

Samstag, 9. September, 18:30 Uhr: „Prosa-Lesung aus Gustav Eberleins Werken“.

3. Oktober, 11 Uhr: Finissage. Interview „Auf dem Gelben Sofa“ mit Martina Krug.

Alle Veranstaltungen finden im Welfenschloss statt.

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