Geschenkte Zeit: Ehrenamtliche für Hospizbetreuung gesucht

Hann. Münden. "Zeit ist ein seltenes Gut und genau das wünschen wir uns von ihnen" – unter diesem Motto fand im letzten November die Au

Hann. Münden. "Zeit ist ein seltenes Gut und genau das wünschen wir uns von ihnen" – unter diesem Motto fand im letzten November die Auf-taktveranstaltung zum Thema "Ehrenamt" statt, die vom NZN und dem Ambulanten Hospizdienst Alpha initiiert wurde.

Einfach da sein

Die Palliativstation des Nephrolgischen Zentrum Niedersachsen, der Ambulante Hospizdienste Alpha sowie das Hospiz Hann. Münden, das Ende 2012 eingeweiht werden soll, suchen Bürger, die bereit sind, sich sozial zu engagieren. Neben den medizinisch und pflegerisch tätigen Mitarbeitern ist die Arbeit der Ehrenamtlichen elementarer und unverzichtbarer Bestandteil in den Einrichtungen. Sie unterstützen, wenn es darum geht, schwerstkranke und sterbende Menschen ebenso wie deren Angehörige auf ihrem individuellen Weg des Abschiednehmens zu begleiten.

Oft geschieht dies durch "geschenkte Zeit", das einfache "Da sein" oder Gespräche. Gern wird die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer auch bei den einfachen Dingen des Alltags in Anspruch genommen.

Ehrenamt ist nicht nur Ehrensache

Wer gerne anderen bei der Vorbereitung von Feiern und Treffen hilft, Kuchen backt oder viele kleine organisatorische Dinge übernimmt, die den Betroffenen und ihren Familien Entlastung verschaffen, sollte sich melden. Ehrenamtliche Helfer, die bei der Pflege des Hospizgartens unterstützen möchte, sind ebenso willkommen.

Ehrenamt ist nicht nur Ehrensache, die von Herzen kommt, sondern eine Aufgabe, die in ihren vielen Facetten auch einer Schulung bedarf – insbesondere wenn es im Umgang mit sensiblen Bereichen und Menschen mit schweren Erkrankungen geht. Im Rahmen einer Schulung werden die diesbezüglichen Kompetenzen vertieft.

Vorbereitungskurs beginnt am 10. Februar

Ehrenamtliche Tätigkeit zum Beispiel für ein Hospiz bedeutet auch aushalten können, betont Susann Lambrecht, Ressortleiterin Pflege der AWO-Gesundheitsdienste. Aushalten versteht sich nicht nur als Naherlebnis mit dem Tod konfrontiert zu sein, sondern auch das Wechselbad zwischen Nähe und Distanz sowie Reden und Schweigen – und das zur richtigen Zeit.

Die Auseinandersetzung mit Lebensende zu Lebzeiten ist oft nicht einfach. Daher ist es um so wichtiger, die Zeit bis dahin sinnvoll, bedürfnisorientiert und individuell zu füllen. Hier sind die Ehrenamtlichen wichtige Helfer.

Im Vorbereitungskurs, der am 10. Februar um 19 Uhr beginnt, sind noch Plätze frei. Interessierte melden sich bitte unter S 05541-996314 im NZN oder S 05541-981919 beim Ambulanten Hospizdienst Alpha.(atb)

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