Eine Prinzessin, die man wachküssen muss

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(V.li.) Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann (SPD) schaute bei seiner Sommerreise im Wahlkreis beim Chef der DOS Software-Systeme GmbH in Hann.Muenden, Rolf Bilstein, vorbei. Oppermann wurde begleitet von Guenter Fraatz, stellvertretender Buergermeister und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hann.Muenden. Rechts im Bild ist Stefan Bilstein zu sehen, der beruflich in die Fussstapfen seines Vaters getreten ist. Rolf Bilstein zeigt MdB Oppermann auf unserem Bild das Fortbewegungsmittel „Segway“, dass er auf IT-Messen zu Marketingzwecken einsetzt. Foto: Simon

Während seiner Sommerreise gastierte Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann (SPD) in der vergangenen Woche im Wahlkreis und warf dabei einen Blick h

Während seiner Sommerreise gastierte Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann (SPD) in der vergangenen Woche im Wahlkreis und warf dabei einen Blick hinter die Kulissen des Hospiz Hann. Münden, den Karosserie-Bauer Polyroof in Dransfeld und das in der Dreiflüssestadt ansässige Software-Unternehmen DOS.

Hier kam Oppermann im Beisein von Günter Fraatz, dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Hann. Münden, mit dem Gründer Rolf Bilstein ins Gespräch, der 1987 die DOS Software-Systeme GmbH quasi aus dem Nichts gründete und als Ein-Mann-Betrieb begann. "Die Idee kam mir auf einer meiner vielen Dienstreisen, mitten auf der Autobahn. Irgendwann war es einfach da", so Bilstein, der heute 90 Mitarbeiter beschäftigt. Oppermann zeigte sich beeindruckt von dem innovativen Unternehmen, dass im Septemer 25 Jahre alt wird und unter anderem für den Fahrzeugkonzern VW Software-Entwicklung betreibt und für die Beschaffung von Zulieferern zuständig ist.

Wie der gebürtige Mündener Bilstein weiter mitteilte, liege ihm seine Heimatstadt sehr am Herzen. Er sehe, genau wie Oppermann große Potentiale der Fachwerkstadt zwischen den Oberzentren Kassel und Göttingen. "Jedes Jahr begrüßen wir hier bis zu 700.000 Touristen – das sind doppelt soviele wie Göttingen. Münden ist wie eine Prinzessin, die wachgeküsst werden muss. Und zwar bald", so Bilstein, der ein Wirtschaftskonzept für die Wirtschaftsförderung Hann. Münden (WWS) entwickelt und ausgearbeitet hat. Dieses Konzept solle nach Möglichkeit rasch umgesetzt werden, um die WWS neu zu positionieren und tragbar zu machen. "Das Konzept soll eine Veränderung bringen. Stillstand hatten wir bislang genug. Mit Tourismus allein geht’s auch nicht weiter", so Bilstein kritisch.

Kern seines Konzeptes sei vor allem die Vermarktung der Stadt in Hinblick auf Neuansiedlungen von Unternehmen und Einwohnerzuwachs. Dazu gehöre auch das Erschließen neuerMärkte und Zielgruppen: "Wir dürfen nicht an der Stadtgrenze aufhören. Der Flughafen Kassel-Calden beispielsweise kann ein Markt für die Stadt sein. Man muss hier einfach selbstbewusster werden und globaler denken", so Bilstein weiter, der sich eine Zusammenarbeit mit dem Einzugsgebiet Nordhessen ohne weiteres vorstellen kann. Für die Umsetzung des Konzeptes wünscht sich Bilstein auch finanzielle Unterstützung der niedersächsischen Landesregierung: "Natürlich bedarf es auch der Anstrengung das Ganze aus den Startlöchern zu bekommen, aber es wird gelingen."

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