,Hademinni': Vom Flecken zur Stadt

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Ina Kirchner (li.) und Nicole Kock von der DRK Kita, in der Mitte Udo Bethke.

Festakt zum 1000-jährigen Bestehen Hedemündens

Hedemünden. Der Ort „Hademinni“ wurde erstmals im Jahre 1017 erwähnt. Am 6. Dezember wurde die Urkunde in Gottern bei Mühlhausen ausgestellt. Deshalb fand die Abschlussfeier des Jubiläumsjahres auch am 6. Dezember statt. Ortsbürgermeister Udo Bethke blickte auf die verschiedenen Veranstaltungen zurück, zum Beispiel Neujahrsempfang, Bilderausstellung der Hedemündener Künstler, Osterfeuer, Angelfest, Kirmes, Umzug, Werrabeleuchtung und Weihnachtsmarkt. Ferner zwei Grenzwanderungen wobei die Teilungs- und Verkoppelungsinteressentenschaft und die Jagdgenossenschaft Hedemünden, zuständig für die Unterhaltung der Landschafts- und Wirtschaftswege, federführend waren. Bernd Apel berichtete über die Versteigerung „von Patenschaften für die freigewordenen historischen Grenzsteine“. Es wurden hierbei 4.600 Euro eingenommen und sollen für ein Spielgerät auf dem Grillplatz verwendet werden.

Festvortrag von Ulrich Harbort

Kindergartenkinder beim Singspiel.

Den Festvortrag hielt Ulrich Harbort, Pastor im Ruhestand. In seiner Zeitreise durch tausend Jahre verknüpfte er vom Jahre 17 in jeweils hundertjährigen Abständen bis in die Neuzeit allgemeine und Hedemündener Geschichtsdaten. Das Römerlager, die Entwicklung vom „Flecken“ zur Stadt mit Stadtrechten bis 1930 und der späteren Eingemeindung in Münden. Nach Luther waren die Hedemündener „70 Jahre zerstritten“ und wurden schließlich „rein evangelisch“. Die Entwicklung von einer „Saalkirche“ zur St. Michaelis-Kirche, dem 30-jährigen Krieg, dem ersten Weltkrieg bis zum „schnellen Internet für Hedemünden“. Was war vor 300.000 Jahren? Manche finden 50 Jahre alt, „wir wollen Atommüll für eine Million Jahre sicher aufbewahren“, so Harbort, „wir fühlen uns eigentlich noch ziemlich jung“. Gratulationen zum Jubiläum kamen von der stellvertretenden Landrätin Maria Gerl-Plein, die Grüße des Kreistages, der Kreisverwaltung und vom verhinderten Landrat Bernhard Reuther überbrachte. Ferner von Adolf Kleinsorge, Regionalleiter der Volksbank Kassel Göttingen, Thomas Scheffler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münden und Pastor Dr. Andreas Ohlemacher. Gerd Hujahn, Ortsbürgermeister von Lippoldshausen und Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag gratulierte im Namen der anwesenden Ortsbürgermeister. Mündens Bürgermeister Harald Wegener dankte zusätzlich Hannelore Bethke für ihr Engagement an der Seite ihres Mannes. Ina Kirchner und Nicole Kock von der DRK-Kita übergaben ein Hedemündener Wappen, gefertigt von den „Schulkrokodilen“ und ein Backbuch, in dem die Kinder ihren Lieblingskuchen „Schritt für Schritt“ erklären. Bethke bedankte sich bei allen Sponsoren und den beiden Fotografen Heinz Klaus und Wilfried Kreuz, die „viel Filmmaterial gesammelt“ haben. Anfang nächsten Jahres kann die DVD käuflich erworben werden. Das Fest wurde musikalisch begleitet vom Flötenkreis der Kirchengemeinde Hedemünden, Leitung Gabriele Renneberg und dem Chor Fun in Music, Leitung Dennis Gerstenberg. Kindergartenkinder führten einen „Lichtertanz“ auf und spielten „Sternenfänger“. An einer Wand in der Schulturnhalle waren Fotos vom „Alten Hedemünden“.

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