Gesendet wird aus der eigenen Stube

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Hann. Münden. In ganz Deutschland vertreten: Online- und Satelliten-Radio PMR1 deckt auch in der Dreiflüssestadt ein Sendegebiet ab.

Hann. Münden. Wenn Marco Schrön sich ans Mikrophon beugt, will er, wie er sagt, nur eins: Die Region voranbringen. Der Moderator des Online- und Satellitenradios (Astra) PMR1, sendet vom Mündener Entenbusch aus. In einem etwa sechs Quadratmeter großem Zimmer hat er das nötige Equipment stehen: PC, Mischpult, Internet- und Satellitenverbindung. Doch auch von unterwegs kann Schrön Nachrichten oder Werbung einspielen: "Alles was ich dafür brauche, ist eine 2.000er DSL-Verbindung." Empfangbar ist PMR1 via Techni-Sat-Reciever und Internet europaweit, genauer gesagt in Holland, der Schweiz, Österreich und natürlich Deutschland. Per LTE können auch Smartphones als Empfangsmedium genutzt werden.

Ein Radio für die Region

Seit knapp vier Jahren sitzt der Moderator an den Reglern. "Ich will das Rad nicht neu erfinden. Aber ich kann es verändern, einen anderen Schlauch und neue Speichen aufziehen." Damit meint er das Programm. Natürlich gibt es bei PMR1, genauso wie bei anderen Radios auch, viel Musik zu hören, überwiegend Oldies. Was den Sender von den großen Konkurrenten unterscheidet, sind allerdings die streng regionalen Nachrichten zur vollen Stunde. Hier werden dem Hörer auch News zugetragen, die aus Mündener Rundschau stammen. Außerdem sendet Schön Interviews aus der Heimat, z.B. mit Anje Jahn, der Geschäftsführerin des Touristik Naturparks Münden. Hinzu kommen Promi-, Musiknews und Wettervorhersagen, die PMR1 aus einer Berliner Redaktion erhält. Der neueste Clou ist eine Skype-Show, bei der sich Hörer live ins Radio einklinken können.

Werbung gibt es auch und zwar für ausschließlich heimische Unternehmen. Stück für Stück habe sich PMR1 weiter entwickelt und hat heute, so Schrön, knapp 90.000 Hörer erarbeitet. "Bei Null fingen wir an und verzichteten bewusst auf einen großen Kreditrahmen. Auch Fördergelder bekommen wir keine. Deshalb brauchen wir auch etwas Zeit, um einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Unser Ziel ist es, eines Tages eine Astra-Satelliten-Frequenz zu bewirtschaften. Um irgendwann einmal 350.000 Hörer täglich erreichen zu können, suchen wir Kooperationspartner", so Schrön weiter. Gespräche mit der Mündener Wirtschaftsförderung (WWS) habe man unter anderem schon geführt. "Wir wollen gemeinsam mit anderen Medien die Region nach oben bringen, mehr Touristen hierher ziehen. Auch die Leerstände dürften nicht sein", findet Schrön, der sein Studio in naher Zukunft in Mündens Innenstadt einrichten möchte, um von dort aus Radio zu machen.

Bislang sei man Semi-Professionell aufgestellt. Einsteiger ins Radiogeschäft würde man gern aufnehmen, ebenso Praktikanten. "Wer Lust hat Radio zu machen, soll sich bei uns melden. Man wird im Radio zu einer anderen Persönlichkeit", erklärt Schrön, der schon Interviews mit Sängerin Nena oder Konzertveranstalter Fritz Rau geführt habe. Wer nicht komplett einsteigen, aber dennoch einmal seine eigene Sendung machen wolle, könne sich ebenfalls melden, vieles sei möglich, genauso die Live-Berichterstattung von einer Eventveranstaltung aus – vorausgesetzt es existiert eine DSL-Leitung.

Radio zu machen sei keine Hexerei. Jeder sei in der Lage sich einzubringen und mitzumachen. Man müsse nur wollen, sagt Schrön und zwinkert.

Weitere Infos finden Sie auf www.radiopmr1.de

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