Fast ein Fünftel mehr Straftaten

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Hann. Münden. Zahl der Körperverletzungen und Betrugsdelikte wächst – weniger häusliche Gewalt.

Hann. Münden. In der vergangenen Woche stellte die Mündener Polizei die Kriminalstatistik 2013 vor. Demnach ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr gegenüber 2012 im Zuständigkeitsbereich Hann. Münden, Dransfeld und Staufenberg um 17,92 Prozent gestiegen: von 1.998 auf 2.356. Davon  konnten 1.602 Straftaten aufgeklärt werden, das bedeutet eine Steigerung um 0,93 Pozent von 67,07 auf 68 Prozent in der Aufklärungsquote. "Ich bin sehr froh, dass das PK Hann. Münden  wieder mehr als zwei Drittel aller Straftaten aufklären konnte", informierte Manfred Weber, der Leiter des Polizeikommissariats Hann. Münden.Die erhebliche Steigerung der Gesamtstraftatenzahl sei dem Anstieg an Körperverletzungsdelikten, der Vermögens- und Fälschungsdelikten sowie den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz geschuldet.

Anstieg der Nötigungen und Körperverletzungen

Leider seien die Roheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit von 296 auf 353 Delikte  gestiegen. "In diesen Zahlen enthalten sind die Steigerungen der einfachen Körperverletzungen von 202 auf 251, der gefährliche Körperverletzung von 11 auf 19 Fälle, der Nötigung von 23 auf 25 Straftaten und der Bedrohung von 38 auf 46 Delikte", erklärte Weber.

Zum Thema häusliche Gewalt sei eine leichte Entspannung zu verzeichnen. Während man in den vergangenen Jahren bis an die Grenze von 100 Fällen gekommen sei, hätte die Beamten im vergangenen Jahr insgesamt 66 Fälle häusliche Gewalt bearbeiten müssen, hier allerdings zum Teil mit schlimmen Folgen nach begangenen Körperverletzungen. "Der aktuelle abscheuliche Fall des versuchten Tötungsdeliktes Anfang April ist ein Beleg dafür", so Weber. Die konsequente Anwendung polizeilicher Eingriffsbefugnisse gegen Gewalttäter habe bei den betroffenen Opfern eine hohe Akzeptanz gefunden und die Opfer seien ermutigt und bestärkt worden, mit einer Anzeige der Gewaltspirale ein Ende zu setzen.

Die Zahl der Diebstahlsdelikte halte sich mit einer Steigerung von 689 auf 695 Fällen knapp unter der 700er-Marke. "In dieser Zahl sind enthalten Diebstähle aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen, aus Gaststätten, Warenhäusern, Wohnungen, Taschendiebstähle, Diebstahl von Kfz, aus Kfz, und Diebstähle von Fahrrädern. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass wir die beiden Täter, die  zum Jahresende etwa 40 Tageswohnungseinbrüche in Hann. Münden, Staufenberg und im nordhessischen Bereich begangen haben, ermitteln und der Taten überführen konnten", führte Weber weiter aus.Allerdings sei durch eine erhebliche Steigerung bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten von 390 auf 644 Delikte in 2013 die Zahl der Diebstähle fast erreicht.

Ein Großteil dieser Fälle lägen im Waren- und Kreditbetrug mit 256 Straftaten. Intensive Ermittlungen in den Rauschgiftdelikten hätten abermals zu guten Aufklärungsergebnissen geführt. Die Zahl an sich sei von 102 auf 144 Delikte gestiegen, die Aufklärungsquote läge bei 95,83 Prozent (2012: 98,04 Prozent)."Durch diese Ermittlungen wurden zahlreiche Täter überführt, für zehn der Angeklagten führten die Ermittlungen zu Haftstrafen zwischen neun Monaten und zwei Jahren und zehn Monaten. Das Alter dieser Täter lag zwischen 23 und 53 Jahren", so Weber.

74 Vermisstenfälle hätten die Mündener Polizei in 2013 beschäftigt. In den allermeisten Fällen seien die Vermissten  aus Pflege- und Jugendhilfeeinrichtungen nach ein bis zwei Tagen wieder zurückgekehrt. Im aktuellen Vermisstenfall der Dransfelderin Hannelore Hame (wir berichteten online), gäbe es bisher noch keine neuen Erkenntnisse.

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