Im Gespräch: Interview mit Robert Maaßen

Robert Maaßen ist Ideengeber des „Rock for Tolerance“ und natürlich Mitorganisator des Festivals, welches im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben wurde und im Geschwister-Scholl-Haus begeisterte. Mit ihm sprach die MÜNDENER RUNDSCHAU (MR).

MR: In ein paar Tagen steigt RFT, Volume 2, und das Open Air. Hattest Du von Anfang an solch eine rasante Entwicklung erwartet?

Maaßen: Niemals habe ich das erwartet. Vol. 1 hat schon alle Erwartungen übertroffen und ich hätte nicht erwartet, dass eine derart große Schippe drauf gelegt wird in diesem Jahr. Mehr Bands, größere Location, mehr Spenden, mehr Aussteller, etc. Von allem etwas mehr.

MR: Das Festival findet nun auf dem Areal vor der Hängebrücke statt. Warum konnte die Veranstaltung nicht auf dem Campingplatz stattfinden, wie es ursprünglich geplant war?

Maaßen: Die Behörden haben Bedenken angemeldet wegen nicht ausreichender Fluchtwege vom Campingplatz. Uns wurden allerdings direkt mehrere Locations als Alternative vorgeschlagen, wovon eine der Tanzwerder war, auf dem die Veranstaltung nun stattfindet. Wir haben von Seiten der Stadt, des Bürgermeisters und der Behörden viel Unterstützung bekommen. Natürlich gab es auch einige bürokratische Hürden, die wir aber alle gemeinsam genommen haben.

MR: Wie sieht es aktuell mit der Unterstützung durch Sponsoren und tatkräftige Helfer aus? Seid Ihr vom Orga-Team zufrieden?

Maaßen: Unser Team ist mittlerweile auf fast 30 ehrenamtliche Helfer angewachsen. Wir sind begeistert, wie viele Menschen sich bereiterklärt haben zu helfen. Das geht von Firmen wie arflow, die kostenlos die Technik stellen, über die VHM und KDM die uns an vielen Stellen unterstützen, bis zur Bäckerei Menge, die uns die Brötchen für den Bratwurstverkauf geschenkt haben, um nur einen kleinen Ausschnitt zu nennen. Auch die vielen Auf- und Abbauhelfer und HelferInnen, das sehr erfolgreiche Akquiseteam, die Aussteller, die Bands, etc., man kann ihnen allen gar nicht genug danken.

MR: Du trittst mit deiner Band „Best Before Monday“ auf. Was bedeutet es für dich in „deiner“ Stadt zu spielen und dich damit gegen Hass und Intoleranz zu stellen?

Maaßen: Das ist der Kern der Sache. Es ist unheimlich wichtig und mein Innerstes schreit danach, diesen Gedanken zu verbreiten. Wenn wir mit unserer Veranstaltung nur eine Hand voll Menschen davon überzeugen können, Intoleranz und Hass nicht hinzunehmen, sondern so wie wir laut zu werden für mehr Toleranz und Menschlichkeit, haben wir eine Menge geschafft. Ich kann gar nicht anders. Es ist zu wichtig.

MR: Wenn Du das RFT in einem Satz bewerben müsstest, was würdet Du sagen?

Maaßen: Das ist wirklich schwer, denn dieses Projekt ist so unheimlich vielschichtig. Vielleicht so: „Rock for Tolerance – Das Open Air Event für alle, die sich etwas mehr Toleranz in dieser Welt wünschen!“

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