Fressen für die Ratten

Nach Jugendfreizeit: Ekel am LeuchtbergVon MATHIAS SIMONEschwege. Kein schner Anblick war am Anfang der Woche das Gelnde unmittelbar am Sp

Nach Jugendfreizeit: Ekel am Leuchtberg

Von MATHIAS SIMON

Eschwege. Kein schner Anblick war am Anfang der Woche das Gelnde unmittelbar am Spielplatz des Leuchtberges, nahe dem Felsenkeller. Essensreste aus Paprikaschoten, Reis, Karotten und Kohlrabi wurden hier einfach in den Bschen entsorgt. Sogar Erbrochenes gammelte in der Hitze vor sich hin.Fr Anwohnerin Christina Schulz-Pruin ein Unding. Sie sagt, dass die Jugendfrderung Eschwege fr diese Schweinerei verantworlich ist: Von Montag bis Mittwoch fand hier ein Ferienlager fr Kinder von sieben bis 14 Jahren statt. In Essenszelten wurde fr die Verpflegung der Kinder gesorgt, die hier den ganzen Tag herumtollen konnten. Offensichtlich wurden die berreste der Mahlzeiten einfach in die Pampa gekippt, sagt Schulz-Pruin entrstet.

Beim Spaziergang mit dem Hund ist sie auf den Dreck am Wegesrand aufmerksam geworden und hatte sofort Fotos gemacht, die sie unter anderem an Brgermeister, Landrat und Forstamt sandte. Hier lag ja schon immer viel Mll rum, den der Bauhof wegmachen musste, finanziert durch unsere Steuergelder. Das mit den Essensresten ist allerdings eine neue Facette, so Schulz-Pruin weiter. Sie befrchtet, das durch den Unrat Ratten und Waschbren angezogen werden. Die Betreuerinnen und Betreuer mssen den Kindern doch vorleben, dass man pfleglich mit der Natur umgehen muss. Und ich glaube nicht, dass die Kinder selbst das Essen entsorgt haben, zweifelt Schulz-Pruin an dem Verantwortungsbewusstsein der Verantwortlichen. Bereits im letzten Jahr habe es schon wie der wilde Watz ausgesehen, aber es werde immer schlimmer. Unbekannte Personen wrden hier einfach ihre gelben Scke abstellen, Grillgut liegen lassen oder ihre Notdurft verrichten.

Brgermeister verrgertNachdem Brgermeister Jrgen Zick von Christina Schulz-Pruin und ihrem Mann Thomas mit dem Vorfall konfrontiert wurde, zeigt der sich ebenfalls verrgert. Einzig die Ratten, die an der Werra zahlreich vorhanden sind, drften sich ber die Essensreste freuen und den Spielplatz zu einem bevorzugten Ziel machen, war in Zicks Mail zu lesen.Das Stadtoberhaupt wolle die Jugendpflege um eine Stellungnahme bitten. Stellungnahme hin oder her der Mll muss weg. Es ist nicht gut, wenn er noch lnger liegen bleibt, lautete die Antwort von Thomas Pruin.Das sah wohl auch die Jugendfrderung so, die noch am Mittwochabend, offensichtlich auf Druck des Rathauses, die Flchen reinigte und den Unrat entsorgte. Rigobert Gassmann, Jugendpfleger der Stadt Eschwege, bedauerte, dass die Essensreste einfach in den Wald gekippt wurden: Wir hatten an den drei Tagen ber 350 Kinder zu versorgen. Die Essensreste nach den Mahlzeiten wurden von den jungen Betreuern unbedacht entsorgt. Wir werden im nchsten Jahr Biotonnen mitnehmen. Sagt aber auch: Wir waren tglich von 9 bis 17 Uhr vor Ort, aber beschwert hat sich bei uns niemand.

Ende gut, alles gutJetzt sieht es jedenfalls wieder tiptop aus. Wir sind begeistert. Unser Kontakt zum Brgermeister hat Frchte getragen, ist das Ehepaar Pruin froh.

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