Das Fest am See

,Go Ahead Weekend Eine BetrachtungVon HELGA WERNHARDTMeinhard-Schwebda. Was macht das dreitgige ,Go-Ahead-Festival so unsp

,Go Ahead Weekend Eine Betrachtung

Von HELGA WERNHARDT

Meinhard-Schwebda. Was macht das dreitgige ,Go-Ahead-Festival so unspektakulrr sympatisch ist es, weil es so ganz ohne groes Werbe-Getse daherkommt, fr immer neue berraschungen und Highlights sorgt oder, weil es einfach an einem magischen Ort direkt am Werratalsee stattfindet, der die Besucher in eine ganz besondere Stimmung versetzt?

Am vergangenen Wochenende fand es zum fnften Mal statt. Das ist fr mich das schnste Festival, schwrmt Johannes Homann aus Niddawitzhausen. Er schtzt wie viele andere Besucher aus der Region die bersichtlichkeit und das ,Familire. Man trifft hier Freunde und Bekannte, um Live-Musik zu genieen und Spa zu haben. Und das prgt die Atmosphre: An den Tischen sitzen Gruppen, alt und jung, zusammen, Kinder rennen ber den Strand, vor der Bhne umarmen sich die Tanzenden und immer wieder werden Neuankmmlinge entdeckt und begeistert begrt.

Abends ndert sich die Szene. Wesentlich mehr Festivalbesucher strmen auf das Gelnde, die Parkpltze sind belegt. Viele Kennzeichen sind nun von auerhalb. Claude und Marita aus Friedrichsroda haben vorher im Internet geschaut, wo was los ist und ob ihnen die Musikrichtung zusagt. Beide schtzen gute alte Rockmusik, finden aber gerade die Zusammenstellung verschiedener Musikrichtungen super: Das Publikum hier ist bunt gemischt. Und alle, ob Altfreaks, Metaller, Punks und was es sonst noch gibt, vertragen sich und haben Fun.

Die Bands, in diesem Jahr waren es 19, kommen vorwiegend aus der Region, obwohl in den vergangenen Jahren auch bereits Gruppen aus dem Ausland und deutschen Grostdten dabei waren, um das Konzept zu untersttzen, wie viele Bands bei der Begrung betonen. Und bedanken sich bei den Organisatoren, dass sie dabei sein drfen. Wo hrt man das noch, zumal die Musiker keine Gage bekommen. Trotzdem, jetzt im fnften Jahr, mssen die Veranstalter bereits eine Auswahl unter den vielen Bewerbern treffen, die hier auftreten wollen.

Umsonst und Drauen, heit die Devise des Kreisjugendrings Eschwege, der die Veranstaltung mit Hilfe etlicher lokaler Sponsoren auf die Beine stellt und finanziert. Ein rein nichtkommerzielles Festival, auf dem besonders Nachwuchsbands aus der Region eine Chance bekommen sollen.

Doch das Festival ohne Eintritt hat jedoch etwas Beliebiges zum Nachteil der Knstler, die tagsber auftreten: Besucher, die ein Ticket kaufen, wrden vielleicht lnger da bleiben auch bei Regen. Die Location, der angrenzende Zeltplatz und die brigen Freizeitmglichkeiten am See auch fr Kinder laden geradezu dazu ein, hier ein ganzes Wochenende zu verbringen und in die Atmosphre einzutauchen.

Dann wrde man auch nichts verpassen, zum Beispiel elf sehr junge Leute, die nach Anbruch der Dunkelheit blaue Tonnen auf die Bhne schleppen, die Scheinwerfer aus statt an machen und synchron zu trommeln beginnen. Schwarzlicht lsst die wirbelnden Trommelstcke flirrende Muster in die Luft zeichnen, der unwiderstehliche Rhythmus zieht das Publikum bis dicht vor die Bhne: Die ,Blacklight-Group in Aktion. So ist hier jeder Auftritt etwas Besonderes, und es ist so ganz anders als ein Festival, auf das man geht, um eine international bekannte Band fr viel Geld, eingequetscht in einer anonymen Masse, mal live zu erleben.

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