Göttingen: 28-jähriger Sudanese vermutlich erstochen

 Ein 28-jähriger Sudanese verstarb noch am Ort des Geschehens: Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Göttingen. In einem Wohnkomplex im Göttinger Hagenweg ist es Freitagabend, 1. Juni, gegen 23.40 Uhr zu einem Gewaltverbrechen gekommen. Das Erste  Fachkommissariat hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes aufgenommen.

Nach bislang vorliegenden Erkenntnissen wurde ein 28 Jahre alter Mann aus dem Sudan in dem Haus mutmaßlich mit einem Messer angegriffen und dabei im Bereich des Oberkörpers so schwer verletzt, dass er trotz sofortiger notärztlicher Behandlung noch vor Ort verstarb. Hausbewohner entdeckten den Sudanesen im Bereich des Haupteingangs liegend und alarmierten sofort die Rettungsdienste.

Noch in der Nacht wurde der Gebäudekomplex von Experten des Erkennungsdienstes intensiv spurentechnisch untersucht. Weitere Ermittler befragten Bewohner und potentielle Zeugen.

Für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen musste der Hagenweg in Höhe des Wohnkomplexes zeitweise voll gesperrt werden. An der Absperrung kamen vorsorglich auch Diensthundeführer zum Einsatz, um die zum Teil aggressiv auftretenden Schaulustigen von dem Gebäude fernzuhalten.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte die Polizei wenig später einen Tatverdächtigen festnehmen. Es handelt sich bei ihm um einen 25 Jahre alten Mann aus Eritrea, der ebenfalls in dem Gebäude wohnt.

Der Festgenommene soll am Sonntag, 3. Juni, dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Göttingen vorgeführt werden. Über ein mögliches Motiv für das Verbrechen liegen zurzeit keine Erkenntnisse vor.

Eine noch in der Nacht eingeleitete Suche nach der Tatwaffe verlief bis zum Morgen ergebnislos. Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2115 entgegen.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Rubriklistenbild: © jinga80 - Fotolia

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