Fünf Bands rocken am Samstag bei „Rock for Tolerance“ auf dem Tanzwerder

Das Festival beginnt am Samstag ab 14 Uhr. Fünf Bands werden beim Open Air auf dem Tanzwerder in Hann. Münden kostenlos spielen.

Hann. Münden.  Das Festival „Rock for Tolerance“ setzt am Samstag, 15. Juli, ab 14 Uhr ein Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz. „In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger nicht schweigend zuzusehen, wenn unverblümt Rassismus und Hetze verbreitet werden. In den sozialen Medien genauso, wie im realen Leben. Daher findet in diesem Jahr das zweite Mal Rock for Tolerance statt“, erklären die Macher.

(Hierfinden Sie das Interview mit Robert Maaßen.)

Im Februar 2017 fiel die Entscheidung dieses Konzept erneut in Durchführung zu bringen. Das Kernteam bestehend aus Marco Hepe (Verbandsprüfer im Sparkassenverband Niedersachsen) und Robert Maaßen (Webentwickler und Musiker) suchte sich erfahrene Unterstützung, um den gewachsenen logistischen Aufwand bewältigen zu können und fand Hilfe bei den erfahrenen Unternehmern Patrick Hänse (Subway) und Thomas Probek (Party-Liner Events). Man gründete zu viert die MaRoMaPa GbR, die nun die Rolle des Veranstalters eingenommen hat. Außerdem wurde, wie auch im letzten Jahr, Daniel Koch (Student, Politikwissenschaften/Pädagogik) mit der Organisation der Ausstellung betraut. Auch Bands wurden schnell und unkompliziert gefunden. BlindLinks aus Holungen, Badass Bastards aus Göttingen, Lost Brian aus Hann. Münden, Best Before Monday aus Hann. Münden und YugonaughtY aus Göttingen erklärten sich bereit kostenlos auf der Veranstaltung zu spielen.

Als Schirmherr konnte der Bürgermeister der Stadt Hann. Münden, Harald Wegener, gewonnen werden, der insbesondere die Kontakte zu Stadtverwaltung und Behörden erleichterte und mit Herzblut am Gelingen der Veranstaltung mitwirkt. Mit freundlicher Unterstützung der lokalen Medien und über verschiedene Social-Media-Kanäle konnten über öffentliche Aufrufe zahlreiche Helferinnen und Helfer für Licht- und Tontechnik, Bühnenbau, Bratwurstverkauf, Zeltaufbau, Spenden-akquise oder Sicherheitsdienst gewonnen werden. Das Rock for Tolerance Team ist so mit der Zeit auf eine Größe von 30 ehrenamtlich beteiligten Personen gewachsen.

RFT unterstützt soziale Projekte

Rock for Tolerance ist mehr als nur ein Musik-Festival. Mit dieser Veranstaltungsreihe soll ein Zeichen für mehr Toleranz gesetzt werden und dabei soll jeder mitmachen können. Deswegen wird neben dem eigentlichen Konzert, am Veranstaltungstag eine „Wall of Love“ errichtet.

Unternehmen, Organisationen und auch Privatpersonen, können sich gegen eine Spende mit ihrem Logo oder Namen als Unterstützer präsentieren. Die Spenden werden vom Stadtjugendring Hann. Münden gesammelt und nach der Veranstaltung, wie auch im letzten Jahr, an lokale, soziale Projekte in Hann. Münden weitergereicht.

Erste Veranstaltung brachte 4.000 Euro ein

Mit dem ersten Rock for Tolerance wurden fast 4.000 Euro Spendengelder gesammelt, die an lokale soziale Projekte verteilt wurden. Gefördert wurden unter anderem: Projekt „Chillex Lounge“ des Stadtjugendring Hann. Münden, Organisation eines interkulturellen Straßenfestes des Bürgertreff Hann. Münden e.V.

Neben dem eigentlichen Konzert werden in einem großen Zelt Infostände aufgebaut, an denen lokale, soziale Projekte vorgestellt werden. Hier bietet sich die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und eventuell neue Kooperationsmöglichkeiten zu knüpfen oder zu erfahren, wie man einen Teil zur Hilfe leisten kann.

Rock for Tolerance findet als Open Air auf dem Tanzwerder in Hann. Münden statt. Der Eintritt ist frei.

Bereits in der jetzigen Planungsphase sind viele neue Ideen für weitere Veranstaltungen in der Zukunft entstanden. Neben Rock for Tolerance ist es für 2017 geplant, ein Spin-Off der Veranstaltung zu etablieren. Ideengeberin Joude Bouzan (Schülerin des Grotefend Gymnasiums Hann. Münden), die 2014 mit ihrer Familie aus Aleppo in Syrien fliehen musste, möchte mit Unterstützung des Rock for Tolerance Teams eine interaktive Kunstausstellung zum Thema Toleranz, "Art for Tolerance" initiieren. Zweck soll ebenfalls das Sammeln von Spenden für lokale, soziale Projekte sein. Die Planungen für dieses Projekt haben bereits begonnen.

Die Bands

Badass Bastards aus Göttingen.

Badass Bastards. Der Name ist Programm. Im November 2013 gegründet, entschieden sich die Göttinger Jungs Ulli (Gesang, Bass), Daniel (Drums) und Balrogh (Gitarre) endlich mal richtige Musik zu machen, fernab von Indie-Alternative und Hipster Gedudel. Handgemachter, harter Rock’n’Roll der alten Schule, wo die Texte noch dreckig, die Attitüde „Fuck you“ und der Sound roh und ungeschminkt war steht auf dem Programm von den Bastards. Inspiriert von Alkohol, Frauen und den Rock-Acts der 70er und 80er wurden fleißig Songs geschrieben und das Resultat als Demo auf Platte gebrannt. Im Sommer 2016 wurde eine EP mit dem Titel „Rockmachine“ veröffentlicht. Nun arbeitet die Band an ihrem Debut-Album und ist auf die Suche nach Livegigs und ein Publikum, das auch die Wut und die Energie spüren will. Eine kleine Warnung: diese Mucke ist nichts für Weichgespühlte. Dieser Rohdiamant ist laut, ehrlich, schnell, dreckig und nichts für Weicheier! Kickass-Rock’n’Roll eben!

BlindLinks kommen aus dem Eichsfeld.

BlindLinks. BlindLinks, das ist frischer junger Pop-Rock von fünf Freunden aus dem Eichsfeld (Thüringen). Mit deutschen Texten und gefühlvollen Melodien über Freundschaft und Liebe erzählen sie aus dem Alltag ihres Lebens. Das Motto der Jungs und Mädels ergibt sich aus der Kombination ihres Bandnamens und dem Titel ihres Debütalbums: „BlindLinks - Durch die Welt“. 2014 bewarben sie sich beim „Rock am Kaufpark“ und gewannen als nachnominierte Band den Contest. 2016 haben sie ihr 2. Album „Niemals zurück“ veröffentlicht und drehen derzeit ihr 1.Musikvideo.

Lost Brian sind eng mit dem „RFT“ verbunden.

Lost Brian. Drei Studenten aus Hann. Münden, die nach einem Cartoon-Hund benannt sind. Was soll da schon hinter stecken? Ganz einfach: Harter Alternative Rock mit politischer Ansage. „Lost Brian“ machen rhythmische, riff-dominierte Musik mit Texten über aktuelle politische Themen wie Intoleranz, Krieg und Armut. Seit 2013 hat das Trio über 20 Songs in diesem Stil geschrieben, beeinflusst von den Red Hot Chili Peppers, Rage Against The Machine und Green Day. „Lost Brian“ können mit ihrem Material bis zu 90 Minuten Programm füllen.

Best Before Monday waren auch 2016 bei „RFT“ am Start.

Best Before Monday. Postgrunge und Alternative Rock: Harter Rock mit schönen Melodien gehören zum Markenzeichen der Band, die ihren Proberaum in Münden hat und sich 2012 gründete. Am besten zu genießen ist ihr Sound vor Montag. Vier junge Männer aus dem Raum Göttingen zelebrieren das goldene Wochenende, bevor es nach dem Party-Stunden wieder zurück in den Alltag geht. Dicke Riffs, fette Drum-und Basslines, gepaart mit mehrstimmigem Gesang laden dazu ein, einfach mal Dampf abzulassen. Wut, Trauer, Glück, Liebe und Angst sind die Gefühle, die die Songs der Band direkt ins Herz gehen lassen. Best Before Monday sind Robert Maaßen (Gesang, Bass), Martin Salten (Gitarre), Philipp Kirves (Gitarre, Gesang) und Marco Hagemann (Schlagzeug). Weitere Infors gibt’s auf www.bestbeforemonday.de

Yugonaughty bringen eine Priese jugoslawischer Gelassenheit mit.

Yugonaughty. Härter als du glaubst – tanzbarer als du gedacht hast! So kommt es daher, das elektrische Balkan-Trash-Rock-Punk-Terz-Sextett- Orchester. Eine Priese jugoslawischer Gelassenheit, gemischt mit der Geradlinigkeit einer deutschen DIN-Salatgurke. Oft melodiös verspielt und doch auf den Punkt gezockt. Der Norm entfliehen und sich den Wurzeln bewusst sein. Aus einer fixen Idee ein Weihnachtskonzert zu realisieren, entstand das „Coverprojekt Jugonauti“. Eine bunte Mischung Mündener Musiker, die sich zwar alle kannten, aber noch nie einen Ton zusammen gespielt hatten. Die Besucher waren begeistert und die Band erstaunt. Mittlerweile, und ein paar Jahre älter, hat sich auch die Musik verändert. Aus dem reinen Coverprojekt der jugoslawischen Charts der 1980er Jahre, ist eine eigene Mischung aus allen Stilen der unterschiedlichen Musiker der Band entstanden.

Rubriklistenbild: © Privat

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