Mündener Verwaltung: "Kein weiterer Einzelhandel in Neumünden"

,Wendepunkt’ beim Projekt CF Schröder

Hann. Münden. Die Mündener Stadtverwaltung gab in der vergangenen Woche Neuigkeiten bekannt, die die Industriebrache in Neumünden betreffen: „Das Projekt CF Schröder ist an einem Wendepunkt angekommen. Die ursprüngliche Idee, in Neumünden mit Einzelhandel auf großer Fläche die Angebotslücken in der Altstadt zu füllen und Kunden nach Hann. Münden zurückzuholen, ist nicht umsetzbar“, heißt es dort. Und weiter: Großflächige Einzelhandelsprojekte müssten sich den Zielen der Raumordnung anpassen. Sie müssten sich in die vorhandene Einzelhandelsstruktur einfügen und dürfen weder die Altstadt als zentraler Versorgungsbereich noch die Nahversorgungszentren wesentlich beeinträchtigen. „Die Projektentwickler eines Einkaufszentrums mit zuletzt 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf dem Grundstück CF Schröder waren der Überzeugung, dass ein verträgliches Nebeneinander mit dem Einzelhandel in der Altstadt ohne Gefährdung bestehender Nahversorgungsstrukturen möglich ist“, ist der Meldung zu entnehmen.

Die Abstimmung mit den Raumordnungsbehörden habe ergeben, dass die Ziele der Raumordnung nicht gewahrt seien. Da das Einzugsgebiet des geplanten Einkaufszentrums deutlich über den Stadtteil Neumünden und Hann.Münden hinaus ziele, würde das Projekt die Altstadt als zentraler Versorgungsbereich infrage stellen. Die bestehenden Nahversorger würden teils erhebliche Umsätze verlieren. Die Projektentwicklung sei gefordert, ihr Konzept an die Ziele der Raumordnung anzupassen. „Der Einzelhandel in der Altstadt ist gefordert, verstärkt um die Gunst der Kunden zu werben und gemeinsam mit dem Stadtmarketing und der Wirtschaftsförderung Konzepte zu erarbeiten, die die zentralen Versorgungsfunktionen der Altstadt stärken und Kunden nach Hann.Münden zurückholen“, so der Apell in dem Schreiben.

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