Neues Feuerwehrhaus: Hedemündener Brandschützer wollen Taten sehen

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Die Beförderten und Geehrten: (hinten, v.li.) Lukas Wertheim, Ortsbürgermeister Udo Bethke, Abschnittsleiter West Achim Spangenberg, Thomas Baake, Simon Stephan, Holger Beuermann, Fabian Brese, Stellv. Stadtbrandmeiser Lutz Hannemann, Stadtbrandmeister Dieter Röthig, (vorne, v.li.) Lena Gundlach, Michael Keul, Ortsbrandmeister Markus Klaus und Daniel Homuth.

Verärgert wegen Neubau-Verzögerung: Kritik an Stadtverwaltung wird lauter

Hedemünden. Zu 43 Einsätzen rückte die Freiwillige Feuerwehr Hedemünden im vergangenen Jahr aus. Das ergab eine Bilanz, die während der Jahreshauptversammlung vorgestellt wurde. Haupteinsatzgebiet war aber nicht wie sonst die A7, sondern Hedemünden selbst oder die umliegenden Ortschaften. Hier wurde man zu einigen Fahrzeugbränden, Ölspuren im Ort oder nachbarschaftliche Löschhilfen, wie in Oberode und Lippoldshausen, gerufen. Immerhin waren die Hedemündener 15 Mal auf der A7 unterwegs. Die restlichen sechs Alarmierungen „spielten“ sich auf der B80 ab, von diesen ist ein Pkw-Unfall in der Kurve unterhalb des Sudholzes erwähnenswert, da es hier in den letzten drei Jahren, wie auch schon in diesem Jahr wieder, an fast gleicher Stelle, zu mehreren Überschlägen kam. Die Alarmierungen 2017 teilen sich in 28 technische Hilfeleistungen, elf Brandeinsätze, zwei Fehlalarme und zwei Einsatzabbrüche auf, wobei insgesamt 409 Einsatzstunden geleistet wurden. 3.599 Stunden wurden in das Erlernen von Praxis und Theorie investiert. Die Aktiven opferten insgesamt 4.008 Stunden ihrer Freizeit für das Gemeinwohl. Unter anderem organisierte die Feuerwehr zusammen mit den Motorradfreunden „MF-Abgedreht“ den Neujahrsempfang zum Auftakt des 1.000-jährigen Bestehens Hedemündens.

Großer Anteil an der Werrabeleuchtung

Bei der Werrabeleuchtung im September übernahm die Feuerwehr neben den eigentlichen „Beleuchteten Wasserspielen“ auch den Part der musikalischen Begleitung. Hier dankte Ortsbrandmeister Markus Klaus namentlich Darragh Ullbricht für die Unterstützung bei der Musikauswahl und Martin Pruß mit seiner Lebensgefährtin Gabriele Renneberg für die Planung und Umsetzung der Lichteffekt-Steuerung. Außerdem wäre ohne die Errichtung einer Pontonbrücke über die Werra durch das Mündener THW die Werrabeleuchtung fast unmöglich gewesen. Kritisch äußerte sich Ortsbrandmeister Markus Klaus über den noch immer nicht erfolgten Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses. Anfang 2017 lagen detaillierte Baupläne für den Neubau vor und der Bauantrag schien in greifbare Nähe gerückt. Doch dann wurden die Planungen des Architekten aus Kostengründen gestoppt. Es sollte nach Einsparungspotentialen am Neubau gesucht werden. Im Juli platzte dann aus Sicht der Aktiven die „Bombe“. Die Nachricht verbreitete sich, dass nun die IVM, die Immobilien Sparte der VHM, das Feuerwehrhaus mittels eines Generalunternehmers bauen soll. Von den Planungen gibt es mittlerweile einen vorläufigen Bauzeitenplan, der den Juni 2019 als Fertigstellungstermin für den Neubau des Feuerwehrhauses ausweist. Der verzögerte Baubeginn des Feuerwehrhauses, verzögere auch die Bestellung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges. Nach erfolgter Ausschreibung und Teilnahme an einer Vergleichsvorführung bei der KWL in Burgdorf haben die Angebote der Firmen MAN für das Fahrgestell und Rosenbauer für den Feuerwehrtechnischen Aufbau die Ausschreibungen gewonnen. Eine Auslieferung soll im Oktober 2018 erfolgen. Generell dränge sich bei den Aktiven nach den mittlerweile dreijährigen Werdegang der Geschehnisse um die Planung des neuen Feuerwehrhauses und der damit immer weiter verzögerten Beschaffung der Fahrzeuge, gerade nach den Terminhäufungen Anfang dieses Jahres, der Eindruck auf, dass immer kurz vor der Jahreshauptversammlung in Hedemünden Entscheidungen getroffen und verkündet würden, denen im weiteren Jahresverlauf nur schleppend oder keine Taten folgten. „Wir erwarten, dass sich dies in 2018 beim Neubau nicht wieder so fortsetzt“, so Klaus. Stadtbrandmeister Dieter Röthig äußerte sein Unverständnis über die schleppende Planung des Feuerwehrhauses.

Beförderungen und Ehrungen

Befördert wurden folgende Personen: Lukas Wertheim (zum Feuerwehrmann), Daniel Homuth (zum Löschmeister), Michael Keul (zum Hauptlöschmeister), Lutz Hannemann (zum Hauptlöschmeister). Das Niedersächsische Ehrenzeichen für den langjährigen aktiven Dienste im Feuerlöschwesen erhielten Thomas Baake (40 Jahre) und Holger Beuermann (25 Jahre). Für Langjährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden geehrt: Helmut Blumenhagen (60 Jahre), Gerd Reinecke und Thomas Baake (40 Jahre), Holger Beuermann und Horst Lichte (25 Jahre), Fabian Brese, Lena Gundlach, Daniel Homuth und Simon Stephan (10 Jahre).

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