Festival DenkmalKunst - KunstDenkmal steht bevor: Sponsoren und Helfer gesucht

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Unterstützen das DenkmalKunst-Festival als Vorstandsmitglieder des Fördervereins „Freundeskreis des Festivals DenkmalKunst“, indem sie Spenden sammeln und Helfer ansprechen: (V.li.) Hermann Staub (2. Vorsitzender), Conny Staub (Schatzmeisterin) und Reinhard Müller (Schriftführer).

300 Künstler werden während der fünften Auflage des Kunst-Festivals in den fünf Städten des Fachwerk-Fünfecks ihre Werke präsentieren. Am 29. September wird die Ausstellung in Osterode eröffnet.

Hann. Münden. Die Stimmung ist schon etwas angespannt bei DenkmalKunst-Initiator Bernd Demandt. Die 5. Auflage des Kunst-Festivals DenkmalKunst-KunstDenkmal (DKKD) wurde auf das Fachwerk-Fünfeck ausgeweitet und findet ab Ende September zeitgleich auch in Osterode, Northeim, Duderstadt und Einbeck statt. 300 Künstler werden vom 29. September bis 10. Oktober in den fünf Städten ihre Werke präsentieren. 250 Veranstaltungen wird es dort geben, 80 Denkmäler sind involviert.

Gelingt die Ausweitung der feinsinnigen Vermarktungsidee leer stehender, denkmalgeschützter Immobilien? Demandt selbst gibt sich hoffungsvoll: „Wenn die Eröffnungsveranstaltung am 29. September in Osterodes Stadthalle ein Erfolg wird, dann wird auch das ganze Festival ein Erfolg“, glaubt der Mündener Unternehmer. Eigentlich habe Münden eine Ausrichtung nicht mehr nötig. Man habe in der Vergangenheit viele verwaiste Gebäude an den Mann bringen können, die saniert wurden und wieder bewohnt sind. Damit habe man das Ziel eigentlich erreicht. Aber Demandt weiß, dass andere Städte im Fachwerk-Fünfeck eine Initialzündung gut gerbrauchen könnten, um dort den Leerstand zu dezimieren. Eine Initialzündung, durch die seit der Erstausgabe von DKKD 2007 viele Bürger mit dem positiven Gedanken angesteckt wurden etwas Gutes für ihre Stadt bewegen zu können. Und er weiß wie schwer es ist, den ersten Schritt zu machen, um Menschen für die gute Sache zu begeistern. Keine leichte Aufgabe: „Viele Leute in den anderen Fachwerkstädten haben noch nicht begriffen, um was es geht. Viele Besitzer einer zum Kauf stehenden Immobilie wollen leider nicht mitmachen. Manchen ist es zu peinlich ihr Objekt der Öffentlichkeit zu präsentieren“, so Demandt.

Deshalb liege der Anteil von privaten Gebäuden, die während des Festivals öffnen, gerade mal bei 20 bis 30 Prozent. Der Hauptteil des Programms findet in Rathäusern, Kirchen oder Stadthallen statt. So könne sich natürlich, zumindest was den Leerstand, das Hauptziel, angehe nicht viel zum Guten Verändern, weiß Demandt. Trotzdem bleibt er optimistisch: „Wenn trotzdem auch nur ein Haus verkauft wird, hat sich der ganze Aufwand gelohnt.“ Münden stellt von den fünf teilnehmenden Städten immer noch das größte Festivalangebot. Die Veranstaltung hat sich im Laufe der Jahre etabliert. 45 Abendveranstaltungen mit Theater, Lesungen und Konzerten sowie 60 bildende Künstler, darunter Maler, Fotografen oder Bildhauer, sollen die Besucher der Dreiflüssestadt begeistern.

Leerstand, zumindest der zugängliche und veräußert werden soll, ist rar: Es handelt sich um Kohlen-Hesse in der Ziegelstraße 18, das 2. Obergeschoss des Geschäftshauses am Markt 8, und Mikwe, Hinter der Stadtmauer 25. Deshalb werden öffentliche Gebäude in den mehrtägigen Veranstaltungsreigen eingebunden, darunter die Rotunde, das Rathaus, der Packhof, das TG-Heim, die St. Blasius Kirche und das Geschwister-Scholl-Haus. Private, aber bewohnte Häuser sind mit dem Künstlerhaus in der Speckstraße 7, Eisen Meurer in der Marktstraße 11 oder das Gästehaus in der Tanzwerder Straße 15 dabei. Ein unterirdischer Ort wird mit dem großen Gewölbekeller am Kirchplatz 11 nutzbar sein.

Eine Endgültige Auflistung von Austragungsorten und Programmpunkten würde noch nicht existieren, so Demandt, aber man arbeite intensiv daran.

Sponsoren und Helfer: Bitte melden!

Das Veranstaltungsangebot für DKKD ist vielfältig und muss finanziell unterstützt werden. Den Löwenanteil des Sponsorings übernahmen die örtlichen Volks- und Raiffeisenbanken und die Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland. Einen hohen fünfstelligen Betrag steuerten die Kreditinstitute bei. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Spenden, die vom Freundeskreis des Festivals DenkmalKunst e.V. akquiriert werden. Am Ende könnte sogar eine sechsstellige Summe zusammenkommen, aber dazu müsste noch etwas Geld fließen, erklärt Schriftführer Reinhard Müller. Der als gemeinnützig anerkannte Verein kann Spendenquittungen ausstellen. Das dürfte auch für Firmen oder Einzelpersonen interessant sein, die eine Veranstaltung, zum Beispiel ein Konzert, sponsern möchten und diese Zuwendung steuerlich absetzen können. Für ein Sponsoring winken übrigens reservierte Plätze oder VIP-Karten für die jeweiligen Veranstaltungen. Weitere Informationen gibt es bei Bernd Demandt unter S 0173-8513537. Und auch helfende Hände sind willkommen: „Wir suchen noch Menschen, die DenkmalKunst ehrenamtlich unterstützen möchten, Künstler betreuen, Eintrittskarten abreißen oder die Austragungsorte herrichten. Interessierte können sich bei Reinhard Müller unter Tel. 0160-1851408 melden. Die Veranstaltungsübersicht zu DKKD finden sie online unter http://festival-dkkd.de, hier können auch Tagestickets und Dauerkarten geordert werden.

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