Gedenken an die Opfer: 66. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz

Hann. Münden. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945. Auch in diesem Jahr, in dem sich das Ereignis

Hann. Münden. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945. Auch in diesem Jahr, in dem sich das Ereignis zum 66. Male jährt, finden in Hann. Münden aus diesem Anlass verschiedene Veranstaltungen statt. Die evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinde und die katholische Elisabethgemeinde laden zu einer ökumenischen Feierstunde um 18 Uhr in das Corvinushaus ein. Dabei wird der in Arnum bei Hannover lebende Pastor und Professor Heinrich Grosse sein neuestes Buch vorstellen, das sich mit der Rolle der evangelischen Kirche in der NS-Zeit und in den ersten Nachkriegsjahren beschäftigt. Dieses Buch trägt den Titel "Niemand kann zwei Herren dienen".

In acht Aufsätzen, die alle aus Vorträgen hervorgegangen sind, versucht Grosse Antworten zu geben auf die Fragen: Welche Rolle zwischen Anpassung und Widerstand spielten die deutschen evangelischen Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus? Kämpften die evangelischen Kirchen allein um ihre Selbsterhaltung als Organisation, oder kämpften sie auch für die Wahrung der Menschenrechte außerhalb der Kirchenmauern? Wie gingen sie nach dem Ende des NS-Regimes mit ihrem eigenen Verhalten in den Jahren 1933-1945 um?

Diskussion mit dem Autor

Im Anschluss an die Buchvorstellung soll es Gelegenheit geben, Nachfragen zu stellen und über die Sicht des Autors zu diskutieren.

Die Lesung geht über in die Gedenkfeier der Stadt Hann. Münden an der Rathausstele. Etwa gegen 19.30 Uhr findet ein dort eine Kranzniederlegung statt. Bei der Gedenkveranstaltung wird Bürgermeister Klaus Burhenne durch den stellvertretenden Bürgermeister Günter Fraatz vertreten. Der Vorstand und die Mitglieder im Verein Erinnerung und Mahnung unterstützen die gemeinsame Gedenkveranstaltung auch in Erinnerung an alle ehemaligen jüdischen Mitbürger in der Stadt. Die männlichen Besucher werden gebeten an der Stele eine Kopfbedeckung zu tragen. (atb)

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