Von der ersten Stunde an dabei

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Ein Feuerwerk der Idee: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durfte ihre Ideen einbringen. Am Ende konnten die einzelnen Vorschläge nochmal favorisiert werden. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die in den Gruppen die Vorschläge sammelten kamen richtig ins Schwitzen.

Hann. Münden. Umgestaltung des Schlossplatzes: 54 Bürgerinnen und Bürger nahmen an Workshop teil.

Hann. Münden. Ihre Ideen einbringen und den Schlossplatz neu gestalten, das konnten interessierte Bürger am vergangenen Freitag beim Bürgerworkshop tun. 54 Teilnehmer zählte die Moderatorin Diana Wetzestein (PlesseArt): "Niemand wusste, was genau auf ihn zukommen würde, einige dachten, sie könnten in einer offenen Diskussionsrunde ihre Kritik am Vorgehen der Stadt kund tun. In Sachen Gestaltung besteht definitiv noch Diskussionsbedarf. Dafür war aber während des Workshops leider keine Zeit. Trotzdem haben alle mitgemacht und ein gutes Ergebnis erzielt", informierte sie.

Stadtentwicklungsausschuss werden Vorschläge vorgestellt

In sechs Arbeitskreisen teilten jeweils zwischen 5 und 10 Personen ihre Ideen  mit. 300 Zettel wurden beschrieben, die, an Pinnwänden hängend, am Ende nochmal allen präsentiert wurden. Durch die Vergabe von Punkten – jeder Teilnehmer vergab 10 von ihnen – konnten Ideen noch favorisiert werden. Die beliebtesten Vorschläge werden am morgigen Mittwoch dem Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Der Stadtrat wird am Ende deren Machbarkeit prüfen. Der Workshop bietet die Gelegenheit von der ersten Stunde an aktiv am Gestaltungsprozess des Schlossplatzes mitzuwirken.

Das Geld für mögliche Maßnahmen stammt aus dem Förderprogramm Stadtumbau West. In 12 Jahren werden in Hann. Münden 12 Mio. Euro verbaut. Bund, Land, und Stadt teilen sich die Kosten zu je einem Drittel. Wetzestein ging vor Einteilung in Arbeitsgruppen nochmal kurz auf die Historie des Schlosses ein, dass im Jahr 1501 fertig gestellt, aber später durch Anbauten erweitert wurde. "Immer wieder kam es allerdings zu Zerstörungen, durch Tilly oder dem Siebenjährigen Krieg. Es ist ein Ort, der ständigem Wandel unterlegen war. Und sie können heute auch ein Stück verändern", motivierte Wetzestein die Teilnehmer. Begleitet wurden sie von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die alle Vorschläge notierten.

Von Tiefgarage bis Herzogin-Elisabeth-Skulptur

Nach der Ideenfindung in den fünf Kategorien Denkmalschutz, Tourismus, Veranstaltungen, Verkehr/Parken und Sonstiges kristallisierten sich schon die ersten Favoriten heraus. Unter anderem wurden als bauliche Maßnahmen ein Café, eine Pergola als Südflügel, eine Freilichtbühne, eine Tiefgarage unter dem Schlossplatz, Trinkwasserspender und Brunnengestaltung in die engere Auswahl aufgenommen. Hinzu kommt die räumliche Trennung des oberen und unteren Schlossplatzes. Info-Tafeln über die Historie, Orientierungstafeln, eine Herzogin-Elisabeth-Skulptur und ein Modell von der Altstadt, das auf dem oberen Schlossplatz platziert werden könnte, sollen vor allem Touristen informieren und deren Blick mehr auf die Geschichte der Stadt lenken. Auffallend groß war das Interesse der Teilnehmer zunächst einen Nutzungsplan zu erstellen und erst danach mit der Gestaltung zu beginnen. Auch der Ruf nach einer behindertengerechten Gestaltung wurde unterstützt.

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