Der Polizeiakademie in Münden ein Gesicht geben

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Wollen für Hann. Münden und die Akademie enger zusammenarbeiten und symbolisch „an einem Strang“ ziehen: Carsten Rose, dem neuen Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Kriminaldirektor Andreas Borchert, Verantwortlicher für den Studienstandort Hann. Münden und Landtagsabgeordneter Gerd Hujahn an der Kletterwand der neuen Turnhalle der Mündener Polizeiakademie. Im April soll die 6 Mio. Euro teure Trainingsstätte offiziell eingeweiht werden.

Landtagsabgeodneter Gerd Hujahn kam an seine alte Wirkungsstätte zurück und sprach mit den Verantwortlichen über bevorstehende Aufgaben

Hann. Münden. Der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn schaute sich beim Antrittsbesuch in der Mündener Polizeiakademie an alter Wirkungsstätte um. Hier hatte er einst selbst als Anwärter seine 39-jährige Laufbahn begonnen, ehe er im Herbst vergangenen Jahres in den Landtag nach Hannover wechselte. Mit Carsten Rose, dem neuen Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, der neben Hann. Münden auch für die Standorte Nienburg und Oldenburg verantwortlich zeichnet sowie Kriminaldirektor Andreas Borchert, dem Verantwortlichen des Studienstandorts Hann. Münden, führte Hujahn das Gespräch. Inhalt war unter anderem die Ausbildung vor Ort und die wachsenden Anforderungen an die Kapazität der Einrichtung, denn durch die Aufstockung der Studenten von momentan 1.050 auf 1.250 im April dieses Jahres und weiteren 50 in 2019, werde der Wohnraum sowohl auf dem Gelände also auch in der Stadt knapp. Für Studenten, die sich in Hann. Münden und Umgebung eine Bleibe suchen müssten, wie auch für die etwa 4.000 Kolleginnen und Kollegen, die in der Dreiflüssestadt pro Jahr ihre Fortbildungen absolvieren, müsse nach Lösungen gesucht werden. Obwohl man eigentlich mehr Wohnungen für Anwärter anbieten könnte, bereite die Substanz zweier größerer Bauten, errichtet im Jahre 1936, Sorgen, so Rose. In einem seien derzeit noch Studenten untergebracht, ein anderes müsste nach dem Auszug der dort bis 2017 untergebrachten Flüchtlinge erst wieder hergerichtet werden. Die Sanierung würde nach Schätzungen 9 Millionen Euro kosten: „Viel Geld, wenn man nicht weiß, für wie viele Jahre man im Voraus planen muss und wenn andere Lösungen vorübergehend günstiger sein könnten“, so Rose, der die Entwicklung eines Masterplans für die Liegenschaft als unerlässlich ansieht. Denkbar sei die Vergabe der Immobiliensanierung und -verwaltung an ein externes Unternehmen.

Der Plan beinhalte auch die Gestaltung des Eingangsbereichs. Man sei sehr froh darüber, dass jeder Gast nun zuerst auf die neue Turnhalle blicken würde. 5.500 Anwärter würden beim Auswahlverfahren durch das Tor der Polizeiakademie Münden gehen – pro Jahr. Der erste Eindruck zähle, so Borchert. Man stehe bei dem Anwerben des Nachwuchses nicht nur in Konkurrenz mit Polizeiorganisationen der anderen Bundesländer, sondern auch der Bundeswehr und der Bundespolizei . Da würden schon Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Hujahn bezeichnete die Polizeiakademie mit ihren über 1.000 Schülern und über 150 Bediensteten als wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Hann. Münden sollte daher mehr als wichtiger Studienstandort wahrgenommen werden, man müsse der Polizeiakademie ein Gesicht geben. Hier sei die Akademie-Führung gefodert. Ansässig in einem Mittelzentrum zwischen Kassel und Göttingen müsse man ein Netzwerk spinnen, um sich besser zu präsentieren. Kooperationen in der Region, wie dem SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC), in dem alle große Unternehmen und Universitäten integriert seien, oder die Südniedersachsen-Stiftung mit ihren Kontakten in die Wirtschaft, würden gute Partner abgeben, meinte Hujahn.

Ansätze sah Rose in der Interessenüberschneidung bei Sicherheitswissenschaften und zeigte sich dem Vorschlag gegenüber offen. Die Einrichtung auch für die Bevölkerung zu öffnen, sei es mit dem Angebot abendlicher Turnhallenzeiten oder dem Öffnen des Campus’, könne er sich vorstellen.

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