Erfreulich viele Autos ohne Defizite

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Guido Geese, Leiter der Mündener TÜV-Station.

Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln sinkt.

Hann. Münden. Erfreulich viele Autos ohne Mängel: Insgesamt 52,9 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr  an der TÜV-Station in Hannoversch-Münden von den Sachverständigen vor Ort  auf  Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Das ist  ein durchaus erfreuliches Ergebnis. Bemerkenswert ist  aber auch die andere Seite  der Plakette: Bei immerhin  36,9 Prozent wurden erhebliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, damit sie nicht zu einem Risiko im Straßenverkehr werden konnten.  Schließlich wurden bei 10,1Prozent geringe Mängel festgestellt, die ebenfalls schleunigst behoben werden mussten. Als völlig verkehrsunsicher wurden nur 0,19 Prozent  aller Autos eingestuft. Dies  ist  zusammengefasst das Ergebnis der Statistik vor Ort, die jetzt von TÜV Nord veröffentlicht wurde.Zwei weitere Zahlen aus der TÜV-Statistik: Der durchschnittliche PKW, der an der TÜV-Station geprüft wurde, war 10,6 Jahre alt und hatte mehr als 109.000 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho. Beim  TÜV Nordweit konstatiert man ebenfalls eine Trendwende. Die Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln geht erstmals zurück, die der ohne Mängel beim  TÜV-Besuch  steigt  aber  weiter,  wie  schon  in  den  vergangenen Jahren.

Guido  Geese, der  Leiter der  Mündener TÜV-Station, erläutert  die Mängelentwicklung:  "Die  Hersteller  bauen  eigentlich  gute  Autos, die auch nach  vielen  Jahren  noch  gänzlich  ohne  Mängel  auf  unseren  Straßen unterwegs  sein  können.  Wenn  sich  die  Autofahrer  ein  wenig  mehr  um Wartung  und  Pflege  des  Fahrzeugs  kümmern  und  fällige  Termine zur Inspektion und Instandhaltung  wahrnehmen,  ist  das  positiv  für  die Sicherheit  auf  unseren  Straßen.  Auch  der  kurze  Check  zum  Beispiel  der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt sollte zur Regel werden. Wer sich ein wenig um sein Auto kümmert und es überdies in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der TÜV-Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen."

Beleuchtungsmängelsind keine Einzelfälle

Dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt  auch  die  Verteilung  der  Mängelgruppen.  Hier  liegt  "Licht,  Elektrik"  in  der Statistik  wieder  weit  vorne.  Und  das,  obwohl  die  Kontrolle  der Beleuchtungsanlage  und  deren  Reparatur  in  der  Regel  relativ  einfach  zu bewerkstelligen  ist.  Oftmals  werden  bei  der  HU  sogar  mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt. Aber: die Mängelquote in  diesem  Bereich  ist  auch  in  diesem  Jahr  wieder  zurückgegangen.  Von 30,7  auf  29,9  Mängel  pro  100  geprüfter  Fahrzeuge.Die  alljährliche Beleuchtungsaktion,  die  jeweils  im  Oktober  auch  vom  TÜV  durchgeführt wird, zeigt hier sicher auch ihre Wirkung. Insgesamt ergibt sich in der Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden  Mängelgruppen  "Licht,  Elektrik",  "Bremsen",  "Umweltbelastung" und "Achsen, Räder, Reifen". Je älter die Fahrzeuge werden, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten  Anlauf  keine  TÜV-Plakette  bekommen.  Die  durchschnittliche Laufleistung,  die  neben  dem  Alter  auch  als  verschleiß-  und  damit mängelursächlich  anzusehen  ist,  liegt  jetzt  bei  den  Dreijährigen  bei immerhin 50.749 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 133.255 Kilometern auf dem Tacho.

Plakette prüfen: Auf Blau folgt Gelb

Übrigens: Wer noch mit einer blauen TÜV-Plakette unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der ‚fälligen‘ Plaketten auf Gelb und  dann ist schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach spätesten zwei Monaten ein Bußgeld fällig und später kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.Als Auto mit den geringsten  Mängeln  im TÜV-Report  2015  wird übrigens der Mercedes  SLK gelistet, der somit zum Gewinner der "Goldenen  Plakette" wird, die alljährlich derTÜV vergibt.

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