Fahren ,unter Strom’: fünf Wochen lang waren Mitarbeiter der Samtgemeinde Dransfeld umweltschonend unterwegs

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Thomas Galla, Buergermeister der Samtgemeinde Dransfeld, zeigt auf den Tacho des Peugeot i.On. In fuenf Wochen fuhren er und Mitarbeiter der Verwaltung genau 500 Kilometer, schonten die Umwelt und sparten sogar Benzinkosten. Fotos: Simon

Dransfeld. Abenteuerlich sei es manchmal schon gewesen, berichtet Thomas Galla, Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld. Er und seine Mitarbeiter te

Dransfeld. Abenteuerlich sei es manchmal schon gewesen, berichtet Thomas Galla, Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld. Er und seine Mitarbeiter testeten fünf Wochen lang den Peugeot i.On, eins von insgesamt sechs Elektro-Autos von E.ON Mitte. Der Stromanbieter hatte nach Staufenberg nun die Dransfelder Verwaltung mit ihrem flüsterleisen Wagen fahren lassen. Genutzt wurde es nach Angaben von Galla nur für kurze Dienstwege, denn die Batterieleistung reicht maximal nur für bis zu 150 Kilometer. Und das nur unter bestimmten Bedingungen, denn Stromfresser wie Radio oder Licht lassen die Reichweite mit einer Tankfüllung schwinden.

In voller Montur auf Achse

Und ausgerechnet bei niedrigen Temperaturen oder Minusgraden wollen die Batterien nicht so, wie es sich der Fahrer gern wünscht. Der stand dann auch schon Mal gehörig "unter Strom", weil er nicht wusste, ob er sein Ziel überhaupt erreichen wird: "Einmal war ich richtig mutig und wollte bei Minus 15 Grad nach Gieboldehausen fahren. Es war die weiteste Tour, die wir mit dem i.On gefahren sind. Hin und zurück sind es zirka 82 Kilometer. Die Batterien waren voll aufgeladen, aber ich hatte Angst, dass die Energie nicht reicht, deshalb ließ ich die Heizung des Fahrzeugs aus und saß mit Mütze, Handschuhen und Wintermantel hinter dem Steuer. Aber ich hab’s geschafft und hätte laut Anzeige sogar noch sechs Kilometer weiter fahren können", berichtet Galla sein bemerkenswertestes Erlebnis mit dem E-Auto. Etwa die Hälfte der 25 Verwaltungsmitarbeiter haben den i.On gefahren und getestet. Sie berichteten, dass man schon sein Fahrverhalten analysiert und ständig die Energieanzeige im Auge gehabt habe.

(V.li.) Thomas Galla Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld, Karin Uckermann, Dirk Aue, Kerstin Reichardt (alle Mitarbeiter der Verwaltung) und Armin Schülbe, Leiter des E.ON Mitte Regionalzentrums Nord, der der Verwaltung das E-Auto fünf Wochen zu Verfügung stellte.

Zwischen den Fahrten wurde der i.On immer an einer gängigen Steckdose aufgeladen. Eine volle Aufladung dauert auf diesem Weg zirka 6 Stunden. In den fünf Wochen hat die Verwaltung nicht nur die Umwelt, sondern auch auch den Geldbeutel geschont, denn eine Tankfüllung des i.On kostet umgerechnet 4 Euro. So hat man beinahe das Dreifache an Energiekosten gespart. Ob so ein E-Auto auch in Zukunft im Fuhrpark der Verwaltung zu finden sein wird, ließ Galla völlig offen: "Das hängt von den Anschaffungskosten und der Laufleistung des Fahrzeugs ab, die möglich hoch sein muss, damit sich der Wagen schneller amortisiert. Denkbar wär ein Car-Sharing, also eine Nutzung des Fahrzeug durch mehrere Personen, also inner- und außerhalb unserer Öffnungszeiten. Fest steht jedenfalls, dass sich der i.On für unsere Dienstfahrten als absolut tauglich erwiesen hat", so Galla. Auf Kurzstrecken sei das E-Auto eine echte Alternative zu Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Bis auf die verbesserungswürdige Batterie-Kapazität – neben Kälte würden sie auch Steigungen beeinflussen – sei man vor allem mit der technischen Ausstattung und der Agilität zufrieden gewesen.

Wie Armin Schülbe, Leiter des Regionalzentrums Nord bemerkte, setze E.ON Mitte generell auf Elektro-Mobilität und wollte unbedingt einmal die Fahrzeuge selbst ausprobieren oder von anderen, wie zum Beispiel den Gemeinden Staufenberg und Dransfeld, testen lassen: Es ist gut wenn der i.On breitflächig ausprobiert wird, um fundierte Erfolgsberichte zu erhalten, damit die Fahrzeuge weiter optimiert werden können", so Schülbe.

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