„Frieden mit allen Nachbarn“

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Bei der Unterzeichnung der Erneuerungsurkunde der Städtepartnerschaft. Links Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne. rechts Moti Sasson, Bürgermeister von Holon. Dahinter stehend (v.li.) Frank Stryga, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, Yacov Zaituni und Haim Sperlo.

Hann. Münden. 25 Jahre Partnerschaft Hann. Münden - Holon.

Von HELGA PIEKATZ

Hann. Münden. "Dass sich zwischen Israelis und Deutschen Verstehen, ja Vertrauen entwickelte, wirkt wie ein kleines Wunder", sagte Bürgermeister Klaus Burhenne am Sonntag in einer Feierstunde zum 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum.

Am 18. Mai 1988 war die Städtepartnerschaft zwischen Holon und Hann. Münden begründet worden. "Es zeigt, dass Abgründe überbrückbar sind, wenn Menschen sich zu ihrer Verantwortung bekennen und ein Staat sich seiner Vergangenheit stellt." Die Städtepartnerschaft sei nie nur eine Angelegenheit der Politik gewesen, sondern vor allem eine Angelegenheit der Bürgerinnen und Bürger beider Städte. "Vertrauen lässt sich nicht verordnen, Vertrauen muss wachsen und immer wieder neu hergestellt werden".Der zur Feierstunde eingeladene, jedoch verhinderte Botschafter des Staates Israel, Yakov Hadas-Handelsmann, hatte seine Glückwünsche schriftlich übermittelt. Burhenne las die Rede vor. Darin betont er die Bedeutung des Jugendaustausches: "Der Aufenthalt im anderen Land und das Erfassen der Lebensrealität der Partner sind unschätzbare Erfahrungen und erweitern den Blick. Das gegenseitige Kennenlernen hilft, Vorurteile abzubauen und Verständnis füreinander zu entwickeln". Er dankte besonders "dem Stadtjugendring Münden e.V., dem Verein Erinnerung und Mahnung e.V. und den vielen engagierten Privatpersonen".Der stellvertretende Landrat Reinhard Dierkes gratulierte der "inhaltlich und kulturell so wichtigen Partnerschaft". Der Fokus scheine auf dem Jugendaustausch zu liegen. Jugendliche sollten den Bezug zur Geschichte nicht verlieren. "Ich hoffe, nein ich bin mir sicher, dass unsere Gäste auch diesmal nur gute Erinnerungen mit nach Hause nehmen werden".

Frank Stryga, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, erinnerte in einem Rückblick an die vielen Austauschbesuche von Bürgerinnen, Bürgern und Jugendlichen aus Münden und Holon. Viel Jugendaustausch sei über den Mündener Kanuclub erfolgt, aber auch über andere sportliche und kirchliche Einrichtungen. Auf eine Leinwand projiziert Fotos zeigten Stadtansichten der jungen Stadt Holon, "deren Entwicklung noch lange nicht zu Ende ist".  Dank der Sponsoren konnten viele "Maßnahmen" durchgeführt werden.Moti Sasson, Bürgermeister von Holon begrüßte die Anwesenden in Deutsch, bevor er seine Rede in Israelisch fortfuhr. In der schriftlichen Übersetzung, die jedem vorlag, sprach er über den "rasanten Entwicklungsprozess" von Holon, der "Stadt der Kinder". Mit einem Zitat aus der Bibel bekräftigte er "Eine Generation ist gegangen und eine Generation ist gekommen, aber die ehrliche und mutige Beziehung zwischen uns bleibt unverändert."Die Städtepartnerschaft, bzw. Freundschaft wurde mit der Unterzeichnung der Erneuerungsurkunde bekräftigt. Burhenne übergab Sasson eine Glasschale, im Gegenzug erhielt er eine "Friedenstaube" in Form einer zierlichen Figur. "Unser Traum, Frieden mit allen Nachbarn zu haben". Piutha Unger hat die Partnerschaft von Anfang an begleitet", wurde Sasson übersetzt."Jambo Bwano", ein afrikanischen Lied, hatte die Chorgruppe "Flaxstöne" unter Leitung von Lars Bücker in der Kisuaheli-Sprache eingangs gesungen. Den Abschluss machten sie mit einem speziellen Song in Israelisch und Deutsch "Wo immer du auch wohnst, welche Sprache du auch sprichst, wenn wir uns begegnen lerne ich sie für dich".

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