Feuerwehr sorgt für Sicherheit im Alter

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In der Feuerwache Reinhardshagen wurde im Beisein von Bürgermeister Fred Dettmar (li.) zur Förderung der Rauchmelder-Kampagne durch Wolfgang Bertelmann, Generalagent der SV SparkassenVersicherung ein Scheck über 500 Euro an den Gemeindebrandinspektor Alexander Haase (re.) überreicht.

Reinhardshäger Feuerwehr weitet Rauchmelder-Aktion dank einer Spende aus

Reinhardshagen. Das Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen, ist für Senioren doppelt so hoch wie für die restliche Bevölkerung. Laut Statistischem Bundesamt sind 61 Prozent der Brandtoten in Deutschland über 60 Jahre alt. Auch in Nordhessen zeigte sich diese Tendenz bei zahlreichen Wohnungsbränden in der jüngsten Vergangenheit, so der Gemeindebrandinspektor von Reinhardshagen, Alexander Haase. Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Reinhardshagen mit der Aktion „Mit Sicherheit ins Leben“ seit genau zehn Jahren den Nachwuchs der Gemeinde mit Rauchwarnmeldern beschenkt, sollte im Jubiläumsjahr die Notwendigkeit zur Montage von Rauchwarnmeldern noch einmal besonders ins Rampenlicht gerückt werden. Wolfgang Bertelmann, Generalagent der SV Sparkassenversicherung, beobachtet die Aktion seit Jahren und möchte diese gerne mit einem finanziellen Beitrag unterstützen und sich bei der Feuerwehr Reinhardshagen für diese Aktion herzlich bedanken. Die SV Sparkassenversicherung, früher Brandkasse, hilft der Feuerwehr seit vielen Jahren. Für den Abwehrenden Brandschutz wurden zum Beispiel bereits Hohlstrahlrohre und ein mobiler Rauchverschluss gespendet. In gemeinsamen Gesprächen wurde die Idee geboren nun für die etwas älteren Bürgerinnen und Bürger Reinhardshagens etwas zu tun. Alle Reinhardshäger Bürgerinnen und Bürger, welche 80 Jahre oder älter sind, können einen Rauchwarnmelder für ihr Wohneigentum geschenkt bekommen. Um diese Kampagne in die Tat umzusetzen, überreichte Wolfgang Bertelmann dem Gemeindebrandinspektor Haase kürzlich einen Scheck über 500 Euro im Beisein des Bürgermeisters Fred Dettmar.

Hausbesuche möglich

Die Feuerwehr bietet zudem an, einen Hausbesuch durchzuführen, um bei der Installation zu unterstützen und zu beraten, das Brandrisiko zu minimieren. Interessierte Senioren können sich im Zeitraum vom 13. Januar bis zum 13. Oktober beim Rauchmelderteam der Feuerwehr Reinhardshagen (Jan-Christoph Krawczyk, S 05544-9997370, Dr. Baldur Stulgies, S 05544- 940777) bzw. per Email an rauchmelder@feuerwehr-reinhardshagen.de) oder der Sachbearbeiterin in der Gemeindeverwaltung, Melanie Heppe (S 05544-950758) melden. Vielfältige Gefahren lauern im Haushalt: Kurzschluss, defekte Elektrogeräte, umgefallenen Kerzen, Rauchen im Bett oder das vergessene Bügeleisen – die Liste aller Gefahrenquellen, aus denen eine Brandkatastrophe entstehen kann, ist lang. Alle gleichzeitig im Auge zubehalten bringen nur Rauchwarnmelder fertig. Die kleinen Lebensretter erkennen auch im Frühstadium eines Brandes die Gefahr und alarmieren mit einem lauten Heulton, bevor der giftige Brandrauch lebensbedrohlich wird. Das Rauchmelderteam der Freiwilligen Feuerwehr Reinhardshagen wird in Kürze eine Checkliste erarbeiten, die älteren Menschen und ihren Angehörigen hilft, mögliche Gefahrenquellen im Haushalt leichter zu erkennen und das Brandrisiko zu minimieren. Diese wird auf der Homepage der Feuerwehr Reinhardshagen zum Download bereitgestellt, bei den Hausbesuchen verteilt und ab dem Frühjahr 2017 an mehreren Stellen in Reinhardshagen ausgelegt werden. Der nächste offizielle Rauchmeldertag ist übrigens am 13. Oktober. Natürlich führt die Feuerwehr Reinhardshagen die bekannte Aktion „Mit Sicherheit ins Leben“ fort und ruft rechtzeitig wieder hierzu auf. Mit der Aktion „Mit Sicherheit ins Leben“ schenken wir jedem neugeborenen Kind in Reinhardshagen einen Rauchmelder und möchten so insbesondere junge Familien auf die Brandgefahren hinweisen, dass es künftig weniger Brände mit weniger Toten und Verletzten gibt.

Das sollten Senioren unbedingt beachten

Nach aktuellen Erhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder leben in Deutschland mehr als 90 Prozent aller Senioren in Privathaushalten, oft auch alleine. Die Fähigkeit, sich im Alter selbst zu retten, wird durch körperliche Einschränkungen jedoch stark reduziert:

- Die Mobilität nimmt im Alter ab. Betroffene können sich und andere nicht so schnell in Sicherheit bringen.

- Alle Sinneswahrnehmungen im Alter verändern sich. Durch schlechteres Hören, Sehen und Riechen werden Gefahrenquellen später wahrgenommen.

- Reaktionszeiten im Alter werden länger.

- Gefahrenquellen nehmen im Alter zu. Dazu gehören: Heizdecken, alte Leitungen und alte elektrische Geräte mit beschädigten Kabeln sowie Kochherde, Bügeleisen und Wasserkocher, die sich nicht selbst abschalten

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