Ein Tag am Fluss

Mehrere Denkmäler eröffnen am Wochenende entlang der Schlagden – Büro informiert über Sanierung

Hann. Münden. Der „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag, 8. September, spielt sich überwiegend an der Wanfrieder Schlagd ab. Eröffnet wird die Veranstaltung, die in diesem Jahr unter dem Titel „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ steht, um 11.30 Uhr an der Schlagdspitze durch Bürgermeister Harald Wegener. Maritime Musik steuert der Shantychor „Tampenjungs“ aus Gimte bei.

Informationen zur Sanierung der Wanfrieder Schlagd Die Schlagden wurden bis vor über 100 Jahren noch als Binnenhafen genutzt, wovon Hann. Münden profitierte und ihren damaligen Reichtum daraus zog. In den 1980er Jahren wurde die Kasseler Schlagd zur Uferpromenade umgestaltet und vor fünf Jahren der Dielengraben vor dem Welfenschloss erneuert. Aktuell steht die Sanierung der Wanfrieder Schlagd an. Kosten: Rund 2,4 Millionen Euro. Ein Flussarm der Werra wird für die Arbeiten an der Schlagdmauer trockengelegt. Wie die genau aussehen, erklärt das Büro HAZ aus Kassel, das um 13.30 Uhr, 14.30 Uhr und 15.30 Uhr Baustellenführungen anbietet. Führungen, die auf die Vergangenheit eingehen, bietet die Stadtführergilde um 12 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr an, ebenso eine Kinderführung um 15.30 Uhr.

Keine Parkplätze, dafür direkte Zugänge zu den Flüssen: So soll die Wanfrieder Schlagd nach Abschluss der Sanierungen im Frühsommer 2020 aussehen.

Im angrenzenden Packhof, ursprünglich als Lagerhaus für die Binnenschifffahrt erbaut, informieren die Büros PLF und HAZ (beide aus Kassel) über die Umgestaltung der Wanfrieder Schlagd, an deren Planung die Mündener Bürger beteiligt wurden. Der Heimat- und Geschichtsverein Sydekum sorgt für die Plakatausstellung „Schlagden früher & heute“ und es werden Archäologische Zeugnisse des Handels über Weser, Werra und Fulda aus Mittelalter und Neuzeit zu sehen und auch anzufassen sein.

Der Förderverein Mündener Altstadt verpflegt im Packhof die Besucher mit Kaffee und Kuchen und bessert damit seine Kasse auf.

Lesung bei den Fischfreunden

Nicht weit entfernt, in der Speckstraße 10, haben die Fischfreunde zu den drei Strömen ihr Vereinsheim bezogen, ein Haus, dass als eines der ersten Gebäude im 16. Jahrhundert an respektive auf der Stadtmauer gebaut wurde. Das Haus steht Neugierigen offen, ebenso denjenigen, die die Lesung von Marianne Langefeld um 16 Uhr hören möchte, die sich den Geschichten des Doktorwerders widmet.

Kaffee bei der Bruderschaft

In Richtung Mühlenbrücke öffnet die Freimaurerloge „Pythagoras zu den drei Strömen“ an der Bremer Schlagd 16 ihre Tore. Das ehemalige Gasthaus wurde 1729 erbaut, später zum Zollamt und von 1992 bis 1999 grundlegen saniert. Zu sehen ist hier die Ausstellung „220 Jahre Freimaurer in Hann. Münden“. Führungen gibt es zu jeder vollen Stunde zwischen 11 und 16 Uhr. Hausgemachten Kuchen und Suppe gibt es im Café des Hauses.

Kunst in der Radbrunnenstraße

„Objekte und Arbeiten auf Papier“ findet man in der Radbrunnenstraße 27 in der sogenannten Kulturfabrik. Hier zeigt Künstler Günter Schuster den experimentellen Umgang mit unerschiedlichen Materialien in Kombination mit sprachlichen Elementen. Ähnlich wie im Bauhaus in seiner Zeit wird dabei nach neuen Ausdrucksformen gesucht. Alle genannten Gebäude öffnen um 11 Uhr. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 17 Uhr geplant.

HMM plant Inselfest

Abseits des Tags des offenen Denkmals organisiert die Hann. Münden Marketing GmbH (HMM) am 7. und 8. September das erste „Inselfest“ auf dem Doktorwerder. Am Samstag von 14 bis 22 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr genießen die Besucher hier Live-Musik, DJ-Sound, Leckeres vom Grill und kalte Getränke. Samstagabend ab 19 Uhr kann bei Country, Blues und Rock’n’Roll von der Band „Challenge“ gefeiert werden. Am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr verzaubert die Violinistin „Ria“ das Publikum.

Rubriklistenbild: © Simon

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