,ein.münden’ möchte Menschen in Kontakt bringen

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Der Samowar, eine russische Teemaschine, sucht einen Meister, der ihn am 10. September im Rathaus zum Dampfen bringt: (v.li.) Werner Manke, Klaus Marquardt, Andrea Möller, Hartmut Teichmann, Ulrike Naumann und Sabine Momm.

Aufruf zum Kennenlernen: Initiative organisiert ein Fest, an dem sich Mündens Einwohner gegenseitig beschnuppern können

Hann. Münden. Zum Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, soll es in Münden eine besondere Aktion geben: Im Rathaus und auf dem Freigelände bis einschließlich der St. Blasius-Kirche wird die Initiative „ein.münden“ von 11 bis 18 Uhr ein Kennenlern-Fest „Denk Mal Mit Mensch – Willkommen im Rathaus“ veranstalten. Das Ziel ist, Einheimische, Bürger mit Migrationshintergrund und Geflüchtete miteinander ins Gespräch zu bringen. „Wir leben alle noch zu sehr nebeneinander, Integration gibt es aber nur im Miteinander. Daher sollen Einheimische, Migranten und Geflüchtete über vielfältige Aktionen miteinander in Kontakt kommen: Egal ob es beim Plaudern bleibt oder ein echter Gedankenaustausch stattfindet, jedes Gespräch wird die Menschen einander näher bringen“, sagt Hartmut Teichmann von ein.münden. „Denn ‚Fremd ist der Fremde nur in der Fremde‘ wusste schon Karl Valentin. Besteht jedoch erstmal ein Kontakt, dann können aus Fremden auch Freunde werden.“ Vorgesehen ist, dass Mitbürger aus 30 Herkunftsländern in der Rathaushalle eine breite Palette kulinarischer Kostproben ihrer Heimat anbieten, von herzhaft bis süß. Auch Getränke die man bei uns kaum kennt, können neue Liebhaber finden. „Wir haben schon immer vom Ausland gute Ideen übernommen, denken wir nur an die italienische Pizza oder den türkischen Döner, die heute aus Deutschland nicht mehr wegzudenken sind. Ähnliche Leckerbissen können die Besucher vielleicht am 10. September für sich neu entdecken.“

Mündener mit Migrationshintergrund und Geflüchtete sind daher eingeladen, aktiv mitzumachen und Kulinarisches aus ihrem Heimatland anzubieten. Voraussetzung ist, dass sie nicht kommerziell ein Restaurant führen, dass sie gut deutsch sprechen und in Münden oder im näheren Umland wohnen. Es sollen landestypische Kostproben oder Getränke sein, die gegen einen Beitrag von 50 Cent bis 1 Euro abgegeben werden. Alle Speisen sollen ohne Fleisch und ohne rohes Ei sein, die Getränke alkoholfrei. Möchte jemand sein Land nicht über eine Speise vertreten, dann kann das auch über landestypisches Kunsthandwerk, Tücher, Schnitzereien etc. geschehen. Unterstützt wird ein.münden unter anderem von der St.Blasius-Gemeinde und Schülern der BBS. Geplant sind spontane Video-Kurzumfragen, die zeitnah auf eine große Leinwand in der Kirche übertragen werden. Es wird Spielangebote für Erwachsene und Mitmach-Angebote für Kinder geben. Russischer Tee soll aus dem dampfenden Samowar kommen und es wird noch jemand gesucht, der originalen Kwas brauen kann. Ein großer Flügel wird vor dem Rathaus stehen und jeder, der spielen möchte, darf ein Stück präsentieren.

Vorgespräch am 14. August

Alle Mitbürger, die ihr Land präsentieren wollen, sind eingeladen zu einem Vorgespräch am Montag, 14. August um 18.30 Uhr in der Rathaushalle.

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