Geburt, Trauung und Tod

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(V.li.) Die Standesbeamten Roland Graunitz, Stefanie Schürer und Dorit Besser im mit Herzen geschmückten Rathausgang.

Hann. Münden. Das Standesamt nennt die neuesten Zahlen.

Von HELGA PIEKATZ

Hann. Münden. Wer hat sie gezählt, die vielen Herzen der Verliebten und frisch Verheirateten im Flur vor dem Standesamt im Mündener Rathaus? Die Antwort gibt Standesbeamter Roland Graunitz: "Bisher noch niemand". Aber registriert im Computer und in dicken "echten" Personenstandsbüchern sind alle. Im Jahr 2013 waren es 110 Eheschließungen, davon eine männliche Lebenspartnerschaft. Doch ab 2014 gehören die dicken "Folianten" der Vergangenheit an. Laut einer Personenstandsrechtsreform werden ausschließlich elektronische Register geführt. "Die Papierbücher werden weiterhin für Folgebeurkundungen genutzt, können aber auch elektronisch nacherfasst werden", erklärt Graunitz. Für die Register ab 2009 ist dies bereits geschehen, der Rest wird die Beamten "noch viele Jahre beschäftigen."

Neun Paare heirateten auf der Tillyschanze, drei in Lippolds-hausen. Die erste Trauung des Jahres war am 3. Januar, die letzte am 30.12.2013. Mit 14 Trauungen war Juni der "stärkste" Monat, danach der Dezember mit 13.

Liebeslied zum Ja-Wort

Ein Jubiläum der besonderen Art: die hundertste Eheschließung des Jahres. Am 6.12., dem Nikolaustag begann das "Ja-Wort" mit dem Lied "Das Beste" von Silbermond, gespielt von einem Musiker und  abgerundet mit dem "besonderen Glockenspiel".Ein weiteres Traupaar hatte seine Eheringe in einem Wochenendseminar selbst geschmiedet, einmal war Dr. Eisenbart anwesend und einmal waren Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei mit Einsatzfahrzeugen bei der Trauung eines Feuerwehrmannes dabei. Die statistische Auswertung ergab, dass 86 Prozent einen gemeinsamen Familiennamen wählten, davon 94 Prozent den des Mannes. 27 Prozent der Paare kamen nicht aus der Dreiflüssestadt."Für den 14.04.2014 haben wir bereits eine Anfrage", sagt Standesbeamtin Dorit Besser. Ein interessantes Datum für eine Eheschließung.

Ferner wurden für das Jahr 2013 im Standesamt registriert: 535 Sterbefälle, 119 Kirchenaustritte, 29 Vaterschaftsanerkennungen und 38 Geburten, davon 22 Jungen und 16 Mädchen. Die letzte Geburt im Mündener Krankenhaus (ein Junge) war am 30. Juni. Danach gab es noch zwei Hausgeburten in der Stadt. Zwei Mädchen bekamen den Vornamen Alesia, drei Jungen den Namen Elias. Künftig werden Mündener Kinder in den Krankenhäusern von Göttingen und Kassel zur Welt kommen müssen. Nach der Schließung der Geburtshilfe im Krankenhaus Hann. Münden zum 1. Juli 2013 gibt es den Geburtsort "Münden" auf den Urkunden nur noch nach Hausgeburten.

Standesbeamtin Stefanie Schürer unterstützt seit 1. April 2013 die Standesbeamten Dorit Besser und Roland Graunitz, der am 1. Dezember als Leiter in den Fachdienst Organisation gewechselt ist, jedoch für einen Übergangszeitraum Leiter des Fachdienstes Standesamt bleibt und bei Bedarf für Eheschließungen zur Verfügung steht.

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